Wir gestalten Herbstkränze 

 

Jetzt freuen wir uns bei vielen Stauden und Sträuchern über ihren "Herbstschmuck", die bunten Beeren und die verblühten Blütenstände.

Schneidet man diese direkt nach der Blüte radikal zurückverhindert man, dass die Pflanze die ganze Kraft in die Samenbildung steckt. Frühblühende Stauden, wie z.B. Schafgarbe und Storchschnabel, blühen nach dem Schnitt noch einmal, spät blühende Stauden entwickeln im kommenden Jahr eine üppige Blüte. Manche Stauden, z.B. die Bergenie und Schwertlilie regt man durch Teilen zu neuen Blüten an. Aber nicht alle Stauden, wie z.B. die Pfingstrose, möchten geteilt werden! 

Zu bedenken ist aber, dass viele Stauden mit ihren Blütenständen dem Garten im Winter ein attraktives, stimmiges Bild geben und bei manchen Stauden die Samen, die sich in den Blütenständen befinden, für Vögel eine gute Nahrungsquelle sind. Die vertrockneten Pflanzenteile bieten aber ebenso Insekten und Schmetterlingsraupen Schutz und eine gute Möglichkeit, hier zu überwintern. Aber auch für die Stauden selbst ist das Eingetrocknete oft ein guter Winterschutz! Deshalb bitte nicht alle Stauden im Herbst schneiden, sondern erst im Frühjahr. Durch den Frost haben Sie dann auch viel weniger Schnittmasse!

Aus so manchen "Gartenschätzen" lassen sich jetzt tolle Kränze usw. gestalten. Wir, die Vorstandschaft, haben uns bei Barbara getroffen und auch unsere Kinder hatten viel Spaß beim Binden. 

 

  


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Rasenpflege im Herbst -

oder doch lieber Blumenwiese im nächsten Jahr?

 

Durch einen regelmäßigen Schnitt werden Rasengräser zu immer neuen Wachstumsleistungen angeregt. Deshalb muss Rasen regelmäßig gut ernährt und von Filz befreit werden. Bis Ende September ist es möglich, Rasen zu vertikutieren und mit einem Herbstdünger zu versorgen.  

Ein guter Herbstdünger ist kalibetont und enthält wenig Stickstoff und Phosphor. Kalium stärkt die Pflanzenzellen, die Gräser werden resistenter gegen Krankheiten und Frost. Stickstoff und Phosphor dagegen regen zu mehr Wachstum an und machen die Pflanzen weicher. 

Organische Dünger werden nicht so schnell ausgewaschen und fördern durch den Gehalt an natürlichen Substanzen das Bodenleben. Außerdem führen sie nicht so leicht zu Verbrennungen.

Bevor Sie jetzt, rechtzeitig vor der Vegetationspause, düngen, sollten Sie den Rasen mähen und vom „Filz“ befreien. Dies können Sie per Hand mit viel Kraftaufwand mit einem Rechen oder viel wirkungsvoller mit einem Vertikutierer erledigen.  

Der Gartenbauverein bietet Ihnen gegen eine Gebühr von 10 € einen leistungsstarken Vertikutierer an. Sie, als Mitglied des Gartenbauvereins Kirchanschöring, können das Gerät bei Irmi Rackerseder nach telefonischer Reservierung (08685/354) ausleihen

Nach dem Vertikutieren können im September, wenn der Boden noch warm ist, es aber nicht mehr so heiß wird, kahle Stellen gut ausgebessert, bzw. neu eingesät werden. 

Sollte es nicht regnen, denken Sie daran, nach dem Düngen gut zu wässern

 

Vielleicht ist Ihnen aber der Aufwand mit der Rasenpflege schon lange zu viel? Es geht auch leichter! Eine Blumenwiese wird nur zweimal im Jahr gemäht. Mit Gänseblümchen und Löwenzahl im Rasen ist schon ein erster Schritt getan. Stechen Sie im nächsten Jahr an einigen Stellen die Rasensoden aus und versuchen Sie es an sonnigen Stellen mit einer Blumen-Saatmischung. Es werden nicht nur Sie von weniger Pflegeaufwand und schönen Blüten profitieren, sondern auch viele Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten am Nektarangebot Ihrer Blumen!

Auf den Bildern sehen Sie eine Saatmischung mit vielen einjährigen Sommerblumen. Der Handel bietet aber auch viele Wildblumenmischungen und Spezialitäten an.  Das Blumenmuster können Sie durch Zwiebelblumen, die jetzt im Herbst gesetzt werden, erweitern. Gut geeignet sind Schneeglöckchen, Krokusse, Blausterne, Winterlinge, Tulpen, niedrige Wildformen der Narzissen, aber auch Herbstkrokusse. 

 

Bedenken Sie aber, dass jede Pflanze ihre Ansprüche hat. Während manche Sommerblumen im humosen Rasen gut gedeihen, entfalten sich die Pflanzen einer echten Wildblumenwiese, wie Margeriten, Salbei und Glockenblumen nur auf mageren Böden in freier, sonniger Lage!

 

Und noch ein Gartentipp, den uns Christian Kress von der Staudengärtnerei SARASTRO, bei einem Besuch in seiner Gärtnerei vor ein paar Jahren mitgab und der sich wirklich gut bewährt hat: Ende September eine Handvoll Schneckenkorn großflächig über den Garten streuen, hilft gegen die Schneckenplage im nächsten Jahr!


 


 

Sommerblumen 

Wer im Frühjahr einjährige Sommerblumen ausgesät hat, kann sich jetzt, im Herbst, nicht nur über ein Blütenfest freuen, sondern nun auch die Samen für das nächste Jahr ernten

Einjährige Sommerblumen stecken ihre ganze Kraft in die Bildung von Blühknospen, wenn sie regelmäßig ausgeputzt werden. Samen sollte sich deshalb nur so viel bilden, wie für das nächste Jahr benötigt wird. 

Die Blumen bevorzugen einen humusreichen Boden in der Sonne und sind mit einer Zusatzdüngung etwa Mitte Juni, wenn das Hauptwachstum beginnt, zufrieden. Erhalten diese Pflanzen zu viel des Guten, danken sie es mit mehr Blättern als Blüten

Für einjährige Sommerblumen sollte das Beet für das nächste Jahr bereits im Herbst mit Hornspänen, die sich langsam umsetzen, oder mit Kompost, dem etwas Geflügelmist untergemischt wird, vorbereitet werden. Die Aussaat kann bei den meisten Sorten direkt ins Beet erfolgen. Leider lieben aber auch die Schnecken viele dieser Pflanzen. Bei einigen empfindlichen Arten wird deshalb eine Anzucht in Töpfen empfohlen. 

Der Handel bietet einjährigen Sommerblumen in vielen Farben, Formen, Düften und unterschiedlichen Höhen an! Die meisten einjährigen Sommerblumen blühen vom Mai/Juni bis zum ersten Frost, der das kurze, bunte Dasein dann beendet. Durch Kombinationen lassen sich schöne Arrangements im Blumenbeet bilden. 

Viele dieser Blumen sind nicht nur eine gute Schmetterlings-, Hummel- und Bienenweide, sondern als gute Bodenverbesserungs-  und Gründüngungspflanzen geeignet. Und auch in der Küche findet so manch eine Blüte ihre Verwendung. 

Zu den einjährigen Sommerblumen zählen u.a. die Herbstastern, die Atlasblume oder Sommerazalee, der Elfenspiegel, der Gartenrittersporn, die Gauklerblume, die Glockenrebe, der Schwarzkümmel (bei uns als Jungfer im Grünen bekannt), die Korkardenblume, die Kornblume, die Levkoje, das Löwenmäulchen, das Mädchenauge, das es auch zweijährig gibt, der Mohn, die Nelke, die Phazelia, das Portulakröschen, die Ringelblume, das Schleierkraut, die Schleifenblume, die Schmuckkörbchen oder Cosmeen, die Skabiose, die Sommerfuchsie, der niedrige, einjährige Sommerphlox, die Sonnenblume, einige Sonnenhüte, die Spinnenpflanze, das Steinkraut, die Strohblume, die Studentenblume, die Trichtermalve und die Trichterwinde, die Trompetenzunge, die Wicke, der Ziertabak und die Zinnie.

