Pfingstrosen    

Wer freut sich nicht über die ersten Blüten unserer Bauernpfingstrosen? 

Pfingstrosen (Paeonia) sind Hahnenfußgewächse und gehören zu den ältesten Gartenblumen. Unsere Bauernpfingstrose (Paeonia officinalis) mit ihren dicken, roten Blütenbällen ist seit Jahrhunderten in europäischen Gärten heimisch. Von der echten Pfingstrose (P. officinalis) gibt es einige Unterarten. 

Im Jahr 2013 besuchten wir den österreichischen Pfingstrosengarten Miely, wo uns der Züchter durch seinen Pfingstrosengarten führte.

 

Die Edel-Pfingstrose (Paeonia lactiflora) ist in Zentral- und Ostasien beheimatet. 

Auf dem Markt gibt es zwischenzeitlich unzählige Kreuzungen der Wild- und Lactiflorasorten, die in den Farben Weiß, Rosa, Rot und sogar Gelb blühen und sich hervorragend als Schnittblumen eignen. Pfingstrosen blühen gefüllt, halb-gefüllt und mit einfachen Schalenblüten. Neben den Staudenpfingstrosen gibt es auch Strauchpfingstrosen. 

 

 

Gemein haben alle Pfingstrosen, dass sie einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem, lockerem Humus lieben. Zu einem gesunden Wachstum gehören reichlich Kompost und eine gute Versorgung mit Hornspänen oder verrottetem Mist. 

 

Pfingstrosen dürfen auf keinen Fall zu tief gesetzt werden, denn dann blühen sie nicht! Außerdem brauchen sie eine Anlaufzeit von 2 – 3 Jahren bis sie richtig blühen. Dafür blühen sie dann aber von Jahr zu Jahr üppiger. Pfingstrosen sollten deshalb immer an einen Platz gesetzt werden, wo sie jahrzehntelang bleiben können. Ist dennoch ein Umzug nötig, ist die Zeit nach der Blüte dafür am günstigsten.  


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Nützlinge im Garten    

In der Natur hat jedes Lebewesen seine Aufgabe und Berechtigung. Unsere Gärten sind künstlich kultivierte Landschaften. Mit „naturnahem gärtnern“ können wir die Gesetze der natürlichen Lebensgemeinschaften achten und leichter die Gleichgewichte der natürlichen Kräfte erhalten. In unseren Gärten werden sich immer gewisse „Schädlinge“ zeigen. Bevor einzelne Schädlinge „überhand nehmen“ und wir diese bekämpfen, sollten wir überlegen, was wir falsch gemacht haben könnten, denn eine Überzahl an „Schädlingen“ deutet auf ein Ungleichgewicht in der Natur hin. In der Regel fehlt es den natürlichen Feinden der „Schädlinge“ an Lebensraum! 

Schädlinge sind Schwächeparasiten. Sie breiten sich immer zuerst auf Pflanzen mit Wachstumsstörungen aus. Deshalb ist es wichtig, Pflanzen anzubauen, die für unser Klima und unsere Bodenverhältnisse geeignet sind.

In unseren Böden leben Millionen von Mikroorganismen. Ein wichtiger Arbeiter ist der Regenwurm. Er sorgt für eine gute Durchlüftung unserer Böden, lockert diese und produziert mit seinem nährstoffreichen Kot den besten Dünger für den Garten. Pudelwohl fühlt er sich in Beeten, die mit etwas Mulch, der ihm als Nahrung dient, abgedeckt und nicht offen sind. 

Der Maulwurf, gesetzlich geschützt, ärgert uns zwar in unseren Gärten mit seinem überschüssigen Baumaterial, dass er als Hügel aufwirft, deutet aber mit seiner Anwesenheit darauf hin, dass in unserem Boden zahlreiche Kleinlebewesen wohnen. Der Maulwurf bevorzugt nur tierische Nahrung wie Regenwürmer, Raupen, Schnecken und Engerlinge und ist somit ein ausgesprochener Nützling! 

Bieten wir unsern Gartenvögeln Nistplätze und im Winter Nahrung an, werden sie unzählige Läuse, Insekten und Schnecken vertilgen.

Nicht alle Schnecken richten Schaden an. So ernährt sich z.B. der Tigerschnegel ausschließlich von totem Pflanzenmaterial und anderen Nacktschnecken. Leider kommt er meist nur dort vor, wo gerade eine Schneckenplage herrscht.

Ohrwürmer können wir mit Nisthilfen aus umgedrehten Tontöpfen, die mit Stroh, Heu oder Holzwolle befüllt werden und nahe am Baumstamm aufgehängt werden, fördern. Sie danken es uns mit der Vertilgung von Blattläusen, Spinnmilben und kleinen Raupen. 

Marienkäfer lieben Hohlräume, in der kalten Jahreszeit bevorzugen sie Laubhaufen in naturnahen, nicht akkurat aufgeräumten Gärten. Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen in Massen und Spinnmilben.

Bieten wir dem Igel einen Unterschlupf, dankt er es uns, indem er sich von Insekten und Schnecken in unserem Garten ernährt.

Ein Wiesel frisst Feld- und Wühlmäuse. Es lebt unter anderem in Steinhaufen und in Baumlöchern.

Laufkäfer und ihre Larven fühlen sich in naturnahen Gärten wohl. Dort finden sie in Gras-, Laub- und Totholzhaufen, Steinhaufen und Trockensteinmauern feuchte, dunkle Unterschlupfmöglichkeiten. Die Käfer, aber auch die Larven ernähren sich von Schnecken, Schneckeneiern, Drahtwürmern, Asseln, Würmern, Raupen, Blattläusen, aber auch Eiern, Puppen und Larven anderer Insekten.

 

Raubwanzen ernähren sich von Spinnmilben, Thripsen, weißen Fliegen, Blattläusen und kleinen Spinnen. Die auf dem Foto abgebildete Feuerwanze ernährt sich auch von Insekten- und Schneckeneiern. 

Florfliegenlarven lieben Blattläuse, Raupen und Milben. Ausgewachsene Florfliegen ernähren sich dann von Pollen und Nektar spätsommerlich blühender Stauden. Ihre Eier legen sie in der Nähe von Blattlauskolonien ab, damit die Larven genug Nahrung finden.

Ohne Nützlinge keine Bestäubung!

Schmetterlinge sind wichtige Bestäuber für Pflanzen, an die andere Insekten nicht hinkommen. 

Ebenfalls wichtige Bestäuber sind Hummeln. Sie benötigen Nistplätze in Totholzhaufen, Steinspalten, Mauslöchern. Mangelt es an natürlichen Nistplätzen, nisten sie sich leider manchmal auch in Hausisolierungen ein.

Neben Bienen, Hummeln und Schmetterlingen zählen auch Schwebfliegen zu den Bestäubern. Als Nahrungsquelle benötigen sie nektar- und pollenreiche Stauden. Die Larven der Schwebfliegen dagegen bevorzugen Blattläuse. 

Bieten Sie Wildbienen einen Lebensraum oder ein Insektenhotel an. Sie werden es Ihnen mit der Bestäubung Ihrer Pflanzen danken.

In die Bohrlöcher an der Unterseite dieses Gartentisches bauen Wildbienenweibchen seit Jahren ihre Nester. 



Wildbienen im Garten   

Wer mit offenen Augen durch die Landschaft geht, sieht, dass unsere Obstbäume heuer geradezu explodieren! Einer guten Ernte sollte also, vorausgesetzt es kommen keine späten Nachtfröste oder Hagel, nichts im Wege stehen. 

Der Tisch ist reich gedeckt für unsere Bestäuber,  die Hummeln und Bienen. Nur leider sind den Honigbienen unsere Temperaturen um diese Jahreszeit oft noch viel zu kalt, um auszufliegen. Hier leisten Wildbienen einen erheblichen Beitrag in der Bestäubung. 

Lukas Babinger vom Imkerverein Kirchanschöring hat uns einen Gastbeitrag zum Thema Wildbienen geschrieben. 

"Wildbienen im heimischen Garten"

Hausgärten haben sich über die Zeit stark verändert. Während früher naturnahe Gärten mit viel Wildlebensraum und vielen unterschiedlichen Pflanzen keine Seltenheit waren, findet man heute viele sehr aufgeräumte Gärten, eingelassen in ökologisch nahezu wertlose Thuja-Hecken und zum Teil aufgefüllt mit Steinbeeten. Diese Entwicklung macht es den Wildbienen immer schwerer, geeigneten Lebensraum zu finden. 

Warum sollten mich Wildbienen interessieren? 

Für ein funktionierendes Ökosystem - somit auch für das Überleben des Menschen - spielt jedes Lebewesen eine wichtige Rolle. Die vermeintlich kleinen und unauffälligen Insekten stehen in der Nahrungskette sehr weit unten. Gibt es sie nicht mehr, wird es auch für alle folgenden Lebewesen schwer. 

Doch im Garten-, Obst- und Gemüsebau spielen Wildbienen eine noch viel größere und direktere Rolle. Sie sind dafür verantwortlich die Blüten zu bestäuben und so überhaupt erst einen Ertrag zu ermöglichen. Durch ihren größtenteils sehr kleinen Aktionsradius können sie ganz gezielt gefördert werden und nutzen so direkt vor Ort. Zudem sind sie meist bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen (ab 3-4 Grad) aktiv als Honigbienen (ab 10-12 Grad) und können auch an kälteren Frühlingstagen ausfliegen.

Genau wie die Honigbienen sind auch Wildbienen äußerst friedvolle Gartenbewohner. Sie alle stechen nur, wenn sie massiv bedrängt werden. Bei den meisten Wildbienen kommt noch hinzu, dass ihr Stachel nicht kräftig genug ist, menschliche Haut zu durchdringen. Man muss also keine Angst haben und kann sie gespannt bei ihrer Arbeit beobachten.

Wie kann ich Wildbienen unterstützen?

Nistplätze schaffen

Durch die steigende mediale Thematisierung der Wildbienen und Insekten im Allgemeinen, ergibt sich auch ein breites kommerzielles Angebot in diesem Bereich. Ob im Supermarkt oder Internet, Insekten- und Wildbienen-Nisthilfen findet man überall in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen. Darunter gibt es auch durchaus brauchbare und sinnvolle Angebote. Meist sind diese jedoch auf wenige Arten spezialisiert und teurer als der zu empfehlende Eigenbau. 

Neben einer klassischen Nisthilfe kann man natürlich auch im Garten verteilt naturnahe und "wilde" Flächen schaffen, um so natürlichen Lebensraum bereitzustellen. In jedem Garten gibt es mal ein Eck, das man entsprechend gestalten kann. Dabei ist auch eine kleine Fläche schon wertvoll.

Egal für welche Form man sich entscheidet, folgende Elemente sind für Wildbienen wichtig.

Hohlräume (1)

Die bekannteste und verbreitetste Art der Unterkunft sind einfache Hohlräume. Diese entstehen meist durch unterschiedlich große Bohrungen (Durchmesser: ca. 3mm – 10mm; Tiefe: < 10cm) in trockenes Holz. Dabei ist zu empfehlen quer zur Holzfaser zu bohren um Risse zu vermeiden und das Verletzungsrisiko für die Bienen zu minimieren. Daneben sind auch die hohlen Stängel von Bambus, Schilf oder ähnlichem geeignet. 

Über das Jahr hinweg finden hier unterschiedliche Wildbienenarten ihren Nistplatz. Von Mauerbienen, die bereits im Frühjahr die größeren Hohlräume besiedeln, über Scherenbienen, die im Sommer die kleineren Hohlräume für sich entdecken, bis hin zu Maskenbienen, welche bis in den Herbst hinein nach Hohlräumen suchen, wird diese Art der Unterkunft gerne angenommen.

Morsch- und Totholz (2)

Einige Arten bevorzugen es, sich ihre Gänge selbst anzulegen. Hierfür eignet sich vor allem morsches und totes Holz. Dieses einfach mal im Garten liegen lassen oder in die Nisthilfe einarbeiten. Dabei gilt es darauf zu achten, einen sonnigen Standort zu wählen und kein feuchtes oder modriges Holz zu verwenden.

Von der größten in Deutschland vorkommenden Wildbiene, der Holzbiene, bis hin zu deutlich kleineren Arten, wie der Pelzbiene, finden auch hier unterschiedlichste Wildbienen ihren dringend gesuchten Nistplatz.

Markstängel (3)

Auch Markstängel werden gerne ausgehöhlt und dienen so über die Jahre hinweg unterschiedlichen Arten als Nistplatz. Am besten ca. 50-80cm lange Stängel senkrecht und einzeln an einem sonnigen Standort aufstellen.

Höhlt in einem Jahr eine Maskenbiene den Stängel aus, so kann im folgenden Jahr z.B. eine Blattschneiderbiene einziehen. 

