Seit vielen Jahren bemühen wir uns als Gast an der Schule – entsprechend unserer Satzungszwecke – unseren Schulkindern nicht nur den Wert gesunder, regional erzeugter Lebensmittel zu vermitteln, sondern auch das Interesse der Kinder für unsere schöne Kulturlandschaft und den Umweltschutz zu wecken. 

Auch Brot muss wachsen 

heißt ein Projekt für die 3./4. Klassen in Kirchanschöring, an dem in erster Linie der Heimatverein mit seinem Vorsitzenden Franz Huber, allen bekannt als der Bauer z’Hof, aber auch die Schule, die Gemeinde, der Gartenbauverein und die Gartenbäuerinnen an einem Strang ziehen, um unseren Kindern den Wert unserer Lebensmittel näher zu bringen.

Die Idee brachte ursprünglich Helmut Hofmeister, 1. Vorsitzender des Imkervereins Kirchanschöring,  von einer Veranstaltung im Rahmen von „Zivilcourage“ aus der Bodenseeregion mit. 

Seit 2010 startet jährlich je nach Wetterlage Ende März/Anfang April die Aktion mit dem Anbau eines Sommerroggens, der für unsere Aktion besser geeignet ist als der sonst in der Region übliche Winterroggen.

Im ersten Jahr wanderten die 3. Klassen nach Hof, um auf einem Feld, das Franz Huber zur Verfügung stellte, „ihr Getreide“ anzubauen. 

Nachdem die Flächen etwas abseits vom Dorfkern nicht ganz günstig lagen, sprang die Gemeinde 2011 ein und stellte ein Grundstück im Gewerbegebiet zur Verfügung. Dieses Grundstück, das direkt an die Dorfheizung Niedermayer angrenzt,  wurde vor einigen Jahren an die Familie Anna und Franz Niedermayer verkauft, diese stellen aber weiterhin den Grund für das Projekt zur Verfügung.  Dafür ein herzliches Dankeschön! 

Jahrelang spazierten die 3. Klassen der Grundschule Kirchanschöring also ins Gewerbegebiet, wo ihnen zunächst unsere unterschiedlichen Getreidesorten und der Aufbau eines Samenkorns erklärt wurden.

Franz Huber hat all die Jahre das Feld vorbereitet und mit Hilfe von Mitgliedern des Heimatvereins sowie Gartenbauvereins und Sand die einzelnen Felder für die Kinder markiert. Bevor jedes Kind einen Becher Samen erhielt, zeigte Franz Huber, wie mühsam früher Getreide im Vergleich zur heutigen Anbauweise mit einer Sämaschine, ausgesät wurde. Nachdem die Körner von einem Priester gesegnet wurden, durfte sich jedes Kind sein „Feld“ aussuchen und die Körner aussäen.

Wir sind alle voller Zuversicht, dass wir das listige Virus namens „Corona“ bis zur Ernte im Juli zumindest soweit im Griff haben, und in diesem Jahr wieder eine Ernte mit den Kindern möglich ist. Aus diesem Grund baut Franz Huber dieses Jahr ohne tatkräftige Unterstützung an.

Danke Franz für all deine Mühe!

Im Juli ist das Korn erntereif. Interessiert verfolgen die Drittklässler, wie das Getreide mit der Sense von erfahrenen Mähern des Heimatvereins gemäht wird. Dann geht es ans Zusammenbinden der einzelnen Garben. Diese werden als Kornmandeln  zum Trocknen aufgestellt. Stehen alle in Reih und Glied, haben sich alle eine Brotzeit verdient!

 

Solange Franz Huber in seinem Bauernhofmuseum das Dampfdreschen veranstaltet hat, waren die Kinder in der Ferienzeit eingeladen, ihr Korn mit Dreschflegeln zu dreschen. 

Nach den Ferien und zwischenzeitlich Viertklässler, durften die Kinder die Aicher-Mühle in Eizing besuchen und bekamen von Johann Aicher jun. erklärt, wie Korn zu Mehl wird.

Wir vom Gartenbauverein können Ihnen nur empfehlen: Wenn Sie die Gelegenheit haben, nutzen Sie diese! Ein Mühlenbesuch ist sehr interessant!

Mit Ausnahme der Jahre 2018 und 2020 bereiteten Maria und Franz Huber Anfang Oktober so viel Brotteig zu, dass jedes Kind zum Abschluss der Aktion „Auch Brot muss wachsen“ ein Brot im Holzbackofen des Bauernhofmuseums in Hof backen und - sofern es nicht sofort verspeist wurde - mit nach Hause nehmen  konnte. 

Das ist auch dieses Jahr wieder unser Ziel! 