Unsere Blütenfestimpression:

 



 

 Obsternte 

Wir sind mitten in der Obsternte. Während AprikosenNektarinenPfirsiche, frühe Zwetschgen und Äpfel in vielen Gärten schon geerntet sind, beginnt bei späteren Sorten jetzt die Erntezeit.

Wollen Sie Obstbäume neu pflanzen, finden sind beim Kreisverband Traunstein ein umfangreiches Sortiment an empfehlenswerten Sorten! Wollen Sie eine Streuobstwiese neu anlegen, informieren Sie sich bitte beim Landschaftspflegeverband.

 

Nektarinen und Aprikosen können reif geerntet nur wenige Tage gelagert werden. Bei reicher Ernte lassen sie sich leicht einkochen zur späteren Verwendung für Kuchen und Nachspeisen. Auch als Marmelade, pur oder gemischt mit verschiedenen Beeren, sind sie ein Genuss.

 

Wer liebt ihn nicht? Den Zwetschgendatschi

 

Zwetschgen lassen sich hierfür (entsteint und eingeschnitten)  nicht nur einfrieren, sondern auch als Marmelade oder Zwetschgenröster vielseitig verwenden.

Ein erprobtes Rezept für zwei Gläser:

1,5 kg entsteinte, halbierte Zwetschgen mit 150 g Zucker, 1 TL Zimtpulver, 1 Msp. Nelkenpulver und 2 EL Obstessig in einer Auflaufform vermischen. 1 Stunde abgedeckt Saft ziehen lassen.

Ofen auf 180 Grad (keine Umluft) vorheizen. Die Mischung im unteren Ofendrittel 3 Stunden und 30 Minuten backen. Während der Backzeit nicht umrühren!

Die Auflaufform aus dem Ofen nehmen, die Zwetschgen fein zerstampfen. Sollte das Mus zu fest sein, etwas heißes Wasser zugeben. Das Mus im Ofen nochmal 10 Minuten erhitzen und sofort in sterile Schraubgläser bis an den Rand füllen, verschließen und für 10 Minuten auf den Kopf stellen. Dann umdrehen und vollständig auskühlen lassen.

Zu Mehlspeisen wie z.B. Rohrnudeln, Kaiserschmarrn, Griesschnitten oder Germknödel genießen!

 

Seit einigen Jahren gibt es die sog. Obstblitze. Damit kann man Fallobst besonders  rückenschonend und schnell aufsammeln. Sie sind in vielen Varianten von Edelstahl bis einfachen Ausführungen in Plastik erhältlich und eine empfehlenswerte Anschaffung! Mit dem Obstblitz rollt man einfach über das Obst, das mit Hilfe der biegsamen Stäbe eingesammelt, aber dabei nicht beschädigt wird. Ist der Obstblitz voll, lässt sich das so gesammelte Obst einfach in einen Eimer bzw. Sammelbehälter leeren.

 

Apfelbäume, die zu den Rosengewächsen gehören, stehen in vielen Formen und Sorten in unseren Gärten. Äpfel sind wirtschaftlich eine bedeutende Obstart. Die englische Redewendung „An apple a day keeps the doctor away“ weist auf die gesundheitliche Bedeutung des Apfels hin. 

Äpfel die eingelagert werden sollen, pflückt man am besten direkt vom Baum. So vermeidet man Druckstellen an der Frucht.

Äpfel geben bei der Lagerung Ethylengas ab, dieses Gas lässt andere Obst- und Gemüsearten schneller reifen. Deshalb sollte man sie immer getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern.

Äpfel lagert man am besten kühl und dunkel bei einer hohen Luftfeuchtigkeit. In unseren modernen, trockenen Kellern lässt sich diese Feuchtigkeit mit Hilfe von Plastikbeuteln erreichen, in die man die Äpfel verpackt. Die Tüten sticht man mit einer feinen Nadel an, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit bildet. Eingelagertes Obst regelmäßig kontrollieren!

 

Aus Äpfeln, aber auch Birnen, lassen sich unzählige Kuchen und Torten herstellen. Hier das Rezept für den „schnellsten Apfelkuchen der Welt“:

 

Äpfel und Birnen sind vielseitig verwendbar, z.B. lassen sich aus diesem Obst KompotteObstmuse und Fruchtaufstriche herstellen. Auch lassen sich die Obstsorten gut einfrieren, um später z.B. in Kuchen verarbeitet zu werden. 

„Ich schäle Äpfel, halbiere sie, schneide sie im Abstand von 3 - 4 mm ein, beträufle sie mit Zitronensaft, damit sie die Farbe behalten, lege die Äpfel auf den Boden einer entsprechenden Tortenform, friere sie darauf vor und verpacke sie dann portionsweise“, schreibt unsere Schriftführerin. „Der Teig für einen Apfelkuchen sehr fein ist schnell gerührt. Darauf gebe ich die vorbereiteten, gefrorenen Äpfel und backe den Kuchen“. Auch Apfelstrudel lassen sich roh (am besten gleich auf Backpapier gelegt) gut einfrieren und sind schnell gebacken. Dafür die Temperatur etwas niedriger einstellen (180/190 Grad) und die Backzeit etwas verlängern auf 40 – 45 Minuten (hängt von der verwendeten Apfelsorte ab).

 

Fallobst lässt sich gut zu Saft verarbeiten. Dabei kein fauliges Obst verwerten, dies verdirbt den Saft!

Auf dem Hof der Familie Berger in Reichsberg bei Kammer können Sie nach Voranmeldung (0861/16630645) Saft pressen und ihren eigenen Saft pasteurisieren lassen und als Bag in Box 3 Liter, 5 Liter, 10 Liter oder in 1 Liter Flaschen mitnehmen. (Preis/Liter Lohnmosten 0,30 € kalt, 0,60 € warm + Kosten für die Bags bzw. Flaschen)

Näher liegt der Hof der Familie Pallauf in Polsing bei Fridolfing. Auch dort können Sie ihren Saft nach Voranmeldung (08684/440) pressen lassen. Frau Pallauf bietet Bags an, in die Sie ihren Saft, den Sie selbst zum Haltbarmachen erhitzen müssen, abfüllen können. (Preis/Liter Lohnmosten 0,25 € kalt, kein Erhitzen möglich! + Kosten für die Bags)

Bei der Kelterei Gregor Greimel, Hauspoint 3, 83410 Laufen, können Sie ihre Äpfel/Birnen Mo. – Mi. von 8.00 – 11.30 Uhr und 14.00 – 17.30 Uhr sowie samstags von 8.00 – 11.00 Uhr anliefern. Die Verarbeitung erfolgt im Lohnmostverfahren, d.h. für 2 kg Äpfel/Birnen erhalten sie 1 l Apfelsaft, der nicht von den eigenen Äpfeln stammt. Die Verarbeitungsgebühr beträgt 0,74 €/l. Auch ein Tausch gegen andere Säfte mit Apfelanteil (die Preise hierfür variieren) ist möglich. Ab einem Doppelzentner Obst bezahlt die Kelterei für Äpfel 12 € und für Birnen 10 €. 

Auf der Internetseite des Landschaftspflegeverbandes Traunstein finden Sie unter dem Menüpunkt Streuobst-Projekte weitere Verarbeitungsstellen.

 

Auch aus rohen Quitten lässt sich vorzüglicher Saft pressen. Diesen können Sie zu Gelee weiterverarbeiten oder durch Erhitzen haltbar machen. Quittensaft schmeckt vorzüglich z.B. mit Prosecco aufgegossen!

 

Eine weitere Möglichkeit, Äpfel oder Zwetschgen haltbar zu machen, ist das Dörren. Mit einer Apfelschälmaschine lassen sich Äpfel in einem Schritt schälen, vom Kernhaus befreien und in Ringe teilen. Wenn Sie keinen Dörrapparat haben, fragen Sie doch mal bei den Nachbarn, ob Sie einen ausleihen können! Getrocknete Apfelringe sind eine gesunde Nascherei! 

 

Gedörrte, mit etwas Zucker, Zimt und Rum aufgekochte und mit einem Stabmixer zerkleinerte Zwetschgen gehören unbedingt in die zu Kirchweih traditionellen Zwetschgenbavesen!