Steilwand (Lehm / Sand) (4)

Für alle in Steilwänden nistenden Arten empfiehlt sich ein Lehm- und/oder Sand-Fach. Dieses sollte nicht zu fest (zu lehmhaltig) sein, jedoch fest genug um eine aufrechte Steilwand zu bilden. Die Bienen graben hier ihre Nistgänge selbst, welche im Nachgang neu besiedelt werden können. Es müssen keine Löcher oder Gänge vorgefertigt werden.

Hier findet man z.B. Pelzbienen im Frühjahr oder Seidenbienen im Sommer und Herbst, welche ihre Gänge selbst graben. Aber auch Arten wie Mauerbienen, welche bestehende Gänge ausputzen und erneut verwenden.

Offener (sandiger) Boden (5)

Wie der Name bereits vermuten lässt, nisten Erd- und Sandbienen überwiegend im Boden. Dafür benötigen sie meist offen und zum Teil sandigen Untergrund. Wer also eine Nisthilfe in den Garten stellt, wählt hierfür passender Weise ein Plätzchen mit offenem Boden.

Futterversorgung

Während jeder über Nisthilfen spricht, wird oft vergessen, dass die beste Nisthilfe wertlos ist, wenn Wildbienen keine geeigneten Futterquellen in der nahen Umgebung finden. Dabei spielt nicht nur der teils geringe Aktionsradius von Wildbienen eine Rolle. Denn je weiter das Weibchen fliegen muss um Futter zu finden, umso mehr Energie ist für den Flug notwendig. 

Viele Wildbienenarten sind zudem auf wenige oder zum Teil nur eine Pflanze spezialisiert und somit darauf angewiesen, diese auch zu finden. 

Hier kann man mit heimischen Stauden und Sträuchern aber auch mit einer regionalen Wildblumenwiese unterstützen. Regionale und einheimische Pflanzen sind hier wichtig, da sie im Einklang mit den hier lebenden Wildbienen stehen und so auch für spezialisierte Arten Nahrung und Baumaterial zur Verfügung stellen.

Drei Wildbienenarten:

 

Danke Lukas!

Besuchen Sie doch die Bienenlehrpfade im Gemeindegebiet.

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Insektenfreundlich gärtnern fängt mit ein paar einfachen Regeln an: 

• gefüllte Blüten vermeiden 

• heimische Wildpflanzen bevorzugen 

• Vielfalt - je mehr unterschiedliche Pflanzen desto besser 

• gerne auch mal "unaufgeräumte" Ecken schaffen 

• den Garten erst im Frühjahr fit machen, Insekten überwintern gerne in alten Stängeln.

 

Eine kleine Auswahl an insektenfreundlichen Pflanzen: 

Frühling: 

Hier vor allem Zwiebelblüher (bereits im Herbst pflanzen) wie z.B. Schneeglöckchen, Krokus, Winterlinge, Wildtulpen und Traubenhyazinthen 

anschließend blühen: 

Schlüsselblumen, Lungenkraut, Bergenien, Storchschnabel, Vergissmeinnicht, Akelei und Kugellauch 

Sommer: 

Schafgarbe, Eisenhut, Glockenblume, Flockenblume, Sonnenbraut, Rittersporn, Sonnenhut, Löwenmäulchen, Malve, Lupinen, Phlox, ungefüllte Rosen, gerne auch als Gründüngung die als Bienenfreund bekannte Phacelia einsäen. 

Herbst:

Bartblume, Fette Henne, Herbstanemonen, Herbstastern, Mädchenauge, ungefüllte Dahlien und Korkadenblume

Dies ist nur eine kleine Auswahl, alle Blumen aufzuzählen wäre fast unmöglich. 

Auch Kräuter sind eine tolle Nahrungsquelle, wie z. B.: Borretsch, Koriander, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei, Katzenminze, Thymian und Schnittlauchblüten. 

Will man den Insekten Gutes tun, empfiehlt es sich, immer nur einen Teil zu ernten und den Rest blühen zu lassen. 

Empfehlenswerte insekten- und vogelfreundliche Sträucher

Beerensträucher, wie Himbeeren, Stachel- oder Brombeeren, Kornelkirsche, Weißdorn, Wildrosen, Schlehen und Holunder

Beliebte Pflanzen wie Forsythien, Flieder, Bauernhortensien, Thuja oder auch Kirschlorbeer sind für die heimische Tierwelt nutzlos. Ebenso Formschnitthecken, da sie nicht zur Blüte kommen.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V. zu finden.

 

 



Erdbeeren  

Erdbeeren unterscheiden wir in Gartenerdbeere, Walderdbeere und Monatserdbeere.

Die Gartenerdbeere entstand aus einer zufälligen Kreuzung zweier amerikanischer Erdbeersorten, der Scharlach-Erdbeere und der Chile-Erdbeere. Sie wird über Kindel vermehrt, die im Herbst in Erde gesetzt werden. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass alle Erdbeerpflanzen weder zu tief, noch zu hoch in Erde gesetzt werden. Im Jahr darauf kann man erste Früchte ernten. 

Erdbeeren benötigen einen sonnigen, humusreichen, feuchten, lockeren Platz und etwas Waldatmosphäre. Diese schafft man, indem man das Beet mit halbverrottetem Laub oder holzigen Abfällen mulcht. Reifen die Früchte, die sehr empfindlich gegen Pilzkrankheiten sind, deckt man mit Stroh oder Holzwolle ab.

Bei einer Mischkultur haben sich als gute Nachbarn Borretsch, Buschbohnen, Lauch, Salat, Spinat und Zwiebeln bewährt.

Einen viel intensiveren Geschmack haben die den Menschen schon lange als Nahrung dienenden Walderdbeeren. Die Früchte sind jedoch sehr klein. Walderdbeeren eignen sie sich gut als Bodendecker unter lichten Gehölzen.

Sie liefern bestäubenden Insekten reichlich Pollen und Nektar!

Die Indische Scheinerdbeere sieht der Walderdbeere zum Verwechseln ähnlich. Dieser Flächendecker, der sich einmal etabliert schnell ausbreitet, blüht aber gelb (Walderdbeeren blühen weiß). Die Früchte dieser Trugbeere sind geschmacklos bis leicht bitter, aber nicht giftig!

Jetzt, im Frühjahr, werden die sogenannten Monatserdbeeren gepflanzt. Diese kultivierten Erdbeeren haben zwar auch kleine, aber deutlich größere Früchte als die Walderdbeere und tragen an zahlreichen Blütentrieben mehrmals bis zum Eintritt von Frost. Es gibt Sorten mit und ohne Ausläufer. Sorten mit Ausläufern eignen sich als Bodendecker. Sorten ohne Ausläufer können auch als Randbepflanzung für Beete verwendet werden. Gut geeignet sind Monatserdbeeren auch für Balkone und Ampeln. 

 

Je nach Sorte unterscheiden sich die Blütenfarben der Erdbeeren.

 

Die Erdbeerernte kann verfrüht werden indem man gesunde, kräftige Pflanzen im Herbst in Töpfe oder Kästen setzt und diese ins Gewächshaus oder ins Frühbeet stellt.

 

Auch in der bildenden Kunst spielten Erdbeeren immer eine Rolle. Wie wäre es mit einem "Naschbild"?

Sie brauchen einen alten Bilderrahmen, Holzleisten, Winkel, Schrauben, ein Stück Stoff, Unkrautfolie und eine Abdeckung.

Aus den Holzleisten einen passenden Rahmen für den Bilderrahmen zuschneiden. Beides mit Winkeln verbinden.

Mit Stoff verschönern und mit Folie auskleiden. 

Erde einfüllen und mit der Abdeckung verschließen. Fertig, schon kann das Naschbild bepflanzt werden, dabei sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt.

 

Abgesehen davon, dass Erdbeeren frisch aus dem Garten genascht am besten schmecken, werden sie in der Küche natürlich vielseitig verwendet. 

Nicht nur bei Kindern, sondern vielen Erwachsenen sehr beliebt sind ErdbeermilchErdbeerkonfitüreErdbeereis, aber auch vieles mehr. 

Zum Thema Kuchen gibt's bei Vielen nur ein Motto: "Never change a winning team." = Biskuitboden + Sahne + Erdbeeren in ausreichender Menge.

Wir schließen unser Erdbeerthema mit zwei einfach herzustellenden, süßen Naschereien:

Erdbeerdessert im Glas 

Mürbeteig backen und zerbröseln, Erdbeeren klein schneiden und Quark nach Geschmack verfeinern, z.B. mit Zitrone und Zucker. In ein Glas schichten und schmecken lassen.

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Erdbeerlasagne

600 g Erdbeeren entstielen, kleinschneiden und mit 70 g (oder weniger, je nach Erdbeersorte!) Zucker und 1 Pck. Vanillezucker pürieren.

500 g Joghurt, 200 g saure Sahne 30 g Zucker  und  1 Pck. Vanillezucker vermischen.

In eine Auflaufform 200 – 300 g Butterkekse in Lagen (erste Lage Butterkekse) mit der roten und weißen Creme schichten. Letzte Lage weiße Creme. Vor dem Servieren einige Stunden gut durchziehen lassen und mit Kakao oder Schokoraspeln dekorieren. 

 

Noch eine Bitte an Sie: Denken Sie in der Pandemiezeit an unsere heimischen Gärtnereien! Sie versorgen uns jetzt mit Salat-, Kräuter- und Gemüsepflanzen, Terrassen- und Balkonblumen. 

Gärtnereien werden in Bayern als Läden des täglichen Bedarfs angesehen - das Einkaufen ist somit auch bei einer Inzidenz über 100 ohne Terminvereinbarung und negativen Corona-Test möglich.

 

Balkonblumen für sonnige Standorte:

Leberbalsam (wenig gießen, kompakter, buschiger Wuchs)

Goldtaler (wenig gießen, breit, fächriger Wuchs, flach)

Zweizahl (mäßig gießen, langer, buschiger Wuchs) 

blaues Gänseblümchen (wenig gießen, kompakter, buschiger Wuchs)

Zauberglöckchen (viel gießen, mittellanger, buschiger Wuchs) 

Vanilleblume (wenig gießen, aufrechter Wuchs)

Edellieschen (viel gießen, buschiger Wuchs)

Petunia (viel gießen, langer bis mittellanger, buschiger Wuchs 

Portulakröschen (wenig gießen, Steingartengewächs, hängend)

Salvie (wenig gießen, aufrechter Wuchs)

Husarenknöpfchen (wenig gießen, kompakter Wuchs oder langer Wuchs)

schwarzäugige Susanne (viel gießen, stark rankender Wuchs) 

Geranie (wenig gießen, Wuchsformen kompakt, buschig, mittellang, lang) 

Eisenkraut (viel gießen, kompakte oder lange Wuchsform)

 

für den Halbschatten:

Fleißiges Lieschen (wenig gießen, buschiger Wuchs)

Männertreu (wenig gießen, halblang bis buschiger Wuchs)

Fächerblume (wenig gießen, mittellanger Wuchs)

Buntnessel (wenig gießen, aufrechter oder halbhängender Wuchs)

Schneeflocke (wenig gießen, halblanger Wuchs)

Fuchsie (wenig gießen, verschiedene Wuchsformen)

 

für Wildbienen und Schmetterlinge:

Kugelamarant (sonnig bis halbschattig, kompakter Wuchs)



Rhabarber 

Das erste Gemüse, das in unseren Gärten geerntet wird, ist der Rhabarber. Er zählt zu den Knöterichgewächsen. Obwohl Rhabarber ein Staudengemüse ist, wird er in der Küche wie Obst verwendet. Weltweit gibt es etwa 100 Sorten. In Deutschland werden etwa 20 Sorten kultiviert.

Der säuerliche Geschmack kommt in erster Linie von der Oxalsäure, die an den Zähnen dieses komische Gefühl hinterlässt. Rhabarber punktet aber auch mit Zitronen- und Apfelsäure und enthält neben Fruchtzucker und Stärke, Kalium, Eisen, Spurenelemente und Pektine. Er ist sehr kalorienarm. 

Zum Rohverzehr eignet er sich nicht. Unterschieden wird in rot- und grünstielige Sorten, wobei die rotstieligen Sorten weniger Oxalsäure enthalten. Die Oxalsäure kann man durch kurzes Blanchieren vor der Verwendung reduzieren. Mit Hilfe von Zitronensaft oder Wein, lässt sich die Eigensäure des Rhabarbers abmildern. 

Saison ist von Anfang April bis 24. Juni. Danach sollte wegen der ansteigend hohen Oxalsäure nicht mehr geerntet werden. Stülpt man einen Eimer über den jungen Austrieb, treibt der Rhabarber schneller. Die Stangen erntet man am besten durch Herausdrehen. So verhindert man Stellen, an denen die Pflanze leicht faulen könnte.