Der Schulgarten

Gemüse anbauen/einsäen mit den ersten Klassen

 

Gesundes Pausenbrot

 

Gemüsesuppe kochen mit den 2. Klassen für alle Grundschüler

 


Apfelsaftpressen mit den 2. Klassen

Direkt vor der Schule, auf dem sog. Lapper Anger, erläutert Carsten Voigt vom Landschaftspflegeverband Traunstein den Schülern auf der Streuobstwiese den Unterschied Obstplantage/Streuobswiese und deren Bedeutung für unsere Insekten und Vögel.

 


Wasser unter der Lupe mit den 4. Klassen

Die Gözinger Ache verläuft entlang dem Achenpark, der nicht nur als Pausenhof für die Schule, sondern auch für viele Veranstaltungen genutzt wird. Mit einem Naturführer oder Biologen sammeln die Schüler kleine Lebewesen in der Ache, teilen diese ein und bestimmen so die Wasserqualität unserer Ache.

 


Ferienprogramm der Gemeinde


Sonstiges

Grundschule: Nistkästen für den Lapperanger

 

Hochbeete für den Kindergarten

 



Basteltipps und Naturinfos

 Kleiner Gartenzwerg  

 

sucht euch einen schönen Ast und lasst euch von einem Erwachsen eine "Mütze" schnitzen, jetzt könnt ihr ihn ganz nach eurem Geschmack bemalen.



Garten-Kistchen

Dazu braucht ihr:

Holzkistchen, evtl. Farbe und Pinsel, Folie, Erde, Pflänzchen und Samen

Zuerst könnt ihr, wenn ihr wollt, euer Kistchen bunt anmalen. Nach dem Trocknen, mit Folie auskleiden, in den Boden Löcher machen, damit das Wasser ablaufen kann. Jetzt mit Erde auffüllen und ganz nach eurem Geschmack, z. B. mit Kohlrabi, Radieschen, Schnittlauch, Kräutern, Schnittsalat, Erdbeeren.... bepflanzen. 

 

Gießen nicht vergessen und dann braucht es nur noch etwas Geduld, bis ihr Leckeres naschen könnt.


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Frosch-Wurfspiel

Ihr braucht:

Klopapierrolle, Farbe, festes Papier, Schnur, Kleber, Tacker, Schere, Perle oder Knopf

Zuerst könnt ihr die Klopapierrolle farblich gestalten, wie es euch gefällt. Schneidet dann Augen, Beine und eine Zunge aus und klebt es auf. 

Nun nur noch eine Perle an einem Faden befestigen. Das Ende des Frosches mit dem Tacker verschließen und dabei den Faden mittackern.

Jetzt könnt ihr versuchen, die Perle mit dem Frosch zu fangen.

 



Lustiger Osterhase

Sucht euch einen Ast mit zwei "Ohren". Malt ein lustiges Gesicht und klebt aus Heu Barthaare auf. Nun könnt ihr eurem Hasen noch Kleidung aus z. B. Filzwolle, Schnüren Blätter oder was euch einfällt, anziehen und fertig ist ein lustiger Osterhase.

 

 

Bitte immer vorsichtig arbeiten, um euch nicht zu verletzen, fragt auch bitte immer vorher eure Eltern um Erlaubnis. 



Spiel- und Basteltipp: Naturbingo

Ziel des Naturbingos ist es 10 verschiedenen Dinge zu sammeln, die je nach Alter der Teilnehmer unterschiedlich sein können. 

 

Was braucht man: 

1 Eierschachtel

1 Blatt Papier

Stift, Lineal, Schere und Kleber 

 

Und so geht's: 

Zeichne ein Rechteck in der Größe der Eierschachtel, und teile es in 10 Felder ein.

Überlegte, welche 10 Dinge man in der näheren Umgebung, oder auf einem Wanderweg,... finden/suchen könnte und zeichne diese in die Kästchen. 

Nun muss nur noch das Suchbild auf die Eierschachtel geklebt werden - und LOS gehts! 

Tipp: Man kann im Herbst auch ein Pilz- oder Zapfenbingo daraus machen - der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.



 

Basteltipp: Kräuter- oder Blumenvorhang

Material:

Schwemmholzstück oder Haselnusszweig

feiner Silberdraht

verschiedene Kräuterzweige oder Blumen

 

Am Zweig verschieden lange Drähte befestigen und damit die Kräuter oder Blumen umwickeln.

Als Aufhängung ein Bast oder Stoffband am Zweig befestigen.

Viel Freude beim nachbasteln!



   

Hallo Kinder, diese Woche basteln wir Grußkarten!