  



 

Gemüseernte im Garten - Einmachzeit

 

Jetzt ist die Zeit, wo wir im Garten in Hülle und Fülle Gemüse ernten. Am gesündesten ist Gemüse ohne Zweifel frisch geerntet, roh oder zubereitet verzehrt. Aber natürlich ernten wir nicht nur frisch, sondern legen uns aus dem, was wir nicht frisch verzehren können, einen Vorrat für den Winter an.

Dabei spielen in unserer Zeit natürlich die Gefriertruhe bzw. der Gefrierschrank die größte Rolle. Lauch, Karotten, Sellerie lassen sich nicht nur einzeln, sondern gemischt mit Zwiebeln und Suppengrün (z.B. Petersilie und Maggikraut) als Suppengemüse einfrieren. Wer Blumenkohl, Brokkoli, Romanesco, Kohlrabi, Fenchel, Erbsen, Bohnen, Wirsing, Kraut und manch anderes einfriert, freut sich im Winter über Gemüse aus dem eigenen Garten! Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt beispielsweise Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Möhren, Spinat, Mangold und Fenchel zu blanchieren, um zelleigene Enzyme zu inaktivieren und anhaftende Keime abzutöten. So lasse sich die Haltbarkeit verbessern und die Farbe besser erhalten

Gemüse in Gläser einlegen und durch sterilisieren haltbar machen, werden heutzutage die Wenigsten und doch gibt es einige Klassiker.

Dazu gehören Gurken, die sich in viele Geschmacksrichtungen einlegen lassen. Von uns ein Vorschlag für Senfgurken:

Dafür Gurken schälen, halbieren, das Kernhaus entfernen, in mundgerechte Stücke schneiden und in sterile Gläser füllen. Pro Glas noch einige Zwiebel- und rote Paprikawürfel, 1 Lorbeerblatt und je 1 TL Gurkengewürz und gelbe Senfkörner dazugeben.

Für 5 mittlere Gläser 500 g Zucker mit 1/8 l Essigessenz und 1 l Wasser aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Diese Lösung über die Gurken bis ca. 2 cm unter den Rand gießen.

Die Gläser verschließen und bei 75 Grad im Topf /160 Grad im Backofen für 20 Min. sterilisieren. Die Garzeit beginnt im Topf beim Erreichen von 75 Grad auf einem Einkochthermometer und im Backofen, wenn die Gläser zu perlen beginnen!

Die Gläser langsam abkühlen lassen und vor dem Verzehr noch ein paar Wochen ziehen lassen.

Haben Sie milde oder scharfe Chilies im Garten? Diese lassen sich hervorragend süß-sauer einlegen.

Dazu 250 g Chilis gründlich waschen, von den Stielen befreien und mit einer Gabel mehrmals durchstechen. 125 g kleine Schalotten von der Schale befreien und halbieren oder vierteln. 

½ l Kräuteressig mit ½ l Wasser, ½ Tasse Zucker, 2 EL Essig, einigen Pfeffer- und Senfkörnern zum Kochen bringen. In diese kochende Flüssigkeit für 1 – 2 Minuten die Schalotten und Chilis geben. Herausnehmen und in ein Glas schichten. Die Flüssigkeit nochmals gut aufkochen und über die geschichteten Chilis geben. Den Deckel nur lose auflegen, nicht verschließen!

Am nächsten Tag die Flüssigkeit abseihen und nochmals aufkochen. Dann wieder die Chilis, Schalotten und Gewürze für 1-2 Minuten mitkochen, herausnehmen ins Glas schichten, die Flüssigkeit nochmals aufkochen, über die Chilis bis zum Rand gießen und das Glas fest verschließen.

Chilischoten lassen sich auch gut in einem Kräuteröl oder -essig verarbeiten. 

Dazu bunten Pfeffer, etwas Meersalz, eine Chilischote, Lorbeerblatt und Kräuter nach Wahl  in einen guten Essig oder ein gutes Öl einlegen. Bei "weichen" Kräutern, wie z.B. Salbei, sollte man allerdings auf die getrocknete Variante zurückgreifen, da diese schnell schleimig werden. 

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Auch Zucchini können vielseitig eingelegt werden! Für unseren Vorschlag benötigt man:

1 l Wasser, ¾ l Apfelsaft, 1 Gurkenmeister, 200 g Zucker, 2 EL Curry, 2 EL Salz, 2 EL Senfkörner, 2,5 kg Zucchini, 500 g Zwiebeln, 500 g Paprika rot und gelb und 1 Knolle Knoblauch. 

Und so geht’s: Die Zucchini halbieren (bei Dickeren die Kerne mit einem Löffel aushöhlen) und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Die Paprika halbieren, von Strunk und Kernen befreien und in ½ cm Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.

Wasser, Apfelsaft, Gurkenmeister und Zucker aufkochen. Restliche Zutaten dazugeben und 2 - 5 Min. im Sud aufkochen. Masse in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und kurz auf den Kopf stellen.

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Aus Tomaten lassen sich unzählige Varianten von Chutney‘s zaubern. Hier ein ganz besonderer Vorschlag:

600 g Nektarinen waschen, entsteinen und fein würfeln, 300 g Tomaten waschen und klein schneiden, 1 Schalotte in Würfel schneiden, 1 Knoblauchzehe pressen.

Alles mit 100 g Zucker, 150 ml rotem Balsamico-Essig im Topf bei mittlerer Hitze mindestens 30 Min. einkochen lassen, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Ab und zu umrühren.

Mit Salz, Pfeffer und Chilli abschmecken und noch heiß in Schraubgläser füllen.

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Aus Tomaten können Sie z.B. Suppen und Soßen zubereiten. Wenn Sie Suppe/Soße heiß randvoll in Schraubgläser füllen, diese fest verschließen und kurz auf den Kopf stellen, haben Sie immer einen Vorrat auf Lager, aus dem sich schnell eine Mahlzeit zubereiten lässt. 

Für eine Soße kocht man 500 g gewaschene, halbierte Tomaten, 30 g Tomatenmark, 50 g Karottenwürfel, 1 in Stücke geschnittene Stange Staudensellerie mit Grün, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, etwas Pfeffer, 3 Basilikumblätter und 2 Salbeiblätter für 10 Minuten unter Rühren. Alles gut mixen und heiß randvoll in Schraubgläser füllen. 

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Für alle, die rote Bete lieben und den Aufwand nicht scheuen:

Für 4 Gläser mit 1 l Inhalt: Von 20 mittelgroßen Knollen Wurzeln und Blätter 3 cm über den Knollen (damit sie beim Kochen nicht auslaugen) abschneiden und mit einer Bürste unter fließendem Wasser gut reinigen. In kochendes Salzwasser (auf 1 l Wasser 1 TL Salz) geben, zum Kochen bringen und weich kochen lassen. Dann aus dem Wasser nehmen, mit kaltem Wasser übergießen, schälen und in Scheiben schneiden.

125 g Zucker mit ¾ l Wasser um Kochen bringen, bis sich der Zucker gelöst hat. 375 ml Weinessig hinzufügen, abkühlen lassen. 4 kleine Zwiebeln abziehen und in Scheiben schneiden. Rote Bete und Zwiebeln abwechselnd mit 2 in kleine Stücke gebrochenen Lorbeerblättern in sterile Einkochgläser füllen. Wer mag, kann noch Piment und Nelken zugeben.

Mit der Essig-Zuckerlösung übergießen, Gläser mit Gummi und Deckel verschließen und 30 Min. bei 98 Grad sterilisieren.

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Gemüse lässt sich aber auch mit Hilfe von Bakterien fermentieren. Milchsauer, also mit Hilfe von Milchsäurebakterien, lässt sich nicht nur Sauerkraut konservieren! 

Für einen Gemüsemix benötigt man als "Starter" z.B. Molke. Wer die hierfür geringe Menge nicht kaufen kann bzw. will, kann Molke von einem stichfesten Joghurt gewinnen, indem man 1 TL absticht und den Joghurt einen Tag im Kühlschrank stehen lässt.

Für ein Glas: ¼ l Wasser abkochen und abkühlen lassen. 