Nach der Ernte wird die Staude, die jahrelang am selben Platz stehen kann und einen feuchten Standort, aber keine Staunässe liebt, gut mit organischem Dünger versorgt und stehen gelassen. Die Blätter ziehen von selber ein. 

Blätter von der Ernte eignen sich gut als Mulch- und Abdeckmaterial.

Die prächtige Blütenknospe ist nicht giftig und kann wie Broccoli gedünstet werden! Bricht man sie frühzeitig aus, verwendet die Staude ihre ganze Kraft für die Bildung starker Stängel.

Vermehrt wird Rhabarber über Wurzelstücke. Zwischen den Pflanzen sollte 1 m Abstand sein. 

Rhabarber kann man nicht nur zu Kompott und Marmelade (gut kombinierbar mit Banane oder Erdbeere) verkochen. Neben Saft und Sirup lassen sich auch herzhafte Gerichte daraus herstellen. Durch einen dickeren Pfannkuchen-, Bier- oder Weinteig gezogen lässt sich Rhabarber auch frittieren. 

Bei unseren Vorstandsmitgliedern nachgefragt, stellte sich heraus, dass Kuchen und Torten aus Rhabarber am beliebtesten sind. Wir wollen Ihnen die erprobten Rezepte nicht vorenthalten!

Rhabarberkuchen auf dem Blech

1 kg Rhabarber, waschen, putzen, schneiden und mit 50 g Zucker aufkochen. 1 Päckchen Vanillepudding mit etwas Kochflüssigkeit anrühren, Rhabarber damit eindicken. Das Kompott abkühlen lassen.

Aus 175 g weicher Butter, 150 g Zucker, 1 ½ Päckchen Vanillezucker, 3 Eiern, 375 g Mehl vermischt mit einem ¾ Päckchen Backpulver, 1 Stamperl Rum, etwas Milch und einer Prise Salz einen Rührteig herstellen und auf ein gefettetes Backblech streichen.

Das Rhabarberkompott darauf verteilen. 

Bei 180º Ober/Unterhitze ca. 20 Min. backen.

In der Zwischenzeit aus 6 Eiweiß und 250 g Zucker eine Baisermasse herstellen, auf den vorgebackenen Kuchen streichen und diesen in 20 – 30 Min. fertigbacken.

Quark-Streuselkuchen mit Rhabarber 

Streusel:

150g Butter, 300g Mehl, 125g Zucker, 1 P. Vanillezucker, 1Tl. Backpulver, 1Ei, 1Tl. Zimt

Streusel kneten und ca 2/3 in eine gefettete Form drücken.

Geschnittenen Rhabarber (ca. 3-4 Stangen) darauf geben.

Aus: 500g Quark, 100g Zucker, 3 Eiern und 1 P. Vanillepudding eine Käsemasse rühren, auf dem Rhabarber verteilen und mit den restlichen Streuseln abdecken.

Bei 175 Grad ca. 50 Minuten backen.

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Rhabarber-Nuss-Kuchen

250g Mehl, 1/2 Backpulver, Prise Salz, 140g Zucker, 170g Butter, 1 Msp Vanille, 3 Eigelb, 3 El Milch

zu einem Teig vermengen und in eine gefettete Kuchenform geben.

Belag:

100g Nüsse hacken, kurz rösten

500g Rhabarber (darf auch mehr sein), waschen, schälen, in 1cm Stücke schneiden, mit den Nüssen vermengen

3 Eiklar steif schlagen

150g Zucker einrieseln lassen

Rhabarber-Nuss-Mischung vorsichtig unterheben und auf den Teig geben. 

Bei 200°C 35 Minuten backen

Nach dem Backen den Kuchen noch im Ofen lassen bis er nur noch lauwarm ist, dazu die Ofentür nur etwas öffnen (Kochlöffel einklemmen).  

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Rhabarbertorte

Eine Springform fetten oder die Form mit Backpapier auslegen.

5 Eier trennen. Das Eiweiß mit 200 g Zucker sehr steif schlagen und kühl stellen.

Aus den Eigelben, 125 g Zucker, 125 g Butter oder Margarine, 1 Päckchen Vanillezucker, 150 g Mehl vermischt mit 2 gestrichenen TL Backpulver und 3 – 5 EL Milch einen Rührteig herstellen.

Die Hälfte des Rührteiges in die Springform geben und die Hälfte der Eiweißmasse darauf streichen. Mit 2 – 3 EL Mandelblättchen bestreuen und bei 160 º Umluft oder 180º Ober-/Unterhitze ca. 25 – 30 Min. backen, bis das Baiser goldgelb ist. 

Mit dem restlichen Teig und Eiweiß und 2 – 3 EL Mandelblättchen einen zweiten Boden backen.

In der Zwischenzeit 500 g Rhabarber waschen, putzen und kleinschneiden. Mit 100 ml Wasser, 4 – 5 EL Zucker, 1 EL Himbeer- oder Erdbeersirup 5 – 10 Min. dünsten, bis er weich ist. 1 Päckchen Vanillepuddingpulver mit etwas Wasser anrühren, zum Rhabarber geben und kurz aufkochen lassen. Das Kompott abkühlen lassen. 

Einen Tortenring um einen Boden legen, das Rhabarberkompott darauf verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen.

1 Becher Sahne steif schlagen. 2 – 3 Blatt Gelatine einweichen, mit etwas Wasser auflösen und unter 1 Becher Sauerrahm rühren. Dann die Sahne unterheben und die Masse auf den Rhabarber geben. (Alternativ kann man auch 300 – 400 g Sahne mit Sahnesteif und evtl. Puderzucker steif schlagen und verwenden.) Den zweiten Boden darauf geben. und die Torte nochmals kühl stellen.

Wer mag, bestreut die Torte zum Servieren mit Puderzucker.

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Rhabarber-Kokos-Torte

Aus 180g Butter,  80 g Zucker, 1 Prise Salz, 4 Eigelb, 1 EL Milch, 300g Mehl vermischt mit ½ Päckchen Backpulver einen Rührteig herstellen und in eine Springform streichen, bei 175°C. 10 Min. backen.

4 Eiweiß

200g Zucker

200g Kokosraspeln

500g Rhabarber

1 Ei

etwas Wasser

Rhabarber in 2cm lange Stücke schneiden, Schnee schlagen, Kokosraspeln unterheben, Ei und Wasser dazugeben.

Auf den vorgebackenen Kuchen streichen, 20 Min. bei 175°C. fertig backen.

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Rhabarber-Crumble

Gewaschene, geputzte, geschnittene Rhabarberstücke in eine gebutterte Auflaufform geben, einen Esslöffel Zucker und Streusel darüber verteilen und ab in den Ofen!


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Essbare Frühlingskräuter

Das Frühjahr ist die Zeit zum Entschlacken und den Körper durch Blutreinigung wieder zu stärken.

Dazu wachsen allerlei Kräuter vor unserer Haustüre. Wir müssen diese Pflanzen, die für uns wachsen, nur erkennen, pflücken und essen. Diese haben durch ihre hohen Anteile an Mineralien, Vitaminen und Pflanzenstoffen einen großen Gesundheitswert.

Das frische, günstige Grün ist nicht nur Kuh- oder Hasenfutter. Hier einige Beispiele für die Verwendung im täglichen Speiseplan.

Die Brennnessel 

Jeder hat sich bestimmt schon mal verbrannt. In den Brennhaaren ist Ameisensäure und Histamin.

Die Brennnessel enthält Vitamine, Mineralsalze vor allem Kalium, Calcium und Kieselsäure, Gerbstoffe, Carotinoide, sehr viel Vitamin C - pro 100g /333mg, in 100 g Kopfsalat sind nur 13mg. 

Die Brennnessel  aktiviert den gesamten Körperstoffwechsel, sorgt für die Ausscheidung von Harnstoff und Harnsäure und wird deshalb zur Behandlung von Gicht, Arthrose und rheumatischen Beschwerden eingesetzt, sie regt Leber und Galle an.

Zur Blutreinigung als Frühjahrskur trinkt man diesen Tee ca. 4 - 6 Wochen lang.

Für den Tee:  6 etwa 20 cm lange Brennnesseltriebe mit 1 l Wasser kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken.

- Blätter trocknen für Tee oder Teemischungen. 

- Frische Blätter in Öl gebraten zu vielen Speisen ist sehr gesund.

- Brennnesselsamen über den Salat gestreut, in Suppen, Joghurt, Müsli oder auf einem Brot sind ein Kräftigungsmittel. 

- Genießen kann man die Brennnessel auch als Suppe, Spinat, Quiche, in Kartoffelsalat u.s.w.

 

Brennnesselsuppe

1 Zwiebel, 2 Gelbe Rüben, 2 Kartoffeln

Alles kleinwürfelig schneiden und andünsten. Auffüllen mit 1 l Gemüsebrühe und fast weichkochen.

5 Minuten vor Ende der Garzeit Brennnesselblätter dazugeben (entweder ganz junge Pflanzen oder nur die oberen Blätter)

Alles im Mixer pürieren, mit ¼ l Milch und 1/8 l Sahne verfeinern und mit Salz und evtl. Gemüsebrühe abschmecken. 

Servieren mit einem Kleks Sahne und gerösteten Kürbiskernen oder Sonnenblumenkernen.

Der Löwenzahn

Blätter gesägt, wächst in einer Rosette, bis zu 30 cm lange Pfahlwurzel.

Enthält Vitamine, Bitterstoffe, Carotinoide, Gerbstoffe, Mineralstoffe vor allem Calcium und Spurenelemente.

Nieren- und Leberanregend, günstig für Bindegewebe, Verdauungs- und rheumatische Beschwerden, Harnwegsentzündungen.

Zur Blutreinigung:  2-3 junge Löwenzahnpflanzen kleingeschnitten unter den Salat ist eine großartige Frühjahrskur.

Oder: 6 - 8 große Löwenzahnblätter in eine Salatsoße geben, 1 Stunde warten und vor dem Mittagessen zu sich nehmen. Als Frühjahrskur etwa 4 Wochen lang.

Ganz allgemein schreibt man dem Löwenzahn eine stärkende Wirkung zu.

Auch die Blüten kann man essen.

 

 Löwenzahnblütengelee

1 Messzylinder voll Blüten

1 l Wasser

Saft einer Zitrone

1 kg Gelierzucker   (alternativ: Apfelpektin und Zucker)

Zubereitung:

Blüten mit Wasser aufkochen und 1 - 2 Minuten köcheln lassen. Auskühlen lassen. Nach ca. 2 Stunden abseihen, ¾ l Saft, Zitronensaft und Gelierzucker zugeben und nach Anweisung auf der Packung zu Gelee kochen.

Heiß in kleine Gläser abfüllen und verschließen.

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Der Giersch

Wer hat ihn nicht im Garten?

Auch Weißwurz genannt, erkennt man am dreikantigen Stiel, gefiederte Blätter, einzelne Blättchen eiförmig-zugespitzt, Wurzeln weiß, Blütezeit Mai - Juli, weiße kugelige Dolden.

Bleiben Wurzeln beim Jäten zurück, bilden sich wieder neue Pflanzen.

Alles nicht schlimm, so hat man wieder frisches Gemüse zum Aufessen. Am besten schmecken die jungen Pflanzen, die noch nicht voll entfaltet sind.

Giersch enthält ätherische Öle, Cumarine, Bitterstoffe und viel Vitamin C.

Als Heilpflanze zur Blutreinigung, bei Gicht, Rheuma und Appetitlosigkeit.

Blätter mit Stiel für Tee, als Umschläge und für Bäder.

In der Küche als Spinat, Quiche, in Salat, Quark, Smoothie, Gierschlimo...

War im Mittelalter einer der wichtigsten Gemüsepflanzen!

 

Brennnessel - Giersch - Quiche

Quarkölteig für 1 Blech

200 g Quark, 6 EL Öl, 6 EL Milch, 2 Eier, 500 g Mehl, 1 Päck. Backpulver

Öl, Milch, Eier verquirlen, Quark und Salz dazugeben, Mehl und Backpulver unter die Quarkmasse kneten, Teig  ausrollen, auf ein gefettetes Blech auslegen, Rand hochziehen.

Belag: 

200g  Zwiebeln in Olivenöl andünsten, 1-2 Knoblauchzehen zugeben, 200g Brennnessel und Giersch in Streifen schneiden, zugeben, Gemüse in der Pfanne wenden bis es zusammenfällt, 3 Eier mit 200 ml Sahne verquirlen und mit Salz, Zitronensaft und Muskat abschmecken. Gemüse auf den Teig geben, Sahnemischung darüber verteilen und mit Käse bestreuen. 