 

Blumenkarten hämmern

Was ihr dazu braucht: 

ein Brett als feste Unterlage 

einen Gummihammer (hat bestimmt der Papa in der Werkstatt)

Küchenpapier

Weiße Stoffreste (zum Beispiel ein altes Bettlaken)

Tonpapier oder vorgefertigte Grußkarten 

Lineal

Schere 

Stift

Kleber 

und ganz viele frische Blüten, kleine Blätter und Gräser.

 

Bereitet erst das ganze Werkzeug vor und sucht dann Blüten und Blätter, damit sie noch schön saftig sind.

Legt dann den vorgeschnittenen Stoffrest auf das Holzbrett und eine Pflanze darauf. 

Es ist egal ob ihr eine Blüte oder Gras zuerst nehmt, wichtig ist immer nur eines, dann das Küchenpapier darüber legen und kräftig mit den Hammer drauf schlagen bis der Saft raus kommt. 

VORSICHT! AUF DIE FINGER AUFPASSEN! 

Es funktioniert nicht mit allen Pflanzen, aber dann kann man ein anderes (vielleicht saftigers) Teil auf die gleiche Stelle legen und es nochmal versuchen. 

Wenn der Stoff bunt genug ist, legt ihr ihn zum Trocknen. Zum Schluss zurecht schneiden und auf oder in die Grußkarte kleben.

 

Blumenkarten mit Sand

Was ihr dazu braucht: 

Tonpapier oder vorgefertigte Grußkarten 

Doppelseitiges Klebeband

Schere

Stift

Gepresste Blüten und Blätter (es geht auch mit frischen Blüten, die trocken dann an der Karte)

Dekosand, oder etwas Sand vom letzten Urlaub

Zuerst klebt ihr einen Streifen Doppelseitiges Klebeband auf die Grußkarte. Längs, quer, mittig - wie es euch gefällt.

Wer die Karte beschriften will, macht das am besten jetzt, da beim Schreiben noch nichts verschoben werden kann.

Jetzt zieht ihr den Schutzstreifen vom Klebeband und verteilt die Blumen und Blätter darauf.

Wenn alles gut klebt, eine Schicht Sand drauf streuen und vorsichtig andrücken. Zum Schluss den noch lockeren Sand von der Karte schütten.

 


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Wald- und Wiesen Mandala

Als erstes suchst du dir ein paar verschiedene Materialien bzw. Zweige, Muscheln, Zapfen, Blätter, Blüten  - alles was du draußen findest - von jeder Art ca. 5 Stück, je nach Größe deines Kreises.

Du beginnst mit einem großen Kreis, danach kannst du die Zwischenräume gestalten.

Fertig ist dein Mandala! Es ist ganz einfach und macht viel Spaß!

 



 

Kräuterbuschen binden

 

Der 15. August, der Tag von Maria Himmelfahrt wird auch zur Segnung der Kräuter gefeiert. In der mittelalterlichen Erfahrungsmedizin waren die Marienkräuter wegen ihrer heilenden Inhaltsstoffe hoch geschätzt. Mit den geweihten Büscheln hatten die Menschen früher das ganze Jahr hindurch eine wertvolle Naturapotheke für sich selbst und ihre Tiere zur Hand.

Aber schon zu Zeiten von den Kelten und Germanen wurde dieses Ritual gefeiert und später in der christlichen Religion übernommen.

Der gesegnete Strauß soll Gottes Segen ins Haus bringen - ob im Herrgottswinkel aufbewahrt, beim Räuchern verwendet, um Unwetter fernzuhalten, als Tee überbrüht, dem Vieh unters Futter gemischt, um es zu kräftigen, oder sogar unters Kopfkissen gelegt, um das Eheglück zu erhalten.

Für die Herstellung eines Kräuterbuschens werden verschiedene Getreidesorten, Heil- und Gewürzpflanzen benötigt, die kurz vor Mariä Himmelfahrt - am besten am Vortag - gepflückt werden. Zur optischen Verschönerung können noch verschiedene Gartenblumen als Zierde eingebunden werden. Dabei enthalten die meisten Buschen sieben, neun, zwölf oder eine andere symbolische Zahl an Kräutern.

So kann es folgende Anzahl von Kräutern im Kräuterbuschen geben:

sieben (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungstage)

neun (dreimal drei für die hl. Dreifaltigkeit)

Zwölf (Zahl der Apostel, Stämme Israels)

14 (Zahl der Nothelfer)

24 (zweimal zwölf: zwölf Stämme Israels aus dem alten, zwölf Apostel Christi aus dem neuen Testament)

72 (sechsmal zwölf, Zahl der Jünger Jesu)

99 (dreiunddreißig-mal drei, drei als Symbol für die heilige Dreifaltigkeit)

 

Es gibt von Region zu Region verschiedene Kräuter, die in einen Kräuterbuschen kommen sollen. Aber es gibt hier keine festen Regeln, sondern man arbeitet mit dem was man eben gesammelt und gefunden hat. Wichtig ist nur, dass man die Kräuter mit Dankbarkeit erntet.