Sie können hierfür jedes Gemüse verwenden,  z.B. 2 - 3 kleine grüne Tomaten (evtl. halbiert), 1 Karotte (in kleine Würfel geschnitten), einige zerteilte Röschen von Brokkoli oder Blumenkohl, 1 Stück Zucchini (in Würfel geschnitten) in ein steriles Glas schichten. 1 Lorbeerblatt, einige Koriander- und/oder nur Pfefferkörner, 1 Messerspitze Salz und 1 TL Molke dazugeben.

Mit dem abgekühltem Wasser so weit auffüllen, dass das Gemüse bedeckt ist, aber unbedingt 2 cm bis zum Glasrand frei bleiben. Das Glas fest verschließen und an einem warmen Ort stehen lassen. Nach 2 – 3 Tagen beginnt der Gärungsprozess und kleine Bläschen steigen auf.

Während der Gärung wird der vorhandene Sauerstoff verbraucht. Es bildet sich ein Vakuum. Das Glas verschließt sich. Nach 10 Tagen das Glas kühl stellen und noch 5 - 6 Wochen fertig gären lassen. 

Ein Tipp aus Erfahrung: Milchsauer einlegen funktioniert nicht an schwül heißen Tagen!

Schön verpackt sind alle Einmachgläser ein immer gern gesehenes Mitbringsel!

 

 

Weitere Rezeptideen in Büchern und Zeitschriften gibt's auch in der Bücherei!



 

Balkonblumen

 

Balkone lassen sich in der Baugeschichte lange zurückverfolgen. Sie waren nicht nur Plattform für Herrscher und Könige, Architekten nutzten sie als Schmuckelemente und zur Fassadengliederung. In den Städten werden Balkone als Gartenersatz und Wohnzimmer im Freien genutzt. Gärtnereien bieten zwischenzeitlich auch eine Vielzahl an Gemüse an, das auf Balkonen gut gedeiht. 

Bei uns und vor allem im Voralpenland werden Balkone traditionell mit üppigem Blumenschmuck versehen und liebevoll gepflegt. 

Der Gartenhandel bietet eine Vielzahl an geeigneten Balkonblumen an. Zu den beliebtesten Balkonblumen zählt die Geranie, botanisch Pelargonium, die zu den Storchschnabelgewächsen gehört und ursprünglich aus Südafrika stammt. Diese sonnenliebende Pflanze gibt  es in unzähligen Züchtungen und Farben. Die Pflanze kann auch im Halbschatten stehen, bildet dort aber weniger Blüten aus. Geranien lassen sich jetzt durch Kopfstecklinge vermehren und müssen frostfrei überwintert werden. 

Sicher bestaunt jeder, der durch den Ort fährt, bis spät in den Herbst den üppigen Geranien-Blumenschmuck des Kirchanschöringer Rathauses.  

 

 

Aber auch an den Ortseingängen kann man Häuser mit prächtigen Geranien  bestaunen. Hier nur zwei Beispiele:

 

Das Rathaus der Landeshauptstadt München und der Brunnen davor glänzen in diesem Jahr bienenfreundlich in gelb/orange/blauen Tönen mit u.a. Löwenmaul, Strauchbasilikum, Süßkartoffel, Salbei, Buntnessel, Fächerblume, Zweizahn, Zinien, Prachtkerze und Zauberschnee.

 

Für Nord-, West und Ostseiten eignen sich Knollenbegonien, die sich gut überwintern lassen und im nächsten Jahr wieder eingepflanzt werden können. Sie gehören zur Familie der Schiefblattgewächse, stammen ursprünglich aus dem Andengebiet, also Peru, Equador und Bolivien und benötigen besonders an heißen Tagen viel Wasser, reagieren aber empfindlich auf Staunässe.

 

Zu den beliebtesten Balkonblumen zählen sicher auch Petunien. Diese Nachtschattengewächse stammen ursprünglich aus Südamerika. Die Petunie Surfinia, eine japanische Züchtung der Petunie, kommt mit Regen besser zurecht. Petunien gibt es in vielen Sorten und Farben. Die Pflanzen lieben einen sonnigen, regen- und windgeschützten Platz, benötigen aber auch viel Wasser.

 

Petunien und Geranien lassen sich gut kombinieren.

 

Durch ihre hängende Wuchsform passt die blaue Fächerblume sehr gut in Blumenampeln und Balkonkästen. Die Pflanze ist gut für die Südseite geeignet, da sie Hitze und kurze Trockenheit verträgt. Mit weichem Wasser gegossen blüht sie von Mai bis Oktober und muss dabei nicht geschnitten, oder ausgeputzt werden.

 

Selbst für schattige Standorte bietet der Handel Lösungen an: Hier ein Beispiel mit Buntnessel und Mühlenbeckia.

 

Ebenso lassen sich mit vielen unterschiedlichen Pflanzen Balkone reizvoll bepflanzen.

 

Wir hoffen mit unserer Auswahl einen Beitrag dazu geleistet zu haben,  dass auch Sie im nächsten Jahr wieder ihren Balkon bepflanzen. Hier noch einige Anregungen: 



 

Hortensien

 

Hortensien (Hydrangea) gehören im Sommer einfach zum Garten. Es gibt unzählige Arten von diesen sowohl laubabwerfenden als auch immergrünen Sträuchern.

Sehr beliebt sind in unseren Gärten die sog. Bauern- oder Gartenhortensien mit ihren großen Blüten, die man auch gut trocknen kann. Die Wildformen stammen ursprünglich aus Japan. Gartenhortensien sind nur bedingt winterhart. Die heurigen Triebe tragen bereits die Blütenknospen für das nächste Jahr, deshalb sollten Bauernhortensien nicht geschnitten werden. Sie gedeihen am besten an einem halbschattigen Standort auf feuchten Böden ohne Staunässe. Während weiße Sorten ihre Blütenfarbe nicht verändern, bestimmt der ph-Wert des Bodens die Blütenfarbe bei allen anderen, wobei dieser bei den verschiedenen Sorten unterschiedlich ist. Bauernhortensien lassen sich gut über Kopfstecklinge vermehren.

 

Auf dem Bild unten, hier die Sorte Endless Summer, sieht man eine Pflanze, die zu einer Chlorose neigt. Die Blätter verfärben sich gelb. Eine Chlorose entsteht unter anderem durch einen Mangel an Mineralstoffen, aber auch durch Trockenstress oder durch das Gießen mit kalkhaltigem Wasser. Es gibt aber noch andere Ursachen für eine Chlorose. 

Die Sorte Endless Summer gehört zu den modernen Züchtungen der Gartenhortensien, die nach der Hauptblüte ca. 20 – 30 cm über dem Boden geschnitten werden.

 

Eine gute Insektenquelle ist die Samthortensie, die zu den Tellerhortensien zählt und drei bis vier Meter hoch werden kann. Sie mag einen halbschattigen, geschützten Standort und genügend Wasser. Ihre zweifarbigen, schirmartigen Blüten öffnen sich von Mitte Juli bis September und locken viele nützliche Insekten an. Im Vordergrund steht auf dem Bild eine weiße Schneeballhortensie.

 

Die Tellerhortensie Koreana mit 0,5 m Wuchshöhe bildet Ausläufer und ist ein guter Bodendecker. 

Tellerhortensien blühen auch am zweijährigen Trieb und werden wie Gartenhortensien geschnitten.

 

Die Schneeballhortensie Annabell gehört zu den Waldhortensien. Sie kann im Herbst oder zeitigen Frühjahr bodennah abgeschnitten werden.

 

Rispenhortensien, auf den Bildern die Sorte Vanille Fraise, erreichen eine Wuchshöhe bis 2,5 m. Diese Hortensien können kräftig zurückgeschnitten werden.

 

Eichblättrige Hortensien blühen am zweijährigen Trieb und werden mit Ausnahme von abgestorbenen bzw. abgefrorenen Pflanzenteilen, nicht geschnitten. Eichblättrige Hortensien sind eine gute Insektenquelle.

 

Und zum Schluss noch ein Deko-Vorschlag aus frischen Blüten:

  



 

Genießen Sie ihren Garten und lassen die Seele einmal baumeln  

mit unseren Sommerimpressionen!