Im Backofen bei 220 Grad etwa 20 Minuten backen.

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Die Vogelmiere

Stark verästelte Stängel, die niederliegend wachsen. Kleine weiße Blüten.

Auch Hühnerdarm genannt, weil es Hühner sehr gerne mögen.

Enthält Saponine, hoher Gehalt an Kalium und Vitamin C.

Im Frühjahr gesammelt und für Hustentee getrocknet.

2 TL Vogelmiere

¼ l kochendes Wasser

5 - 10 Minuten ziehen lassen, abseihen

2mal täglich 1 Tasse mit Honig trinken

 

Auch bei entzündeten Augen mit Tee auswaschen und zur Stärkung der Sehkraft.

Das Kraut schmeckt nussig, zu Salat, Kräuterquark, grüne Brötchen, Smoothie.

 

Kaspressknödel

1,5 kg Knödelbrot

¾ l Milch

4 Eier

Salz, Pfeffer

400 g würziger Käse in Würfel

2 Handvoll Wildkräuter z.B. Brennnessel, Giersch, Vogelmiere, Schafgarbe

Aus dem Knödelteig, kleine flache Laibchen formen und in einer Pfanne herausbacken.

Schmeckt als Hauptspeise oder als Suppeneinlage.

 

In unserer Bücherei findet man zum Thema Kräuter viele interessante Bücher und Zeitschriften!

 


 


 

Bärlauch


Der Bärlauch, auch als wilder Knoblauch bezeichnet, gehört zu den Lauchgewächsen. Es ist ein sehr frühes Wildgemüse, das bereits im März/April geerntet werden kann. 

Bärlauch mag einen schattigen, feuchten Standort. Man kann ihn aber auch, an einem geeigneten Standort, im Garten kultivieren, muss aber bedenken, dass er sich gerne ausbreitet. 

Bärlauch wird frisch verwendet. Beim Trocknen verliert er seine Wirksamkeit. Die Blätter erntet man bevor er zu blühen beginnt, denn dann leidet das Aroma der Blätter. Die Blüten und die Zwiebeln (ab Juni) sind essbar.

Die Blätter entspringen einer länglichen Zwiebel, der Stiel der bis zu 25 cm hoch werden kann, ist dreieckig, beim Pflücken „knackt“ er, zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, riecht es deutlich nach Knoblauch!

Aber Vorsicht: Ernten Sie Bärlauch nur, wenn Sie sich sicher sind. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der giftigen Herbstzeitlose, dem giftigen Aronstab und dem giftigen Maiglöckchen, deren Blätter beim Austrieb eingerollt sind.

An Inhaltsstoffen glänzt der Bärlauch mit ätherischen Ölen, Flavonoiden, Mineralien und viel Vitamin C.

Anwendung findet der Bärlauch zur Blutreinigung, bei Appetitlosigkeit sowie bei Magen- und Darmstörungen. Er wirkt auf Galle und Leber anregend. 

Verwenden können Sie die Blätter zum Würzen von Salaten, für Suppen, als Gemüse, Spinat, auf Butterbrot, in Knödeln, Spätzle, Gnocchi, Risotto, Quark, zum Aromatisieren von Essig und Öl, aber auch als Saft.

Ein Tipp: Schneiden Sie die Bärlauchblätter! Beim Mixen (ohne andere Zutaten) werden die Blätter bitter!

Hier noch ein paar von uns erprobte Rezepte:

Bärlauchaufstrich mit Ei

60 g Quark, 25 g Bärlauch, 1 EL Milch, 1 Ei hart gekocht, Salz und Pfeffer

Bärlauch waschen und in feine Streifen schneiden, Ei in kleine Würfel schneiden, Quark und Milch verrühren, würzen, Bärlauch und Ei untermengen, im Kühlschrank über Nacht stehen lassen.

Bärlauchaufstrich mit Frischkäse

2 EL körniger Frischkäse, 1 EL Parmesan, 1 EL Olivenöl, 6 Bärlauchblätter, Salz, Pfeffer

Bärlauch waschen und schneiden, alles durchmischen, abschmecken.

Bärlauchspätzle

Geben Sie doch mal klein gehackten Bärlauch in ihren erprobten Spätzleteig (ich nehme immer auf 100g Mehl ein Ei, Salz und Wasser nach Bedarf). Schmeckt gerade im Frühling zu vielen Gerichten hervorragend, aber auch als Käsespätzle sind sie sehr zu empfehlen.

Bärlauchpesto

50 g Walnußkerne (oder Sonnenblumenkerne, Mandeln, Pinienkerne, Haselnusskerne) ohne Fett in der Pfanne anrösten, abkühlen lassen, dann mit 50 g Loaradinger (Parmesan oder anderem Hartkäse) in kleinen Stücken, 100 g Bärlauchblätter geschnitten, ½ TL Salz, etwa Pfeffer und ca. 70 g gutem Olivenöl gut mixen. 

Wer keinen Käse mag, lässt den Käse weg, reduziert die Kerne auf 20 g und das Olivenöl auf 50 g. Gibt 5 g Meersalz und evtl. grüne, gemörserte Pfefferkörner in das Pesto. 

Bärlauchsuppe mit gebratenen Semmelknödeln

Normalen Teig für Semmelknödel herstellen. Daraus kleine Fladen formen und in Butter/Öl mit geringer Hitze anbraten.

Für die Suppe z.B. 30 - 40 g Butter zerlaufen lassen, darin eine gewürfelte Zwiebel andünsten, 30 – 40  g Mehl zufügen und kurz weiterdünsten. Mit 750 g Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten kochen. Eine handvoll gewaschenen Bärlauch zugeben, kurz mitkochen, dann pürieren. Mit 250 g Sahne verfeinern. 

Bärlauchlasagne

50 g Butter zerlassen, 50 g Mehl dazugeben und hell anschwitzen. Unter ständigem Rühren mit 1 l Milch aufgießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und 8 Minuten leicht kochen lassen. Bitte immer umrühren, damit sich nichts am Topfboden anlegt. Zum Schluss mit Muskat abschmecken. 

250 g jungen Blattspinat und 400 g Bärlauch waschen, trocken schleudern und grob schneiden. 1 Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl andünsten, Spinat und Bärlauch dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Mit 50 ml Weißwein ablöschen und diesen reduzieren lassen. Vom Herd nehmen.

Backofen auf 160 - 170 Grad vorheizen.

Eine Auflaufform einfetten und mit einer Schicht  Lasagneblätter (Für 4 Personen benötigt man ca. 400 g.) auslegen. Bechamelsoße darauf verstreichen und etwas Bärlauch-/Spinatmasse darauf verteilen. Darüber etwas von 350 g Mozzarella geben. Den Schichtvorgang so oft wiederholen, bis alle Zutaten verteilt sind.

Die fertig geschichtete Lasagne mit ca. 80 g Parmesan bestreuen und im vorgeheizten Ofen etwa 40 – 45 Minuten backen. 

 

Wir wünschen Ihnen guten Appetit.


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Vertikutieren im Frühjahr

Nach dem ersten Mähen des Rasens freut sich dieser, wenn er vom "Filz" befreit wird! Unseren Mitgliedern steht ein leistungsstarker Vertikutierer gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung. Aus haftungsrechtlichen Gründen bitten wir alle, die den Vertikutierer nutzen, eine Haftungsausschlusserklärung zu unterschreiben. Diese können Sie unter dem Menüpunkt unser Verein, Leihgeräte herunterladen und ausdrucken. Auch finden Sie dort die Anleitung für den Vertikutierer.

Unser Gartentipp gegen

 

 

Eine  Hand voll umweltverträgliches  Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, jetzt Ende März/Anfang April nicht um ein Salatpflänzchen, sondern breitwürfig über den ganzen Garten verteilt, mindert auf alle Fälle die Schneckenplage.



Rosen richtig schneiden und düngen

Die Temperaturen steigen langsam, das Frühjahr startet, die Forsythie beginnt zu Blühen. Für viele Gärtner ist sie das Zeichen: Zeit die Rosen zu schneiden! 

Schnitt hält die Rose gesund und in Form, damit einer herrlichen Blüte im Sommer nichts im Wege steht. Außerdem zeigen viele Rosen schon schwellende Knospen und man erkennt Frostschäden, falls es der Rose doch mal zu kalt wurde und kann diese und andere verletzte Triebe entfernen. Generell achtet man auf lockeren, nicht zu dichten Aufbau, um ein schnelles Abtrocknen des Laubes zu erreichen. Das macht es schwieriger für Pilze, wie Sternrußtau und Mehltau, auf den Blättern halt zu finden.

Junge Triebe blühen üppiger und sind gesünder. Viele Krankheiten können am Holz oder an den Blättern überwintern, welche man beim Schnitt praktischerweise gleich mit entfernt. Dasselbe gilt für Ei-Gelege von Läusen oder anderen Schadinsekten, die man am Holz finden kann.

Altes Laub am Boden sammelt man am besten ab, auch darin verstecken sich noch Pilze, die von dort aus wieder auf die Rosen wandern.   

Aber Rose ist nicht gleich Rose, denn man unterscheidet in verschiedene Wuchsklassen, die einen unterschiedlichen Schnitt benötigen. 

Bodendecker-, Beet- und Edelrosen: 

Diese Rosenklassen bekommen einen sehr starken, aber einfachen Schnitt. Man kann sie auf etwa 3 - 4 Augen/Knospen pro Trieb zurückschneiden. Edelrosen bilden eine kleine Ausnahme. Sie dürfen auch etwas länger gelassen werden. Die Triebzahl pro Pflanze sollte 4 - 5 nicht übersteigen. Das wäre zu dicht und fördert unerwünschte Krankheiten. 

Strauch- und Kletterrosen: 

Sie brauchen keinen jährlichen Schnitt, aber es empfiehlt sich auch bei ihnen regelmäßig alte Äste heraus zu nehmen oder an Verzweigungen zurückzuschneiden, um das Wachstum und die Blüte zu fördern und eine gute Durchlüftung zu erzielen. Ein stärkerer Schnitt sollte ca. alle 4 - 5 Jahre erfolgen. Lange Triebe von Kletterrosen dürfen eingekürzt werden, wie es das Rankgerüst vorgibt und kann man befestigen um ein Abbrechen zu verhindern. 

Die spezielle Kategorie von Kletterrosen, die Ramblerrosen dürfen gerne in Ruhe gelassen werden. Ihr Charme entfaltet sich am Besten in ihrem wilden und natürlichen Wuchs. 

 

Düngung von Rosen

Rosen sind Starkzehrer. Für ein gesundes Pflanzenwachstum und eine reiche Blüte empfehlen wir die Rosen nach dem Schnitt und im Juni zu düngen. Dazu verwendet man Kompostorganischen Rosendünger aus dem Fachhandel oder Kalimagnesia, bekannt auch als Patentkali, der aus dem natürlich vorkommenden Mineral Kieserit gewonnen wird.   

 



 Düngung Obstbäume

Damit ein Obstbaum vital bleibt und gutes Obst liefert, benötigt dieser ausreichend Nährstoffe

Obstbäume können sowohl mineralisch als organisch gedüngt werden. Organische Dünger haben den Vorteil, dass sie nicht so schnell ausgewaschen werden, das Bodenleben fördern und die Humusqualität steigern.

Empfohlen wird für Obstbäume alle zwei Jahre als organische Düngung:

3 l Kompost vermischt mit 70 – 100 g Hornmehl/Schafwolle (als Stickstoffquelle) und etwas Urgesteinsmehl, das vor allem Spurenelemente mitbringt, pro Baum. 

Für die Fruchtbildung gibt man jährlich 20 – 30 g Kali-Magnesia pro Quadratmeter Kronenfläche. 

Um die Kronenfläche zu ermitteln, wird der Baum vom Stamm bis zum Kronenrand gemessen und dann der  Flächeninhalt berechnet (Fläche = Radius mal Radius mal 3,14). 

Idealerweise teilt man die berechnete Düngermenge pro Jahr auf in zwei Rationen und zwar 2/3 jetzt im Frühjahr und 1/3 im Juni.

Säulenbäume z.B. mit höchstens einem Viertel Quadratmeter Kronenfläche benötigen lediglich 5 g Kali-Magnesia pro Jahr!

5 g Kali-Magnesia sind in etwa ein gestrichener Teelöffel.

Bei der Ermittlung des Düngerbedarfs muss man aber berücksichtigen, dass Obstbäume, die in Rasenflächen stehen und z.B. der Rasenschnitt liegen gelassen wird, diese evtl. auch so Nährstoffe erhalten. Ebenso mit Nährstoffen meist gut versorgt sind Obstbäume auf Streuobstwiesen, auf denen Tiere weiden.