 

Typische Kräuter (nur einige Beispiele), die in den Kräuterbuschn gebunden werden:

Und so geht's: die einzelnen Pflanzen werden zu einem Buschen zusammengefügt und gebunden. So vorbereitet lässt er sich gut bis zur Segnung an Mariä Himmelfahrt aufbewahren.

 

 



 

Schmetterlinge

Wer kann die Namen den unten stehenden Bildern zuordnen?

 

Bis ein Schmetterling geboren wird durchläuft er eine komplizierte Verwandlung.

Das Falterweibchen wählt sorgfältig einen Platz bei den Lieblingsfutterpflanzen der Schmetterlingsraupen aus und legt ihre Eier darauf.

Die kleinen Raupen, die aus den Eiern schlüpfen, haben einen großen Appetit und fressen die frischen Pflanzteile, bis sie in kurzer Zeit ihr Gewicht vertausendfachen.

Wenn die Raupe groß genug ist, verpuppt sie sich. An einem sicheren Ort hängt sie so einige Zeit in ihrer starren Hülle. Im inneren verwandeln sich die Raupenorgane in Falterorgane und der fertige Falter sprengt die Puppenhülle. Jetzt muss der Schmetterling nur noch seine Flügel entfalten und erhärten lassen, damit er nach ein paar Stunden zu seinem ersten Flug starten kann.

So verschieden wie die Schmetterlinge aussehen, sind auch ihre Raupen (links: Kohlweißling; mittig: Totenkopfschwärmer; rechts: Schwalbenschwanz).

Viele Raupen sind sehr wählerisch mit ihrem Futter, viele ernähren sich sogar nur von einer Pflanzenart. Einige Pflanzen werden von vielen Raupen gemocht, ein paar nur von einer Art.

 

Viel Interessantes zum Thema Schmetterlinge findet ihr auch in der Bücherei!

Basteltipp: Schmetterlinge

Das braucht ihr dazu:

- quadratisches Papier (ich nehme einen Notizzettel 9x9cm)

- Schere

- Stifte

- evtl. Kleber, Deko, Blumen, was euch gefällt

 

Das Papier wird in der Mitte gefaltet und ein Schmetterlingsflügel aufgemalt.

Das Papier nicht aufklappen! An der aufgezeichneten Linie entlang ausschneiden und an der Faltkante (siehe Pfeile) 2x 0,6cm einschneiden.

Nun den Schmetterling aufklappen und bunt bemalen, oder bekleben. Wenn er fertig ist, kann er zum Beispiel auf einen Stift gesteckt werden.

 

Viel Spaß!


 


 

Basteltipp: Samenpapier

Das braucht ihr dazu:

- unbehandeltes Papier ( sehr gut funtioniert Eierkarton)

- farbiges Tonpapier oder Servietten

- warmes Wasser

- Stabmixer

- Backpapier

- Plätzchenformen

- Samen (selbst gesammelt oder gekauft)

Anleitung:

Als erstes müsst ihr das Papier in kleine Stücke reißen. Wer es farbig will, kann noch Tonpapier oder Servietten dazu geben. Gebt die Stücke nun in ein Gefäß.

 

Füllt dies mit warmen Wasser auf, bis alles gut bedeckt ist. Einige Stunden einweichen lassen.

 

Das Ganze mit dem Stabmixer gut pürieren.

 

Sollte die Masse zu nass sein, einfach in einem Sieb etwas abtropfen lassen.

 

Gebt die Plätzchenformen auf das Backpapier, befüllt die Förmchen dünn mit den Händen, streut etwas Samen darüber, drückt alles mit den Finger etwas fest und schon könnt ihr die Förmchen vorsichtig entfernen.

 

Nun gut trocknen lassen.

Aus dem fertigen Papier könnt ihr dann ganz nach Lust und Laune z.B. Glückwunschkarten, kleine Geschenke basteln und und und. Euch fallen bestimmt noch viele weitere Ideen ein.

 

Verwenden kann man das Papier wie Samenbänder. Im Garten oder einem Blumentopf mit ca 1 cm Erde bedecken und gut gießen. Nach kurzer Zeit sprießen dann die kleinen Pflänzchen.

 

Wir wünschen euch viel Spaß und gutes Gelingen.



 

Wolltet ihr schon immer mehr über das Leben der Honigbiene erfahren?

Besucht doch mal einen unserer beiden Bienenlehrpfade.

Mehr dazu erfahrt ihr auf der Homepage vom Imkerverein Kirchanschöring.