 

 



 

Gurken - Tomaten

 

Gurken gehören zu den Starkzehrern. Wer im Herbst oder im zeitigen Frühjahr den Platz für die Gurken mit reichlich Kompost, organischem Dünger und einer Mulchabdeckung vorbereitet hat oder im letzten Sommer auf diesem Beet eine Gründüngung ausgesät hat, kann sich jetzt über eine reiche Ernte von diesem Tropengemüse freuen.

Gurken lieben einen sonnigen, windgeschützten Platz und wachsen gerne auch am Spalier. Durch Trockenheit entstehen Wachstumsstockungen und in Folge dessen bittere Früchte. Gurken sollte man mit abgestandenem, warmem Wasser gießen. Während der Hauptwachstumszeit kann man zwei- bis dreimal mit verdünnter Brennesseljauche düngen. 

 

 

Neben Sorten für den Gewächshaus- und Freilandanbau bietet der Handel Mini- und Snackgurken an, die auch hervorragend auf dem Balkon gedeihen. 

Und sollten Sie einmal zu viele Gurken haben, können Sie diese z.B. als Senfgurken einmachen.

 


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Während im gewerblichen Anbau nur wenige, meist rundliche Sorten Tomaten kultiviert und angeboten werden, können wir Freizeitgärtner uns an einer Vielzahl an Züchtungen erfreuen. Hier z.B. die russische Reisetomate.

 

 

Tomaten sind reich an Vitamin C und enthalten in großen Mengen Lycopin, einen Phytowirkstoff, der die Haut vor Sonnenschäden schützt. Diese Carotinoid-Verbindung ist auch für die rote Farbe der Tomaten verantwortlich. Außerdem enthalten Tomaten reichlich Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert.

 

Die spanischen Eroberer brachten die Tomaten im 16. Jahrhundert aus den tropischen Ländern Süd- und Mittelamerikas mit. Lange Zeit wurden die roten Früchte als Zierfrüchte betrachtet. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts zogen die Tomaten in unsere Gärten ein und entwickelten sich zu einem der beliebtesten Gemüse.

 

Tomaten lieben einen Stammplatz! Am besten gedeihen sie, wenn sie Jahr für Jahr auf dem gleichen Beet wachsen dürfen. Sie bleiben gesund, wenn sie mit ihren eigenen Abfällen gedüngt werden. Tomaten lieben einen sonnigen, regengeschützten Platz an einer Südwand, die die Wärme reflektiert. Gießen Sie bei Trockenheit reichlich mit abgestandenem, warmem Wasser und niemals über die Pflanze. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt und den Geiztrieben hält die Feuchtigkeit und nährt die Pflanzen. Setzen Sie Tomaten nie neben Fenchel oder Kartoffeln!

Tomaten lassen sich, vorausgesetzt es handelt sich um samenfeste Sorten (keine F1 Hybridsamen) leicht selbst vermehren. Dazu geben Sie die Kerne in ein Küchensieb und waschen das noch vorhandene Fruchtfleisch ab. Die gewaschenen Kerne verteilen Sie auf einem Blatt Küchenrolle. Dieses beschriften Sie vorher mit dem Sortennamen. Lassen Sie das Blatt gut trocknen, bevor Sie es bis zur Aussaat im nächsten Jahr zusammengelegt aufbewahren. Ab März können Sie die Samen auf der Fensterbank vorziehen.

Rundtomaten eignen sich sehr gut für den Frischverzehr. Rispentomaten bleiben auch ausgereift noch lange an der Rispe hängen, ohne abzufallen, daher muss seltener gepflückt werden. Es gibt auch gelbe Sorten!

  

 

Die Wildtomate HumboldtII ist für den ungeschützten Anbau im Freiland geeignet. Der Wuchs ist strauchartig (nicht ausgeizen), darum braucht sie auch genügend Platz und etwas Stütze. Die bis zu 3 cm großen, sehr aromatischen Früchte sind himbeerrot und können von Mitte Juli bis zum Frost geerntet werden. 

 

Nicht ausgeizen müssen Sie z.B. auch die Sorte FuzziWuzzy, die reichlich Früchte trägt und sich auch gut auf einem Balkon im Topf kultivieren lässt.

 

Dass sich aus Tomaten ein ganzes Buffet zaubern lässt, durften wir beim Besuch einer Gartenbäuerin 2018 erfahren!

 

Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Tomaten von Schädlingen und Krankheiten verschont bleiben. Zwei Krankheitsbilder wollen wir Ihnen noch zeigen, und zwar die Gelb- oder Grünkragenkrankheit, die eine Stoffwechselerkrankung und nicht genau geklärt ist. Sie tritt sortenspezifisch auf durch Hitze oder starke Stickstoffgaben oder Kalimangel

  

und die Blütenendfäule, die aufgrund Calciummangel meist durch eine Stickstoffüberdüngung entsteht .

 

Sollte an Ihren Pflanzen die Kraut- oder Braunfäule auftreten, entsorgen Sie die betroffenen Pflanzenteile bitte sofort über die Restmülltonne.

  



Zucchini - Wintergemüse - Gründüngung

 

In den meisten Gemüsegärten gibt es jetzt Zucchini in Hülle und Fülle. 

Zucchinis sind eine Unterart des Gartenkürbisses. Sie gedeihen auf nährstoffreichen Böden, am besten setzt man sie auf einen im Frühjahr umgeschichteten Komposthaufen. Es gibt sie nicht nur in grün, sondern gestreift, gelb, creme-grünlich, länglich, kugelig und zwischenzeitlich auch in weiteren Formen auf dem Markt. 

Optimal schmecken Zucchini jung geerntet mit 10 – 20 cm. Die Früchte finden in der Küche vielseitig Verwendung, da sie roh verzehrt, zu Suppen oder Nudelsaucen verkocht, als Gemüse zubereitet, gefüllt, gebraten oder gegrillt werden können. Selbst leckere Kuchen kann man aus Zucchini backen, sowie auch süß-sauer oder exotisch einlegen. 

In südlichen Ländern bekommt man als Vorspeise oft junge Zucchini dünn gehobelt, auf einem Teller angerichtet und nur mit Zitrone und Olivenöl beträufelt mit einem Baguette als Vorspeise serviert.

 

Stöbern Sie einmal in Rezepten, bestimmt finden Sie gleichfalls etwas Interessantes wie unseren Zucchinikuchen:

200g Zucker, 3 Eier, 1 Vanillinzucker, 1 TL Zimt, 1 Prise Salz, ½ Öl, 500g Zucchini geraspelt, 250 g gemahlene Mandeln, 250 g Mehl, 1 Backpulver, 50 g geraspelte Schokolade, 1 Packung Schokoladenguss

Zucker, Eier und Vanillezucker schaumig rühren. Das Öl und die Gewürze langsam in die Schaummasse geben. Die Zucchini raspeln und die restlichen Zutaten hinzufügen. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.

Bei 180 – 190 ° ca. 35 Min. backen, abkühlen lassen und mit Schokoguss überziehen. 

Schmecken Zucchinis bitter, vor allem am Fruchtansatz, also da wo die Blüte saß, enthalten sie Bitterstoffe, sog. Cucurbitacine, die sehr giftig sind und schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Solche Zucchini sind unbedingt zu entsorgen

 

Beim Anbau sollte deshalb ein Samen aus kontrolliertem Anbau, also gekaufter Samen, verwendet werden.


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Jetzt ist noch Zeit, um Salat und Gemüse für den Winter anzupflanzen.

Besuchen Sie die heimischen Gärtnereien!

Auch Feldsalat kann Ende Juli schon ausgesät werden.

 

 



 

Beete, die bereits abgeerntet sind, sollten nicht leer stehen bleiben. Vielleicht versuchen Sie es einmal mit einer Gründüngung! So können Sie ihren Boden verbessern und  - wenn Sie jetzt säen -, sich über die Blüten dieser Pflanzen noch freuen. Die Gründüngung bleibt über den Winter auf dem Beet stehen und wird im Frühjahr (wenn sie nicht abgefroren sind) gemäht und möglichst in das Beet eingearbeitet. So liefern die Pflanzenteile Humus.

Gute Gründüngungspflanzen sind Tagetes, Ringelblume, gelber Senf, Phacelia, Buchweizen, Inkarnatklee, die gelbe, die weiße und die blaue Lupine, die Sonnenblume und der Ölrettich. Allerdings sollte auf Ölrettich kein Kohl oder andere Kreuzblütler angebaut werden. Die Phacelia hat im Gemüsebeet keine Verwandten und zählt neben Inkarnatklee als gute Bienenweide!