Am besten zeigt eine Bodenprobe, wie gut oder schlecht ein Baum versorgt ist bzw. ob oder wieviel Dünger und in welcher Zusammensetzung ein Baum Dünger benötigt! 

Die Saugwurzeln der Bäume, die die Nährstoffe aufnehmen,  befinden sich bei einem ausgewachsenen Baum etwa 1 m innerhalb und außerhalb des Baumkronenrandes. Dünger wird deshalb in diesem Bereich und am besten unter die Grasnarbe eingearbeitet. Streut man ihn nur auf das Gras, hat in erster Linie das Gras etwas vom Dünger. Hierfür eignet sich ein Eisenstab oder Zwiebelstecher, mit dem man im Abstand von 30 – 40 cm im angegebenen Bereich Löcher in die Narbe sticht, etwas Dünger in jedes Loch gibt und diese Löcher wieder zutritt, außer man ist im Besitz einer sog. Düngerlanze.

Damit der Baum die Nährstoffe gut aufnehmen kann, ist für eine ausreichende Wasserversorgung zu sorgen bzw. besser vor angesagtem Regen zu düngen.

Rund um einen Baum sollte immer eine Baumscheibe freigehalten werden. Erforderlich ist dies auf Fälle bei jungen Bäumen und bei Bäumen auf schwacher Unterlage. Auch auf Streuobstwiesen empfiehlt sich dies in den ersten Jahren. Man hat so auch eine bessere Wühlmauskontrolle und kein Gras am Stamm, das die Infektion mit der tödlichen Kragenfäule begünstigt.

 

Eine Gartenkolumne zum Thema Düngung

Auf unserem Rasen steht ein riesiger Apfelbaum, der uns zuverlässig mit unzähligen Äpfeln der Sorte roter Boskop beliefert. 2019 „schwächelte“ dieser Rasen – zugegeben, Rasenliebhaber hätten für die Bezeichnung unseres Grüns mit  „Rasen“ kein Verständnis, denn in unserem Rasen dürfen auch Gänseblümchen, Löwenzahn, Vergissmeinnicht  u.v.m. wachsen. Aber 2019 war der Rasen einfach kein Rasen mehr. Seine Farbe war mehr gelb als grün. Den Rat eines landwirtschaftlich erfahrenen, guten Freundes, den Rasen doch mal mit Blaukorn zu düngen, schlug ich aus, denn in unserem Garten hat Blaukorn keine Chance. Eine Bodenprobe  musste her! Ergebnis: Humuszustand schlecht, Phosphor sehr niedrig, Kali optimal, Magnesium hoch. Düngeempfehlung: Volldünger blau!

Nachdem im Laborbericht gleich in der zweiten Zeile „Humuszustand schlecht“ angegeben war, entschloss ich mich anstatt des empfohlenen Volldüngers blau großzügig reifen Kompost auszubringen. 

Unser Rasen hat meine Art der Düngung mit einer kräftigen, grünen Farbe im Jahr 2020 gedankt – unser Apfelbaum auch - 

mit hunderten Wasserschossern!!!



Zu den Lieblingszeitschriften unserer Vorstandschaft,  gehören auf alle Fälle die  "Landlust" oder die "Garten-Idee"

 

Zur bevorstehenden "Schnupfenzeit" empfehlen wir Ihnen das Buch "Heilpflanzen & Kräuter", ISBN-Nr. 978-1-4723-1598-4. Aber vielleicht haben Sie bereits ein interessantes Kräuterbuch im Regal stehen und schon lange nicht mehr darin geblättert?

 

Empfehlenswert finden wir auch das Wissen der Gartenbäuerinnen zusammengefasst im  Buch "Gartenpraxis vom Land"

 

Gartenpraxis von Anfang an, aber auch Lösungen für fast alle Probleme im Garten finden Sie im Buch von Marie-Luise Kreuter "Der Biogarten", ISBN-Nr. 978-3-8354-0484-7.

 

Über 100 Gartenbücher und -zeitschriften zu den Themen Gartengestaltung, Nutz- und Ziergarten sowie Zimmerpflanzen gibt es in der Bücherei in Kirchanschöring

Die Bücher können nicht nur direkt in den Büchereiräumen, sondern auch im Online-Katalog ausgewählt und für die Ausleihe vor Ort vorbestellt werden. Auch über die Onleihe LEO-SUED versorgt euch die Bücherei mit informativen Gartenbüchern und das natürlich alles kostenlos für Büchereimitglieder!

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Schmökern, freuen uns aber auch über Ihre Anregungen oder Wünsche.


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Bodenpflege im Herbst

 

In unseren Gärten stehen noch Gemüse und Salate zur Ernte bereit. Aber es wird ruhiger im Garten und die Beete werden für den Winter vorbereitet. Dann stellt sich für einige die Frage: Die Beete umgraben oder nicht umgraben?

Wir haben unseren Kreisfachberater Markus Breier um einen Gastbeitrag zu diesem Thema gebeten.

Unser Kreisfachberater schreibt:

Früher war es gängige Praxis, den Boden im Gemüsegarten tief umzugraben und bis zum Frühjahr offen liegen zu lassen. Das Lockern diente dem Aufbrechen schwerer Ton- und Lehmböden durch Frost. Diese Praxis ist längst überholt. Einerseits haben die Frosttage deutlich abgenommen, sodass der Effekt kaum noch genutzt werden kann. Andererseits - und viel wichtiger - wird das wertvolle Bodenleben vollkommen auf den Kopf gestellt und massiv gestört. Die mühsam gebauten Regenwurm-Gänge, die natürliche Schichtung des Bodens und das Zusammenspiel der Kleinstlebewesen sollten so gut es geht erhalten bleiben. Tiefes Umgraben bringt viel zu viel Luft in den Boden, der Humusabbau wird beschleunigt und wir erreichen auf Dauer das Gegenteil: einen humusarmen Boden mit wenig Leben. Deshalb reicht in aller Regel ein oberflächliches Lockern des Bodens für die nächste Aussaat. Kompost braucht generell nur oberflächlich eingearbeitet werden. Vorbild ist die Natur: hier gibt es keinen offenen Boden! OK, fast keinen, außer an extrem trockenen oder mageren Standorten - aber dort wächst auch kein Gemüse.

Jetzt im Herbst und über den Winter sollten wir leere Gemüsebeete bedecken und vor der Winterwitterung schützen. Dazu dienen Laub, Grasschnitt oder auch gehäckselte Gartenabfälle als Mulch. Die Regenwürmer freuen sich und arbeiten vieles davon im Laufe des Winters in den Boden. Man könnte auch Flächenkompostierung sagen. Die Reste können vor der nächsten Saat oder Pflanzung auf die Seite gerecht oder auf den Kompost gebracht werden. Flaches Umgraben ist nur dort erforderlich, wo kranke Pflanzenteile als Pflanzenschutzvorsorge mit Erde überdeckt werden sollen. Sonst dürfen wir generell auf Umgraben verzichten.

Ähnliches gilt auch für StaudenbeeteOffener Boden sollte gemulcht werden mit Laub oder gehäckseltem Staudenrückschnitt. Das schützt den Boden, füttert die Regenwürmer und gibt Marienkäfern und anderen Nützlingen einen Winterplatz.“

Markus Breier empfiehlt Kompost lieber im Frühjahr einzuarbeiten, außer man muss das Erdlager jetzt leeren oder den nächsten Kompost umsetzen.

Beet mit Gründüngung, die über den Winter stehen bleibt.

 

Baumscheibe, abgedeckt mit zusammengerechten Blättern als Mulchschicht.



 

Kürbis

 

Auf der ganzen Welt gibt es – einschließlich der vielen Sorten an Zierkürbissen - etwa 850 Kürbissorten. Davon essbar sind etwa 200 Sorten.  Wie vieles andere auch brachten die spanischen Seefahrer die ersten Kürbisse aus ihrer tropischen Heimat nach Europa.  Damit sie gut gedeihen, brauchen sie also Wärme, Feuchtigkeit, ausreichend Dünger, aber vor allem viel Platz. Ein bereits einmal umgesetzter Komposthaufen bietet hierfür ideale Bedingungen. Bevor die Beeren (botanisch betrachtet sind Kürbisse (Curcubita) kein Gemüse, sondern werden den Beerenfrüchten zugeordnet, um genau zu sein, handelt es sich beim Kürbis wegen der harten Außenschale um eine Panzerbeere) richtig schwer werden, schiebt man am besten ein Brett unter die „Beere“, damit sie nicht fault. 

Kürbisse sind reif, wenn sie beim Anklopfen hohl klingen. Dunkel und kühl lassen sich viele Sorten über mehrere Monate lagern

Da Kürbisse zu 90 % aus Wasser bestehen, sind sie kalorienarm. Insbesondere Sorten mit orangefarbenem Fruchtfleisch haben einen hohen Anteil an Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt. Aber auch seine zahlreichen Anteile an Vitaminen und Mineralstoffen machen ihn zum heimischen herbstlichen SuperfoodKürbiskerne werden auch als pflanzliche Medizin benutzt. 

 

Wir möchten Ihnen hier nur ein paar Sorten vorstellen.

Der Butternutkürbis ist hellgelb und birnenförmig, das Fruchtfleisch ist orange und geschmacklich sehr gut. Die großen Blüten eignen sich gut zum Ausbacken. Die Kürbispflanze ist sehr robust und der Kürbis gut lagerfähig. 

 

Der Kürbis Hokkaido, eine japanische Züchtung, muss nicht geschält werden. Die Schale kann mit verkocht werden. Die Sorte hat einen nussigen Geschmack, der in Suppen und im Ofen gegart gut zur Geltung kommt. Die Sorte lässt sich gut lagern.

Vom Hokkaido gibt es auch eine grüne Variante, ein echtes Geschmackserlebnis!

 

Die Sorte Delicata hält leider nicht was sie verspricht. Allerdings haben beim Setzen der Pflanzen die Schnecken diese Sorte bevorzugt!

 

Die Sorte Honeynut ist sehr gut zu lagern.

 

Sehr viel Platz benötigt ein Muskatkürbis, der mit seinem kräftig orangem Fruchtfleisch mit intensivem Geschmack vielseitig in der Küche einsetzbar ist.

Bischofsmützen sehen aus, als ob aus dem einen Kürbis ein zweiter Kürbis rauswachsen würde. Es gibt sie in mehreren Farben.

Der Spaghettikürbis  heißt so, weil sich beim Kochen im Inneren des Kürbisses Fasern bilden, die sich wie Spaghetti auskratzen lassen.

Der Ölkürbis wird überwiegend in der Steiermark angebaut. Die Schalen der Kerne verholzen nicht, sondern sind nur mit einem dünnen Silberhäutchen überzogen. Aus diesen Kernen wird das bekannte steirische Kürbiskernöl gepresst. Vieles lässt sich damit verfeinern!

 

In der Küche lässt sich der Kürbis vielfältig einsetzen. Besonders beliebt ist er in Suppen, im Ofen gebacken, gebraten, als Schnitzel paniert, zu einem Chutney verarbeitet, süß-sauer eingelegt, aber auch als Marmelade oder in einer Kürbisbowle. Aber VorsichtKürbisse, die bitter schmecken unbedingt entsorgen. Auch Zierkürbisse kann man nicht verzehren. Aus ihnen lassen sich aber viele kreative Dekorationen gestalten.

Von uns erprobte Rezepte:

Kürbiscremesuppe

40g Butter, 1 Zwiebel gewürfelt, 1 kg Kürbis (bereits entkernt und geschält), 1 Kartoffel gewürfelt, 1l Suppenbrühe, Cayennepfeffer, etwas Zitronensaft, etwas Sahne 

Zwiebel in der heißen Butter andünsten, Kürbis und Kartoffel dazugeben. Mit Brühe aufgießen und 15 Minuten weichkochen. Danach fein pürieren und abschmecken. 

Die Suppe kann mit Curry oder Ingwer verfeinert und mit oder ohne Kürbiskernöl/Kürbiskernen serviert werden.

 

Kürbis-Püree lässt sich auf zwei Arten herstellen:

Kürbis entkernen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit etwas Wasser zugedeckt weichkochen (je nach Sorte ca. 30 Minuten). Kürbiswürfel herausnehmen, abtropfen lassen und pürieren. 

Kürbis in Spalten schneiden, auf ein Backblech geben, mit etwas Salz und Olivenöl beträufeln und bei 180 Grad im Ofen backen, bis das Fruchtfleisch weich ist, dann auskratzen und pürieren.

Das Püree kann frisch verwendet werden, lässt sich aber auch sehr gut portionsweise einfrieren und für viele Gerichte verwenden. 

 

Vegetarische Kürbislasagne

Dazu, je nach Kürbis, schälen oder nur in kleine Stücke schneiden. Eine gewürfelte Zwiebel andünsten, Kürbis zugeben und mitdünsten, mit einer Dose Tomaten (geht auch mit frischen Tomaten) aufgießen, je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Kräutern und Gemüsebrühe würzen und bissfest kochen. Nebenbei eine Bechamelsoße kochen. Nun wie eine Lasagne mit den Nudelplatten in eine Auflaufform schichten. Mit Mozzarella abdecken und bei 180 Grad ca. 30Minuten backen.

 

Während eines Ausflugs besuchten wir den Gasthof Pfeiffenthaler, in Bad Feilnbach. Frau Pfeiffenthaler hat ein Kochbuch herausgegeben, aus dem dieses Rezept für 

Kürbiskern-Käse-Ecken stammt:

 

Kürbis-Bowle

 

2 kg Kürbis würfeln, in einen Kochtopf geben und mit 2 l Weißwein übergießen. 4 Nelken, 750 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker und den Saft von 6 Zitronen zugeben. Zum Kochen bringen und so lange kochen, bis der Kürbis glasig/weich ist. Heiß in sterile Schraubgläser füllen, die Gläser verschließen, kurz auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. 



 

Wir gestalten Herbstkränze 

 

Jetzt freuen wir uns bei vielen Stauden und Sträuchern über ihren "Herbstschmuck", die bunten Beeren und die verblühten Blütenstände.

Schneidet man diese direkt nach der Blüte radikal zurückverhindert man, dass die Pflanze die ganze Kraft in die Samenbildung steckt. Frühblühende Stauden, wie z.B. Schafgarbe und Storchschnabel, blühen nach dem Schnitt noch einmal, spät blühende Stauden entwickeln im kommenden Jahr eine üppige Blüte. Manche Stauden, z.B. die Bergenie und Schwertlilie regt man durch Teilen zu neuen Blüten an. Aber nicht alle Stauden, wie z.B. die Pfingstrose, möchten geteilt werden! 

Zu bedenken ist aber, dass viele Stauden mit ihren Blütenständen dem Garten im Winter ein attraktives, stimmiges Bild geben und bei manchen Stauden die Samen, die sich in den Blütenständen befinden, für Vögel eine gute Nahrungsquelle sind. Die vertrockneten Pflanzenteile bieten aber ebenso Insekten und Schmetterlingsraupen Schutz und eine gute Möglichkeit, hier zu überwintern. Aber auch für die Stauden selbst ist das Eingetrocknete oft ein guter Winterschutz! Deshalb bitte nicht alle Stauden im Herbst schneiden, sondern erst im Frühjahr. Durch den Frost haben Sie dann auch viel weniger Schnittmasse!

Aus so manchen "Gartenschätzen" lassen sich jetzt tolle Kränze usw. gestalten. Wir, die Vorstandschaft, haben uns bei Barbara getroffen und auch unsere Kinder hatten viel Spaß beim Binden. 

 

  


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Rasenpflege im Herbst -

oder doch lieber Blumenwiese im nächsten Jahr?

 

Durch einen regelmäßigen Schnitt werden Rasengräser zu immer neuen Wachstumsleistungen angeregt. Deshalb muss Rasen regelmäßig gut ernährt und von Filz befreit werden. Bis Ende September ist es möglich, Rasen zu vertikutieren und mit einem Herbstdünger zu versorgen.  

Ein guter Herbstdünger ist kalibetont und enthält wenig Stickstoff und Phosphor. Kalium stärkt die Pflanzenzellen, die Gräser werden resistenter gegen Krankheiten und Frost. Stickstoff und Phosphor dagegen regen zu mehr Wachstum an und machen die Pflanzen weicher. 

Organische Dünger werden nicht so schnell ausgewaschen und fördern durch den Gehalt an natürlichen Substanzen das Bodenleben. Außerdem führen sie nicht so leicht zu Verbrennungen.

Bevor Sie jetzt, rechtzeitig vor der Vegetationspause, düngen, sollten Sie den Rasen mähen und vom „Filz“ befreien. Dies können Sie per Hand mit viel Kraftaufwand mit einem Rechen oder viel wirkungsvoller mit einem Vertikutierer erledigen.  

Der Gartenbauverein bietet Ihnen gegen eine Gebühr von 10 € einen leistungsstarken Vertikutierer an. Sie, als Mitglied des Gartenbauvereins Kirchanschöring, können das Gerät bei Irmi Rackerseder nach telefonischer Reservierung (08685/354) ausleihen

Nach dem Vertikutieren können im September, wenn der Boden noch warm ist, es aber nicht mehr so heiß wird, kahle Stellen gut ausgebessert, bzw. neu eingesät werden. 

Sollte es nicht regnen, denken Sie daran, nach dem Düngen gut zu wässern

 

Vielleicht ist Ihnen aber der Aufwand mit der Rasenpflege schon lange zu viel? Es geht auch leichter! Eine Blumenwiese wird nur zweimal im Jahr gemäht. Mit Gänseblümchen und Löwenzahl im Rasen ist schon ein erster Schritt getan. Stechen Sie im nächsten Jahr an einigen Stellen die Rasensoden aus und versuchen Sie es an sonnigen Stellen mit einer Blumen-Saatmischung. Es werden nicht nur Sie von weniger Pflegeaufwand und schönen Blüten profitieren, sondern auch viele Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten am Nektarangebot Ihrer Blumen!

Auf den Bildern sehen Sie eine Saatmischung mit vielen einjährigen Sommerblumen. Der Handel bietet aber auch viele Wildblumenmischungen und Spezialitäten an.  Das Blumenmuster können Sie durch Zwiebelblumen, die jetzt im Herbst gesetzt werden, erweitern. Gut geeignet sind Schneeglöckchen, Krokusse, Blausterne, Winterlinge, Tulpen, niedrige Wildformen der Narzissen, aber auch Herbstkrokusse. 

 

Bedenken Sie aber, dass jede Pflanze ihre Ansprüche hat. Während manche Sommerblumen im humosen Rasen gut gedeihen, entfalten sich die Pflanzen einer echten Wildblumenwiese, wie Margeriten, Salbei und Glockenblumen nur auf mageren Böden in freier, sonniger Lage!

 

Und noch ein Gartentipp, den uns Christian Kress von der Staudengärtnerei SARASTRO, bei einem Besuch in seiner Gärtnerei vor ein paar Jahren mitgab und der sich wirklich gut bewährt hat: Ende September eine Handvoll Schneckenkorn großflächig über den Garten streuen, hilft gegen die Schneckenplage im nächsten Jahr!


 


 

Sommerblumen 

Wer im Frühjahr einjährige Sommerblumen ausgesät hat, kann sich jetzt, im Herbst, nicht nur über ein Blütenfest freuen, sondern nun auch die Samen für das nächste Jahr ernten

Einjährige Sommerblumen stecken ihre ganze Kraft in die Bildung von Blühknospen, wenn sie regelmäßig ausgeputzt werden. Samen sollte sich deshalb nur so viel bilden, wie für das nächste Jahr benötigt wird. 

Die Blumen bevorzugen einen humusreichen Boden in der Sonne und sind mit einer Zusatzdüngung etwa Mitte Juni, wenn das Hauptwachstum beginnt, zufrieden. Erhalten diese Pflanzen zu viel des Guten, danken sie es mit mehr Blättern als Blüten

Für einjährige Sommerblumen sollte das Beet für das nächste Jahr bereits im Herbst mit Hornspänen, die sich langsam umsetzen, oder mit Kompost, dem etwas Geflügelmist untergemischt wird, vorbereitet werden. Die Aussaat kann bei den meisten Sorten direkt ins Beet erfolgen. Leider lieben aber auch die Schnecken viele dieser Pflanzen. Bei einigen empfindlichen Arten wird deshalb eine Anzucht in Töpfen empfohlen. 

Der Handel bietet einjährigen Sommerblumen in vielen Farben, Formen, Düften und unterschiedlichen Höhen an! Die meisten einjährigen Sommerblumen blühen vom Mai/Juni bis zum ersten Frost, der das kurze, bunte Dasein dann beendet. Durch Kombinationen lassen sich schöne Arrangements im Blumenbeet bilden. 

Viele dieser Blumen sind nicht nur eine gute Schmetterlings-, Hummel- und Bienenweide, sondern als gute Bodenverbesserungs-  und Gründüngungspflanzen geeignet. Und auch in der Küche findet so manch eine Blüte ihre Verwendung. 

Zu den einjährigen Sommerblumen zählen u.a. die Herbstastern, die Atlasblume oder Sommerazalee, der Elfenspiegel, der Gartenrittersporn, die Gauklerblume, die Glockenrebe, der Schwarzkümmel (bei uns als Jungfer im Grünen bekannt), die Korkardenblume, die Kornblume, die Levkoje, das Löwenmäulchen, das Mädchenauge, das es auch zweijährig gibt, der Mohn, die Nelke, die Phazelia, das Portulakröschen, die Ringelblume, das Schleierkraut, die Schleifenblume, die Schmuckkörbchen oder Cosmeen, die Skabiose, die Sommerfuchsie, der niedrige, einjährige Sommerphlox, die Sonnenblume, einige Sonnenhüte, die Spinnenpflanze, das Steinkraut, die Strohblume, die Studentenblume, die Trichtermalve und die Trichterwinde, die Trompetenzunge, die Wicke, der Ziertabak und die Zinnie.

Unsere Blütenfestimpression:

 



 

 Obsternte 

Wir sind mitten in der Obsternte. Während AprikosenNektarinenPfirsiche, frühe Zwetschgen und Äpfel in vielen Gärten schon geerntet sind, beginnt bei späteren Sorten jetzt die Erntezeit.

Wollen Sie Obstbäume neu pflanzen, finden sind beim Kreisverband Traunstein ein umfangreiches Sortiment an empfehlenswerten Sorten! Wollen Sie eine Streuobstwiese neu anlegen, informieren Sie sich bitte beim Landschaftspflegeverband.

 

Nektarinen und Aprikosen können reif geerntet nur wenige Tage gelagert werden. Bei reicher Ernte lassen sie sich leicht einkochen zur späteren Verwendung für Kuchen und Nachspeisen. Auch als Marmelade, pur oder gemischt mit verschiedenen Beeren, sind sie ein Genuss.

 

Wer liebt ihn nicht? Den Zwetschgendatschi

 

Zwetschgen lassen sich hierfür (entsteint und eingeschnitten)  nicht nur einfrieren, sondern auch als Marmelade oder Zwetschgenröster vielseitig verwenden.

Ein erprobtes Rezept für zwei Gläser:

1,5 kg entsteinte, halbierte Zwetschgen mit 150 g Zucker, 1 TL Zimtpulver, 1 Msp. Nelkenpulver und 2 EL Obstessig in einer Auflaufform vermischen. 1 Stunde abgedeckt Saft ziehen lassen.

Ofen auf 180 Grad (keine Umluft) vorheizen. Die Mischung im unteren Ofendrittel 3 Stunden und 30 Minuten backen. Während der Backzeit nicht umrühren!

Die Auflaufform aus dem Ofen nehmen, die Zwetschgen fein zerstampfen. Sollte das Mus zu fest sein, etwas heißes Wasser zugeben. Das Mus im Ofen nochmal 10 Minuten erhitzen und sofort in sterile Schraubgläser bis an den Rand füllen, verschließen und für 10 Minuten auf den Kopf stellen. Dann umdrehen und vollständig auskühlen lassen.

Zu Mehlspeisen wie z.B. Rohrnudeln, Kaiserschmarrn, Griesschnitten oder Germknödel genießen!

 

Seit einigen Jahren gibt es die sog. Obstblitze. Damit kann man Fallobst besonders  rückenschonend und schnell aufsammeln. Sie sind in vielen Varianten von Edelstahl bis einfachen Ausführungen in Plastik erhältlich und eine empfehlenswerte Anschaffung! Mit dem Obstblitz rollt man einfach über das Obst, das mit Hilfe der biegsamen Stäbe eingesammelt, aber dabei nicht beschädigt wird. Ist der Obstblitz voll, lässt sich das so gesammelte Obst einfach in einen Eimer bzw. Sammelbehälter leeren.

 

Apfelbäume, die zu den Rosengewächsen gehören, stehen in vielen Formen und Sorten in unseren Gärten. Äpfel sind wirtschaftlich eine bedeutende Obstart. Die englische Redewendung „An apple a day keeps the doctor away“ weist auf die gesundheitliche Bedeutung des Apfels hin. 

Äpfel die eingelagert werden sollen, pflückt man am besten direkt vom Baum. So vermeidet man Druckstellen an der Frucht.