 


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Die Beeren sind reif! 

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Alle Beeren lassen sich zu herrlichen Kuchen und Torten verarbeiten! 

Viele von uns haben schon die Erdbeeren im Garten geerntet, genossen, Marmelade eingekocht oder verschiedene Kuchen kreiert. 

Die Erdbeerpflanzen haben jetzt viele „Kindel“ gebildet, über die die Pflanzen vermehrt werden können. Sie können diese „Kindel“ Ende Juli/Anfang August direkt ins Beet setzen, wenn Sie ihre Pflanzen verjüngen wollen. Sollen Ihre Pflanzen im nächsten Jahr noch im Garten verbleiben, sollten Sie jetzt alle Blätter bis auf das Herz entfernen. Jetzt ist auch die Zeit, die Erdbeeren mit Kompost oder Beerendünger zu versorgen. 

Noch ein Tipp: Wenn Sie bei Nachbarn/Freunden besonders gute Erdbeeren genossen haben, fragen Sie diese nach Kindel. 

Wollen Sie ein neues Erdbeerbeet anlegen und ist dieses noch besetzt, können Sie jetzt schöne, kräftige Kindel abschneiden und diese in kleine Töpfe setzen. Im Herbst können die gut durchwurzelten Pflanzen dann an Ort und Stelle ausgepflanzt werden.

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Himbeeren stecken voller Antioxidantien. 

Voll reif genossen schmecken sie einfach köstlich und lassen sich vielseitig einsetzen. Verarbeiten Sie Himbeeren zu Gelee, Marmelade (auch mit anderen Beeren gemischt) oder frieren Sie diese für den Winter ein. 

Setzen Sie einmal einen Himbeeressig an! 

Hier ein ganz einfaches Rezept: 300 g Himbeeren vorsichtig waschen und in ein gut gesäubertes Glas geben. Mit ½ l weißem Balsamico-Essig übergießen. Das Glas verschließen und an einem warmen Ort 14 Tage stehen lassen. Dann den Essig abgießen, einmal aufkochen, abkühlen lassen und in eine Flasche füllen. Wer mag, gibt die Himbeeren in die Flasche und übergießt diese mit dem Essig.

Die Ruten der einmal tragenden Himbeeren (auch Sommerhimbeeren genannt) werden nach der Ernte am Boden abgeschnitten. Von den neuen Trieben bleiben pro Meter 4 – 6 kräftige Pflanzen stehen. Auch die Himbeeren werden jetzt mit Kompost oder einem Beerendünger versorgt.

 

Von Johannisbeeren gibt es viele Sorten. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Farbe (weiß/rot/schwarz), sondern auch in den Erntezeitpunkten. Johannisbeeren haben den höchsten Zuckergehalt, wenn alle Beeren einer Traube reif sind! Auf der Homepage des Kreisverbandes finden Sie gute Sortenempfehlungen!

Wie alle Beeren lassen sich auch Johannisbeeren gut einfrieren, wenn Sie nicht frisch gegessen oder als Kuchen, Gelee, Marmelade, Chutney, Saft usw. verarbeitet werden.

Als wir aus der Vorstandschaft unser „Beerenwissen“ zusammentrugen, kam ein Rezept zum Vorschein, dass unsere Mütter bereits gerne machten und an uns weitergaben. Wir möchten es Ihnen nicht vorenthalten:

Schüttelbeeren

1 kg Johannisbeeren und ¾ kg Zucker (bei dem einem Rezept, beim anderen ½ kg) vermischen und langsam zum Kochen bringen. 10 Minuten schütteln, nicht rühren! Heiß randvoll in saubere Gläser füllen und sofort verschließen. Kurz auf den Deckel stellen. Die Beeren bleiben ganz und können als Preisselbeerersatz zu Fleisch, für Pfannkuchen, für Nachspeisen, Pudding, Eis oder als Kuchenfüllung verwendet werden. 

Felsenbirnen lassen sich genauso verarbeiten! Übrigens: Felsenbirnen gelten als schwach giftig. Die Kerne der Felsenbirnen enthalten – wie Apfelkerne – cyanogene Glycoside,  aus denen bei der enzymischen Spaltung Blausäure entsteht. Dafür müsste man die Kerne aber erst aufbeißen! 

Um Johannisbeeren über Jahre vital zu halten werden diese nach der Ernte geschnitten. Johannisbeeren tragen die meisten Früchte an den zwei- und dreijährigen Trieben.  Ideal aufgebaut ist eine Staude, wenn Sie nach dem Schnitt aus jeweils 4 einjährigen, 4 zweijährigen und 4 dreijährigen Trieben besteht. Vierjährige Triebe und alle (bis auf 4 kräftige einjährige Triebe) werden deshalb beim Schnitt vollständig entfernt. 

Die Jostabeere ist hauptsächlich eine Kreuzung aus der schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere und gedeiht in unserer Gegend gut.

Die Stachelbeere, früher oft als Klosterbeere bezeichnet, liefert viel Kalium. Stachelbeeren können durch Absenker vermehrt werden. Baumschulen bieten veredelte Gartenformen als Halb- oder Hochstämmchen an, was die Ernte erleichtert. Stachelbeeren werden im Frühjahr geschnitten. Dabei wird ausgelichtet und die Triebe werden eingekürzt. Verwendet werden die Beeren meist als Kompott, Kuchenbelag und Marmelade.

Stachellose Brombeeren machen die Ernte und Pflege einfach. Die Blüten der Brombeere werden gerne von Bienen aufgesucht! 

Brombeerblätter finden sich getrocknet in vielen Teesorten! Für einen Likör nehmen Sie 200 g voll reife Brombeeren, geben diese mit 150 g Kandiszucker und einer Zimtstange in ein weites Glas, übergießen das Ganze mit einer Flasche Korn (0,7 l), verschließen das Glas und lassen dieses an einem kühlen Ort stehen. Ab und zu durchschütteln. Nach 6 bis 8 Wochen abseihen oder filtern. 

Abgetragene Ruten werden nach dem Tragen oder im Frühjahr abgeschnitten.

Im Juli reifen die Heidelbeeren. Sie gehören zu den Heidekrautgewächsen und wachsen gut in moorigen Gebieten. Die Kulturheidelbeeren sind Kreuzungen und werden in vielen Sorten angeboten. Sie benötigen einen sauren Boden, also einen Boden mit niedrigem Ph-Wert. Sie zählen zu den Flachwurzlern und benötigen eine hohe Bodenfeuchte. 

Unser Tipp: Auf Plantagen in der näheren Umgebung können je nach Jahreszeit Erdbeeren, Heidelbeeren, Apfelbeeren und Cranberries geerntet und erworben werden.

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Ein Rezept für ein beeriges Wasser - vitaminreich, biologisch, lecker!

Für etwa 500ml Wasser eine gute Hand voll Beeren, einen großer Zweig Minze (oder Zitronenverbene, Thymian, ... je nach Gusto) und ein paar Scheiben ungespritzte Zitrone waschen und in ein Glas geben, mit Wasser auffüllen, dicht verschließen und mindestens drei Stunden oder noch besser über Nacht (höchstens 24 Stunden) im Kühlschrank durchziehen lassen. Schmeckt bei warmen Wetter und nach dem Sport am besten direkt aus dem Kühlschrank. Die Früchte können anschließend noch im Müsli verwertet, oder einfach gleich mitgegessen werden.


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Kräuter 

Als Kräuter werden krautige Pflanzen bezeichnet. Viele Kräuter werden als Küchen- und Heilkräuter verwendet. Kräuter haben  - je nachdem was man sammeln und verwenden will  (Wurzel, Blatt, Blüte) – unterschiedliche Sammelzeiten

Viele Kräuter stehen kurz vor der Blüte. Bei einigen Pflanzen (z.B. Rosmarin, Thymian, Estragon, Zitronenmelisse, Pfefferminze aber auch vielen anderen Kräutern) ist dies der beste Erntezeitpunkt. Von anderen Kräutern können jetzt die Blüten (z.B. Lavendel, Ringelblume, Malve, aber auch die Lindenblüten) getrocknet werden.