Äpfel geben bei der Lagerung Ethylengas ab, dieses Gas lässt andere Obst- und Gemüsearten schneller reifen. Deshalb sollte man sie immer getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern.

Äpfel lagert man am besten kühl und dunkel bei einer hohen Luftfeuchtigkeit. In unseren modernen, trockenen Kellern lässt sich diese Feuchtigkeit mit Hilfe von Plastikbeuteln erreichen, in die man die Äpfel verpackt. Die Tüten sticht man mit einer feinen Nadel an, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit bildet. Eingelagertes Obst regelmäßig kontrollieren!

 

Aus Äpfeln, aber auch Birnen, lassen sich unzählige Kuchen und Torten herstellen. Hier das Rezept für den „schnellsten Apfelkuchen der Welt“:

 

Äpfel und Birnen sind vielseitig verwendbar, z.B. lassen sich aus diesem Obst KompotteObstmuse und Fruchtaufstriche herstellen. Auch lassen sich die Obstsorten gut einfrieren, um später z.B. in Kuchen verarbeitet zu werden. 

„Ich schäle Äpfel, halbiere sie, schneide sie im Abstand von 3 - 4 mm ein, beträufle sie mit Zitronensaft, damit sie die Farbe behalten, lege die Äpfel auf den Boden einer entsprechenden Tortenform, friere sie darauf vor und verpacke sie dann portionsweise“, schreibt unsere Schriftführerin. „Der Teig für einen Apfelkuchen sehr fein ist schnell gerührt. Darauf gebe ich die vorbereiteten, gefrorenen Äpfel und backe den Kuchen“. Auch Apfelstrudel lassen sich roh (am besten gleich auf Backpapier gelegt) gut einfrieren und sind schnell gebacken. Dafür die Temperatur etwas niedriger einstellen (180/190 Grad) und die Backzeit etwas verlängern auf 40 – 45 Minuten (hängt von der verwendeten Apfelsorte ab).

 

Fallobst lässt sich gut zu Saft verarbeiten. Dabei kein fauliges Obst verwerten, dies verdirbt den Saft!

Auf dem Hof der Familie Berger in Reichsberg bei Kammer können Sie nach Voranmeldung (0861/16630645) Saft pressen und ihren eigenen Saft pasteurisieren lassen und als Bag in Box 3 Liter, 5 Liter, 10 Liter oder in 1 Liter Flaschen mitnehmen. (Preis/Liter Lohnmosten 0,30 € kalt, 0,60 € warm + Kosten für die Bags bzw. Flaschen)

Näher liegt der Hof der Familie Pallauf in Polsing bei Fridolfing. Auch dort können Sie ihren Saft nach Voranmeldung (08684/440) pressen lassen. Frau Pallauf bietet Bags an, in die Sie ihren Saft, den Sie selbst zum Haltbarmachen erhitzen müssen, abfüllen können. (Preis/Liter Lohnmosten 0,25 € kalt, kein Erhitzen möglich! + Kosten für die Bags)

Bei der Kelterei Gregor Greimel, Hauspoint 3, 83410 Laufen, können Sie ihre Äpfel/Birnen Mo. – Mi. von 8.00 – 11.30 Uhr und 14.00 – 17.30 Uhr sowie samstags von 8.00 – 11.00 Uhr anliefern. Die Verarbeitung erfolgt im Lohnmostverfahren, d.h. für 2 kg Äpfel/Birnen erhalten sie 1 l Apfelsaft, der nicht von den eigenen Äpfeln stammt. Die Verarbeitungsgebühr beträgt 0,74 €/l. Auch ein Tausch gegen andere Säfte mit Apfelanteil (die Preise hierfür variieren) ist möglich. Ab einem Doppelzentner Obst bezahlt die Kelterei für Äpfel 12 € und für Birnen 10 €. 

Auf der Internetseite des Landschaftspflegeverbandes Traunstein finden Sie unter dem Menüpunkt Streuobst-Projekte weitere Verarbeitungsstellen.

 

Auch aus rohen Quitten lässt sich vorzüglicher Saft pressen. Diesen können Sie zu Gelee weiterverarbeiten oder durch Erhitzen haltbar machen. Quittensaft schmeckt vorzüglich z.B. mit Prosecco aufgegossen!

 

Eine weitere Möglichkeit, Äpfel oder Zwetschgen haltbar zu machen, ist das Dörren. Mit einer Apfelschälmaschine lassen sich Äpfel in einem Schritt schälen, vom Kernhaus befreien und in Ringe teilen. Wenn Sie keinen Dörrapparat haben, fragen Sie doch mal bei den Nachbarn, ob Sie einen ausleihen können! Getrocknete Apfelringe sind eine gesunde Nascherei! 

 

Gedörrte, mit etwas Zucker, Zimt und Rum aufgekochte und mit einem Stabmixer zerkleinerte Zwetschgen gehören unbedingt in die zu Kirchweih traditionellen Zwetschgenbavesen!

  



 

Gemüseernte im Garten - Einmachzeit

 

Jetzt ist die Zeit, wo wir im Garten in Hülle und Fülle Gemüse ernten. Am gesündesten ist Gemüse ohne Zweifel frisch geerntet, roh oder zubereitet verzehrt. Aber natürlich ernten wir nicht nur frisch, sondern legen uns aus dem, was wir nicht frisch verzehren können, einen Vorrat für den Winter an.

Dabei spielen in unserer Zeit natürlich die Gefriertruhe bzw. der Gefrierschrank die größte Rolle. Lauch, Karotten, Sellerie lassen sich nicht nur einzeln, sondern gemischt mit Zwiebeln und Suppengrün (z.B. Petersilie und Maggikraut) als Suppengemüse einfrieren. Wer Blumenkohl, Brokkoli, Romanesco, Kohlrabi, Fenchel, Erbsen, Bohnen, Wirsing, Kraut und manch anderes einfriert, freut sich im Winter über Gemüse aus dem eigenen Garten! Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt beispielsweise Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Möhren, Spinat, Mangold und Fenchel zu blanchieren, um zelleigene Enzyme zu inaktivieren und anhaftende Keime abzutöten. So lasse sich die Haltbarkeit verbessern und die Farbe besser erhalten

Gemüse in Gläser einlegen und durch sterilisieren haltbar machen, werden heutzutage die Wenigsten und doch gibt es einige Klassiker.

Dazu gehören Gurken, die sich in viele Geschmacksrichtungen einlegen lassen. Von uns ein Vorschlag für Senfgurken:

Dafür Gurken schälen, halbieren, das Kernhaus entfernen, in mundgerechte Stücke schneiden und in sterile Gläser füllen. Pro Glas noch einige Zwiebel- und rote Paprikawürfel, 1 Lorbeerblatt und je 1 TL Gurkengewürz und gelbe Senfkörner dazugeben.

Für 5 mittlere Gläser 500 g Zucker mit 1/8 l Essigessenz und 1 l Wasser aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Diese Lösung über die Gurken bis ca. 2 cm unter den Rand gießen.

Die Gläser verschließen und bei 75 Grad im Topf /160 Grad im Backofen für 20 Min. sterilisieren. Die Garzeit beginnt im Topf beim Erreichen von 75 Grad auf einem Einkochthermometer und im Backofen, wenn die Gläser zu perlen beginnen!

Die Gläser langsam abkühlen lassen und vor dem Verzehr noch ein paar Wochen ziehen lassen.

Haben Sie milde oder scharfe Chilies im Garten? Diese lassen sich hervorragend süß-sauer einlegen.

Dazu 250 g Chilis gründlich waschen, von den Stielen befreien und mit einer Gabel mehrmals durchstechen. 125 g kleine Schalotten von der Schale befreien und halbieren oder vierteln. 

½ l Kräuteressig mit ½ l Wasser, ½ Tasse Zucker, 2 EL Essig, einigen Pfeffer- und Senfkörnern zum Kochen bringen. In diese kochende Flüssigkeit für 1 – 2 Minuten die Schalotten und Chilis geben. Herausnehmen und in ein Glas schichten. Die Flüssigkeit nochmals gut aufkochen und über die geschichteten Chilis geben. Den Deckel nur lose auflegen, nicht verschließen!

Am nächsten Tag die Flüssigkeit abseihen und nochmals aufkochen. Dann wieder die Chilis, Schalotten und Gewürze für 1-2 Minuten mitkochen, herausnehmen ins Glas schichten, die Flüssigkeit nochmals aufkochen, über die Chilis bis zum Rand gießen und das Glas fest verschließen.

Chilischoten lassen sich auch gut in einem Kräuteröl oder -essig verarbeiten. 

Dazu bunten Pfeffer, etwas Meersalz, eine Chilischote, Lorbeerblatt und Kräuter nach Wahl  in einen guten Essig oder ein gutes Öl einlegen. Bei "weichen" Kräutern, wie z.B. Salbei, sollte man allerdings auf die getrocknete Variante zurückgreifen, da diese schnell schleimig werden. 

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Auch Zucchini können vielseitig eingelegt werden! Für unseren Vorschlag benötigt man:

1 l Wasser, ¾ l Apfelsaft, 1 Gurkenmeister, 200 g Zucker, 2 EL Curry, 2 EL Salz, 2 EL Senfkörner, 2,5 kg Zucchini, 500 g Zwiebeln, 500 g Paprika rot und gelb und 1 Knolle Knoblauch. 

Und so geht’s: Die Zucchini halbieren (bei Dickeren die Kerne mit einem Löffel aushöhlen) und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Die Paprika halbieren, von Strunk und Kernen befreien und in ½ cm Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.

Wasser, Apfelsaft, Gurkenmeister und Zucker aufkochen. Restliche Zutaten dazugeben und 2 - 5 Min. im Sud aufkochen. Masse in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und kurz auf den Kopf stellen.

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Aus Tomaten lassen sich unzählige Varianten von Chutney‘s zaubern. Hier ein ganz besonderer Vorschlag:

600 g Nektarinen waschen, entsteinen und fein würfeln, 300 g Tomaten waschen und klein schneiden, 1 Schalotte in Würfel schneiden, 1 Knoblauchzehe pressen.

Alles mit 100 g Zucker, 150 ml rotem Balsamico-Essig im Topf bei mittlerer Hitze mindestens 30 Min. einkochen lassen, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Ab und zu umrühren.

Mit Salz, Pfeffer und Chilli abschmecken und noch heiß in Schraubgläser füllen.

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Aus Tomaten können Sie z.B. Suppen und Soßen zubereiten. Wenn Sie Suppe/Soße heiß randvoll in Schraubgläser füllen, diese fest verschließen und kurz auf den Kopf stellen, haben Sie immer einen Vorrat auf Lager, aus dem sich schnell eine Mahlzeit zubereiten lässt. 

Für eine Soße kocht man 500 g gewaschene, halbierte Tomaten, 30 g Tomatenmark, 50 g Karottenwürfel, 1 in Stücke geschnittene Stange Staudensellerie mit Grün, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, etwas Pfeffer, 3 Basilikumblätter und 2 Salbeiblätter für 10 Minuten unter Rühren. Alles gut mixen und heiß randvoll in Schraubgläser füllen. 

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Für alle, die rote Bete lieben und den Aufwand nicht scheuen:

Für 4 Gläser mit 1 l Inhalt: Von 20 mittelgroßen Knollen Wurzeln und Blätter 3 cm über den Knollen (damit sie beim Kochen nicht auslaugen) abschneiden und mit einer Bürste unter fließendem Wasser gut reinigen. In kochendes Salzwasser (auf 1 l Wasser 1 TL Salz) geben, zum Kochen bringen und weich kochen lassen. Dann aus dem Wasser nehmen, mit kaltem Wasser übergießen, schälen und in Scheiben schneiden.

125 g Zucker mit ¾ l Wasser um Kochen bringen, bis sich der Zucker gelöst hat. 375 ml Weinessig hinzufügen, abkühlen lassen. 4 kleine Zwiebeln abziehen und in Scheiben schneiden. Rote Bete und Zwiebeln abwechselnd mit 2 in kleine Stücke gebrochenen Lorbeerblättern in sterile Einkochgläser füllen. Wer mag, kann noch Piment und Nelken zugeben.

Mit der Essig-Zuckerlösung übergießen, Gläser mit Gummi und Deckel verschließen und 30 Min. bei 98 Grad sterilisieren.

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Gemüse lässt sich aber auch mit Hilfe von Bakterien fermentieren. Milchsauer, also mit Hilfe von Milchsäurebakterien, lässt sich nicht nur Sauerkraut konservieren! 

Für einen Gemüsemix benötigt man als "Starter" z.B. Molke. Wer die hierfür geringe Menge nicht kaufen kann bzw. will, kann Molke von einem stichfesten Joghurt gewinnen, indem man 1 TL absticht und den Joghurt einen Tag im Kühlschrank stehen lässt.