Sammeln Sie nie Kräuter die Sie nicht sicher kennen!

Blättern Sie einmal in einem Kräuterbuch. Sie werden erstaunt sein, wie viele Kräuter es gibt und wie diese verwendet werden können! Die Bücherei hat eine gute Auswahl an Büchern! 

Ernten Sie Kräuter, die sie trocknen wollen, vormittags, wenn die Pflanze trocken ist, binden Sie einen Strauß und lassen diesen luftig aufgehängt an einem geschützten Ort trocknen bis die Blätter rascheln. Blüten lassen sich gut auf Tücher trocknen. Junge Blätter von Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren können ebenfalls getrocknet und in Kräutertees verwendet werden. Die getrockneten Blätter bewahren Sie bis zur Verwendung dunkel auf. Mischen Sie sich im Winter je nach Lust und Laune – oder Krankheitsbild – Ihren eigenen Kräutertee! 

Mit frischen Zweigen können würzige Kräuteressige und Öle hergestellt werden.

Aus den Blüten des Johanniskrauts kann ein Rotöl hergestellt werden, das z.B. bei Verbrennungen eingesetzt werden kann.

Viele von Ihnen kennen sicher die Ringelblumensalbe!

Ein Tee aus Salbei hilft bei Halsschmerzen. Hierfür 1 – 3 frische Salbeiblätter mit 1 l kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Abgekühlt mit dem Tee mehrmals täglich gurgeln. Für Kinder: Einen zuckerhaltigen Kaugummi (zuckerfreie Kaugummis zerbröseln) durch die Nudelmaschine drehen (geht vermutlich auch mit einem Nudelholz), ein kleines Blatt Salbei drauflegen, einschlagen und nochmals durchdrehen. Bei Halsschmerzen kauen! 

 

Die allen bekannte Brennnessel zählt als Heil- und Gemüsepflanze. Sie kann für Suppen, Spinat, Aufläufe aber auch Tee verwendet werden. Geerntet werden hierfür die Blätter und Samen. Sie ist sehr blutreinigend, lindert rheumatische Beschwerden, wird bei Gicht, Nieren- und Blasenleiden wegen ihrer reinigenden Wirkung eingesetzt und bei Magen-Darm-Leiden. Brennnesseln enthalten sehr viel Vitamin C, Gerbstoffe, Flavonoide und in den Brennhaaren Ameisensäure. 

Hier ein Rezept für eine Brennnesselsuppe:

1 Zwiebel, 2 Gelbe Rüben und 2 Kartoffeln kleinwürfelig schneiden und andünsten. Mit 1 l Gemüsebrühe auffüllen und fast weichkochen. 5 Minuten vor Ende der Garzeit Brennnesselblätter dazugeben (entweder ganz junge Pflanzen oder nur die oberen Blätter). Nach 5 Minuten alles mit dem Mixer pürieren, mit ¼ l Milch und 1/8 l Sahne verfeinern. Mit Salz und evtl. Gemüsebrühe abschmecken. Servieren sie die Suppe mit einem Klecks Sahne und gerösteten Kürbis- oder Sonnenblumenkernen!

 

Aus Brennnesseln und Giersch lässt sich eine Quiche zubereiten:

Für 1 Blech: 6 EL Öl, 6 EL Milch und 2 Eier verquirlen, 200 g Quark und eine Prise Salz unterrühren. 500 g Mehl vermischt mit 1 P. Backpulver unterkneten. Diesen Teig auf einem tiefem, gefettetem Blech ausrollen und einen Rand hochziehen. 

Für den Belag 200 g Zwiebeln in Olivenöl andünsten, 1 – 2 Knoblauchzehen zugeben, 200 g Brennnesseln und Giersch in Streifen schneiden und solange mitdünsten, bis das Gemüse zusammenfällt. Gemüse etwas abkühlen lassen und dann auf dem Teig verteilen.  3 Eier mit 200 ml Sahne und 200 ml saurere Sahne verquirlen, mit Salz, Zitronensaft und Muskat abschmecken und über das Gemüse gießen. Mit Käse bestreuen und im Backofen bei 220 Grad etwa 20 Minuten backen.

Guten Appetit! 

Die Brennnessel kann aber auch im Garten verwendet werden!

Eine Brennnesseljauche gilt als pflanzenstärkend und ist ein gutes Mittel gegen Blattläuse. Hierfür setzt man ca. 1 kg Kraut mit 10 l Wasser an und lässt diesen Ansatz 3 Tage stehen. Wenn die Jauche vergoren ist, wird diese abgeseiht. Diese kann nun 10fach verdünnt zum Gießen oder Spritzen verwendet werden.

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Allen Basilikumliebhabern wollen wir einmal das Strauchbasilikum empfehlen. Es ist sehr robust, hat eine schöne Blüte und ist ein wahrer Bienenmagnet. Verwenden kann man die Blätter genauso wie vom “normalen“ Basilikum, sie sind allerdings etwas fester. Leider ist das Strauchbasilikum nicht winterhart.

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Gestalten Sie doch einmal einen Strauß aus Kräutern oder binden einen Kranz oder – wie hier – ein Herz, das aus einem Drahtherz und verschiedenen Kräutern, wie Salbei, Frauenmantel, Schafgarbe und Oregano schnell gebunden ist.

 


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Rosenzeit! 

Wir bedanken uns bei allen ganz herzlich, die uns ihre Rosenbilder zugesandt haben! Wir haben aus den eingesandten Bildern gewählt

 


 

Nun blüht sie in voller Pracht – von vielen als die Königin unter den Blumen bezeichnet – die Rose. Unser erster Gedanke war, mit Ihnen einen Spaziergang durchs Dorf zu machen und Ihnen die schönsten Rosen zu zeigen. Dies gaben wir schnell wieder auf, denn in Kirchanschöring gibt es unzählige, wunderschön blühende, gefüllte und ungefüllte und somit bienenfreundliche Exemplare. 

Hierzu zwei Beispiele:

Rosen mögen einen lockeren, lehmig-sandigen und nährstoffreichen Boden. Da sie Tiefwurzler sind, müssen sie nicht viel gegossen werden. Sie holen sich das Wasser aus tieferen Schichten. Reicht ihnen dieses Wasser nicht, zeigen sie es, wenn sie gegossen werden wollen. Aber bitte nicht über die Blätter. Außerdem stehen Rosen gerne an einem gut durchlüfteten Platz an der Sonne!

Wer eine ADR Rose, also eine Rose auswählt, die die Allgemeine Deutsche Neuheitenprüfung bestanden hat, pflanzt eine Sorte, die sich gegen alle möglichen Schädlinge und Krankheiten als robust erwiesen hat. Das ADR Siegel wird nur an Rosen verliehen, die sich drei Jahre ohne Pflanzenschutzmittel bewährt haben.

Im Fachhandel gibt es unzähltige Spezialdünger. Sie können Rosen aber auch Anfang März mit etwas Kali-Magnesia für Widerstandskraft und zum Ausreifen der Triebe und zur Blüte nochmals mit einigen Körnern Kali-Magnesia versorgen. Denken Sie daran, alles was die Pflanze nicht aufnehmen kann, landet im Grundwasser und „schmälert außerdem unnütz ihren Geldbeutel“. Im Herbst werden Rosen mit Kompost angehäufelt, als Schutz und Dünger fürs Neue Jahr.

 

Und jetzt stellen wir Ihnen unsere Lieblingsrosen vor:

Aicher Johanna: 

Meine Lieblingsrose ist die Kletterrose Bobby James. Sie ist absolut pflegeleicht, nur gedüngt will sie werden. Ansonsten darf sie wachsen wie sie will. Diese Rose ist zugleich mein Insektenhotel.


 

Babinger Manuela:

Zu meinen Lieblingsrosen zählt auf jeden Fall die Edelrose Nostalgie von Tantau. Sie hat, wie ich finde ein sehr schönes Farbspiel von rot bis cremeweiss. Bei mir wird sie ca. 1m hoch und ca.50-70cm breit, ist gesund und hat einen leichten Duft.

So schön die gefüllten Rosen auch sind, würde ich euch, den Bienen zuliebe, bitten, auch ungefüllte Sorten in den Garten zu pflanzen. Auch hier gibt es sehr schöne Exemplare.

 

Gaugler Regina:

Meine Lieblingsrose ist die orange blühende Strauchrose Westerland. Sie ist sehr winterhart und hat von Juni bis Oktober halbgefüllte, duftende Blüten. Ich schneide sie jedes Jahr kräftig zurück. Das belohnt sie mit einem schönen Strauch!

 

Haunerdinger Elisabeth:

Ich freue mich jedes Jahr über die wunderschöne Blüte der Rosensorte Leonardo da Vinci, die das Abschiedsgeschenk des Gartenbauvereins an mich als Vorsitzende war. Sie duftet leicht und ist sehr robust. Gedüngt wird sie von mir mit Rasenschnitt. 

 

Mangelberger Rosmarie:

Eine meiner Lieblingsrosen ist die öfter blühende Kletterrose Bajazzo. Die Blüten sind halb gefüllt und wie man auf dem Bild sieht, ein Bienenmagnet. Wenn man sie lässt, setzt sie reichlich Hagebutten an.

 

Rackerseder Irmi:

Meine Mini-Eden hinter dem Brunnen ist eine meiner Lieblingsrosen.

 

Staudinger Thomas: 

Eine meiner Lieblingsrosen ist die Bibernell-Rose (Rosa pimpinellifolia). Sie ist eine kompakte Wildrose, wird ca. 150 cm hoch und macht nur wenige Ausläufer. Ihre Blüten sind cremeweiß, ungefüllt und haben einen starken Duft. Außerdem blüht sie etwa 2 Wochen vor allen anderen Wildrosen. Eine wahre Freude für die Bienen. Das Laub erinnert an die Bibernelle, daher auch ihr Name. Und noch eine kleine Besonderheit: Ihre Hagebutten sind vollkommen schwarz und halten sehr lange. Sie können als Akzent in herbstlichen Blumensträußen verwendet werden.

 

Stöwe Katharina:

Die rosa Strauchrose Elmshorn ist der Favorit unter meinen Rosen. Sie wächst kräftig und braucht manchmal einen starken Rückschnitt, damit sie nicht alles überwuchert (heuer habe ich sie kräftig geschnitten), dafür blüht sie aber von Mai bis spät in den November und duftet leicht nach frischen Äpfeln. Die starken Stiele mit den vielen Blüten halten sich sehr gut in der Vase.

 

Straßer Dagmar:

Drei unbekannte Schönheiten:

 

Straßer Martha:

Die Rose Russelliana, eine alte Sorte von 1837, mit ihren purpurfarbigen Blüten und mittelgroßen Rosetten zählt zu meinen Lieblingsrosen. Leider ist sie nur einmalblühend, hat dafür aber einen intensiven Duft und einen sehr reichen Hagebuttenbestand. Sie gedeiht auch auf mageren Böden, ist sehr winterhart und gut geeignet, Bäume zu beranken. 

 


 

Regina Gaugler hat - angeregt durch einen Beitrag im ARD-Büffet - eine Tisch Deko mit Rosen und Labkraut gestaltet!

 


Und hier noch ein paar Fotos vom Besuch des Rosengartens in Trostberg am 07.06.2019 zum Blättern:

 


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Hollunder 

Der Holunder ist reif – zugegeben, wir sind etwas spät dran, aber an nord-/westlichen Seiten blüht er noch. Meist sieht man den schwarzen Holunder (Sambucus nigra), der zu den Geißblattgewächsen gehört, denkbar anspruchslos ist, aber besonders gut in stickstoffreichen, feuchten, durchlässigen Böden gedeiht. Er mag sonnige, aber auch halbschattige Standorte. 

 


Pfarrer Kneipp sagte: „Vor dem Holunderstrauch musst du den Hut abnehmen, weil er so hilfreich ist.“ 

Karin Greiner beschreibt in ihrem Buch „Bäume in Küche und Heilkunde“ die Nutzung in der Heilkunde mit

- Blüten für Tee, Sirup, Öl, Salbe, Creme sowie für Hydrolate gegen Infekte der oberen Luftwege, fiebrige Erkältung, zur Immunstärkung, Blutreinigung, als Schwitztee, auch bei Heuschnupfen, zur Hautpflege, bei Kopfschmerzen

- Früchte entsaftet, gekocht und getrocknet zur allgemeinen Stärkung, zur Unterstützung des Immunsystems, bei grippalen Infekten, Grippe, Blasen- und Nierenbeschwerden, Durchfall, Rheuma, Ischias, Nervenschmerzen

- Rinde und Wurzel für Tee bei Muskel- und Gelenkrheumatismus, Ödemen, Verstopfung, Blasenleiden

Aber Vorsicht: Sie weist darauf hin, dass in allen grünen Teilen, unreifen Beeren als auch in den Samen reifer Früchte, der Rinde sowie in den Wurzeln Stoffe enthalten sind, die leicht giftig wirken und heftige Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall hervorrufen können. Nachdem vor allem Blätter, Rinde und Wurzel bei der Dosierung sehr schwierig einschätzbar sind, rät sie von einer Eigenbehandlung mit diesen Teilen unbedingt ab!

 


Seit einigen Jahren sieht man in manchen Gärten einen rosa blühenden Holunder. Im Handel gibt es die Sorten Black Lace und Black Beauty. Aus den Blüten lässt sich rosa Sirup herstellen. 

 


In der Küche werden die Blüten zu Sirup, Gelee oder Holunderblütenküchlein verarbeitet. Die Blüten lassen sich gut trocknen und so als Tee verwenden. Die Beeren ergeben einen köstlichen Saft, Gelee oder Hollerkoch, können aber auch bei niedriger Temperatur z.B. in einem Dörrautomat getrocknet werden. 

 

Durch das Modegetränk Hugo wurde der Holunderblütensirup „weltberühmt“.

Hier ein Rezept von Martha Straßer:

50 Holunderblüten vom Stängel streifen, 2 unbehandelte Zitronen oder Limetten in Scheiben schneiden, von 4 Zweigen Zitronenmelisse die Blätter abstreifen, 5 cm Ingwerwurzel in feine Scheiben schneiden und alles in einen großen Topf geben.

3 l Wasser mit 2 kg Zucker aufkochen, bis der Zucker gelöst ist. 1 Tasse davon mit 60 g Zitronensäure verrühren und wieder zurückgeben. Das Ganze dann über die Blüten gießen. 5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Durch ein Tuch filtern,  kurz erhitzen und in saubere Flaschen abfüllen.

Für einen Hugo ein Rotweinglas mit Minze ausreiben, Eiswürfel ins Glas geben, je zur Hälfte mit Mineralwasser und Prosecco auffüllen, darüber ein Stamperl Holunderblütensirup gießen! 


 

Und hier noch ein Rezept für Hollerküchlein 

Die einfache Variante: Machen Sie einen etwas dickeren Pfannkuchenteig, ziehen Sie die gereinigten Holunderblüten durch den Teig und backen diese in schwimmendem Fett aus. 

Die feinere Variante: Die Eier trennen und aus dem Eiklar einen Schnee schlagen und den Teig mit einer Vanilleschote verfeinern.

Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 

Wenn Sie jetzt noch ein Glas Hollerkoch haben, sind Sie allemal auf der Gewinnerseite!


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Ein Basteltipp (nicht nur für Kinder):

Insekten-Nisthilfe

Vorzugsweise im Herbst, werden Stängel vom Holunder geschnitten und vom Laub befreit. Jetzt kann man sie auch gleich noch mit der Gartenschere auf die richtige Länge schneiden. Anschließend ca. 2-3 Monate trocknen lassen, da das Mark sonst noch zu weich zum Ausbohren wäre und sich an unsauberen Löchern die Insekten verletzen könnten. Wenn das Mark trocken ist, mit einem geeigneten Bohrer (richtet sich nach dem Stängeldurchmesser) das Mark entfernen. Eine saubere Dose (gerne auch bunt bemalt) stramm mit den Stängeln befüllen, damit die Vögel sie nicht herausziehen können. Im zeitigen Frühjahr mit der Öffnung nach Südosten, etwas geschützt und nicht frei hängend, aufhängen.

 

Das Bild stammt vom Ferienprogramm 2018