Für ein Glas: ¼ l Wasser abkochen und abkühlen lassen. 

Sie können hierfür jedes Gemüse verwenden,  z.B. 2 - 3 kleine grüne Tomaten (evtl. halbiert), 1 Karotte (in kleine Würfel geschnitten), einige zerteilte Röschen von Brokkoli oder Blumenkohl, 1 Stück Zucchini (in Würfel geschnitten) in ein steriles Glas schichten. 1 Lorbeerblatt, einige Koriander- und/oder nur Pfefferkörner, 1 Messerspitze Salz und 1 TL Molke dazugeben.

Mit dem abgekühltem Wasser so weit auffüllen, dass das Gemüse bedeckt ist, aber unbedingt 2 cm bis zum Glasrand frei bleiben. Das Glas fest verschließen und an einem warmen Ort stehen lassen. Nach 2 – 3 Tagen beginnt der Gärungsprozess und kleine Bläschen steigen auf.

Während der Gärung wird der vorhandene Sauerstoff verbraucht. Es bildet sich ein Vakuum. Das Glas verschließt sich. Nach 10 Tagen das Glas kühl stellen und noch 5 - 6 Wochen fertig gären lassen. 

Ein Tipp aus Erfahrung: Milchsauer einlegen funktioniert nicht an schwül heißen Tagen!

Schön verpackt sind alle Einmachgläser ein immer gern gesehenes Mitbringsel!

 

 

Weitere Rezeptideen in Büchern und Zeitschriften gibt's auch in der Bücherei!



 

Balkonblumen

 

Balkone lassen sich in der Baugeschichte lange zurückverfolgen. Sie waren nicht nur Plattform für Herrscher und Könige, Architekten nutzten sie als Schmuckelemente und zur Fassadengliederung. In den Städten werden Balkone als Gartenersatz und Wohnzimmer im Freien genutzt. Gärtnereien bieten zwischenzeitlich auch eine Vielzahl an Gemüse an, das auf Balkonen gut gedeiht. 

Bei uns und vor allem im Voralpenland werden Balkone traditionell mit üppigem Blumenschmuck versehen und liebevoll gepflegt. 

Der Gartenhandel bietet eine Vielzahl an geeigneten Balkonblumen an. Zu den beliebtesten Balkonblumen zählt die Geranie, botanisch Pelargonium, die zu den Storchschnabelgewächsen gehört und ursprünglich aus Südafrika stammt. Diese sonnenliebende Pflanze gibt  es in unzähligen Züchtungen und Farben. Die Pflanze kann auch im Halbschatten stehen, bildet dort aber weniger Blüten aus. Geranien lassen sich jetzt durch Kopfstecklinge vermehren und müssen frostfrei überwintert werden. 

Sicher bestaunt jeder, der durch den Ort fährt, bis spät in den Herbst den üppigen Geranien-Blumenschmuck des Kirchanschöringer Rathauses.  

 

 

Aber auch an den Ortseingängen kann man Häuser mit prächtigen Geranien  bestaunen. Hier nur zwei Beispiele:

 

Das Rathaus der Landeshauptstadt München und der Brunnen davor glänzen in diesem Jahr bienenfreundlich in gelb/orange/blauen Tönen mit u.a. Löwenmaul, Strauchbasilikum, Süßkartoffel, Salbei, Buntnessel, Fächerblume, Zweizahn, Zinien, Prachtkerze und Zauberschnee.

 

Für Nord-, West und Ostseiten eignen sich Knollenbegonien, die sich gut überwintern lassen und im nächsten Jahr wieder eingepflanzt werden können. Sie gehören zur Familie der Schiefblattgewächse, stammen ursprünglich aus dem Andengebiet, also Peru, Equador und Bolivien und benötigen besonders an heißen Tagen viel Wasser, reagieren aber empfindlich auf Staunässe.

 

Zu den beliebtesten Balkonblumen zählen sicher auch Petunien. Diese Nachtschattengewächse stammen ursprünglich aus Südamerika. Die Petunie Surfinia, eine japanische Züchtung der Petunie, kommt mit Regen besser zurecht. Petunien gibt es in vielen Sorten und Farben. Die Pflanzen lieben einen sonnigen, regen- und windgeschützten Platz, benötigen aber auch viel Wasser.

 

Petunien und Geranien lassen sich gut kombinieren.

 

Durch ihre hängende Wuchsform passt die blaue Fächerblume sehr gut in Blumenampeln und Balkonkästen. Die Pflanze ist gut für die Südseite geeignet, da sie Hitze und kurze Trockenheit verträgt. Mit weichem Wasser gegossen blüht sie von Mai bis Oktober und muss dabei nicht geschnitten, oder ausgeputzt werden.

 

Selbst für schattige Standorte bietet der Handel Lösungen an: Hier ein Beispiel mit Buntnessel und Mühlenbeckia.

 

Ebenso lassen sich mit vielen unterschiedlichen Pflanzen Balkone reizvoll bepflanzen.

 

Wir hoffen mit unserer Auswahl einen Beitrag dazu geleistet zu haben,  dass auch Sie im nächsten Jahr wieder ihren Balkon bepflanzen. Hier noch einige Anregungen: 



 

Hortensien

 

Hortensien (Hydrangea) gehören im Sommer einfach zum Garten. Es gibt unzählige Arten von diesen sowohl laubabwerfenden als auch immergrünen Sträuchern.

Sehr beliebt sind in unseren Gärten die sog. Bauern- oder Gartenhortensien mit ihren großen Blüten, die man auch gut trocknen kann. Die Wildformen stammen ursprünglich aus Japan. Gartenhortensien sind nur bedingt winterhart. Die heurigen Triebe tragen bereits die Blütenknospen für das nächste Jahr, deshalb sollten Bauernhortensien nicht geschnitten werden. Sie gedeihen am besten an einem halbschattigen Standort auf feuchten Böden ohne Staunässe. Während weiße Sorten ihre Blütenfarbe nicht verändern, bestimmt der ph-Wert des Bodens die Blütenfarbe bei allen anderen, wobei dieser bei den verschiedenen Sorten unterschiedlich ist. Bauernhortensien lassen sich gut über Kopfstecklinge vermehren.

 

Auf dem Bild unten, hier die Sorte Endless Summer, sieht man eine Pflanze, die zu einer Chlorose neigt. Die Blätter verfärben sich gelb. Eine Chlorose entsteht unter anderem durch einen Mangel an Mineralstoffen, aber auch durch Trockenstress oder durch das Gießen mit kalkhaltigem Wasser. Es gibt aber noch andere Ursachen für eine Chlorose. 

Die Sorte Endless Summer gehört zu den modernen Züchtungen der Gartenhortensien, die nach der Hauptblüte ca. 20 – 30 cm über dem Boden geschnitten werden.

 

Eine gute Insektenquelle ist die Samthortensie, die zu den Tellerhortensien zählt und drei bis vier Meter hoch werden kann. Sie mag einen halbschattigen, geschützten Standort und genügend Wasser. Ihre zweifarbigen, schirmartigen Blüten öffnen sich von Mitte Juli bis September und locken viele nützliche Insekten an. Im Vordergrund steht auf dem Bild eine weiße Schneeballhortensie.

 

Die Tellerhortensie Koreana mit 0,5 m Wuchshöhe bildet Ausläufer und ist ein guter Bodendecker. 

Tellerhortensien blühen auch am zweijährigen Trieb und werden wie Gartenhortensien geschnitten.

 

Die Schneeballhortensie Annabell gehört zu den Waldhortensien. Sie kann im Herbst oder zeitigen Frühjahr bodennah abgeschnitten werden.

 

Rispenhortensien, auf den Bildern die Sorte Vanille Fraise, erreichen eine Wuchshöhe bis 2,5 m. Diese Hortensien können kräftig zurückgeschnitten werden.

 

Eichblättrige Hortensien blühen am zweijährigen Trieb und werden mit Ausnahme von abgestorbenen bzw. abgefrorenen Pflanzenteilen, nicht geschnitten. Eichblättrige Hortensien sind eine gute Insektenquelle.

 

Und zum Schluss noch ein Deko-Vorschlag aus frischen Blüten:

  



 

Genießen Sie ihren Garten und lassen die Seele einmal baumeln  

mit unseren Sommerimpressionen!

 

 



 

Gurken - Tomaten

 

Gurken gehören zu den Starkzehrern. Wer im Herbst oder im zeitigen Frühjahr den Platz für die Gurken mit reichlich Kompost, organischem Dünger und einer Mulchabdeckung vorbereitet hat oder im letzten Sommer auf diesem Beet eine Gründüngung ausgesät hat, kann sich jetzt über eine reiche Ernte von diesem Tropengemüse freuen.

Gurken lieben einen sonnigen, windgeschützten Platz und wachsen gerne auch am Spalier. Durch Trockenheit entstehen Wachstumsstockungen und in Folge dessen bittere Früchte. Gurken sollte man mit abgestandenem, warmem Wasser gießen. Während der Hauptwachstumszeit kann man zwei- bis dreimal mit verdünnter Brennesseljauche düngen. 

 

 

Neben Sorten für den Gewächshaus- und Freilandanbau bietet der Handel Mini- und Snackgurken an, die auch hervorragend auf dem Balkon gedeihen. 

Und sollten Sie einmal zu viele Gurken haben, können Sie diese z.B. als Senfgurken einmachen.

 


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Während im gewerblichen Anbau nur wenige, meist rundliche Sorten Tomaten kultiviert und angeboten werden, können wir Freizeitgärtner uns an einer Vielzahl an Züchtungen erfreuen. Hier z.B. die russische Reisetomate.

 

 

Tomaten sind reich an Vitamin C und enthalten in großen Mengen Lycopin, einen Phytowirkstoff, der die Haut vor Sonnenschäden schützt. Diese Carotinoid-Verbindung ist auch für die rote Farbe der Tomaten verantwortlich. Außerdem enthalten Tomaten reichlich Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert.

 

Die spanischen Eroberer brachten die Tomaten im 16. Jahrhundert aus den tropischen Ländern Süd- und Mittelamerikas mit. Lange Zeit wurden die roten Früchte als Zierfrüchte betrachtet. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts zogen die Tomaten in unsere Gärten ein und entwickelten sich zu einem der beliebtesten Gemüse.

 

Tomaten lieben einen Stammplatz! Am besten gedeihen sie, wenn sie Jahr für Jahr auf dem gleichen Beet wachsen dürfen. Sie bleiben gesund, wenn sie mit ihren eigenen Abfällen gedüngt werden. Tomaten lieben einen sonnigen, regengeschützten Platz an einer Südwand, die die Wärme reflektiert. Gießen Sie bei Trockenheit reichlich mit abgestandenem, warmem Wasser und niemals über die Pflanze. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt und den Geiztrieben hält die Feuchtigkeit und nährt die Pflanzen. Setzen Sie Tomaten nie neben Fenchel oder Kartoffeln!

Tomaten lassen sich, vorausgesetzt es handelt sich um samenfeste Sorten (keine F1 Hybridsamen) leicht selbst vermehren. Dazu geben Sie die Kerne in ein Küchensieb und waschen das noch vorhandene Fruchtfleisch ab. Die gewaschenen Kerne verteilen Sie auf einem Blatt Küchenrolle. Dieses beschriften Sie vorher mit dem Sortennamen. Lassen Sie das Blatt gut trocknen, bevor Sie es bis zur Aussaat im nächsten Jahr zusammengelegt aufbewahren. Ab März können Sie die Samen auf der Fensterbank vorziehen.

Rundtomaten eignen sich sehr gut für den Frischverzehr. Rispentomaten bleiben auch ausgereift noch lange an der Rispe hängen, ohne abzufallen, daher muss seltener gepflückt werden. Es gibt auch gelbe Sorten!

  

 

Die Wildtomate HumboldtII ist für den ungeschützten Anbau im Freiland geeignet. Der Wuchs ist strauchartig (nicht ausgeizen), darum braucht sie auch genügend Platz und etwas Stütze. Die bis zu 3 cm großen, sehr aromatischen Früchte sind himbeerrot und können von Mitte Juli bis zum Frost geerntet werden. 

 

Nicht ausgeizen müssen Sie z.B. auch die Sorte FuzziWuzzy, die reichlich Früchte trägt und sich auch gut auf einem Balkon im Topf kultivieren lässt.

 

Dass sich aus Tomaten ein ganzes Buffet zaubern lässt, durften wir beim Besuch einer Gartenbäuerin 2018 erfahren!

 

Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Tomaten von Schädlingen und Krankheiten verschont bleiben. Zwei Krankheitsbilder wollen wir Ihnen noch zeigen, und zwar die Gelb- oder Grünkragenkrankheit, die eine Stoffwechselerkrankung und nicht genau geklärt ist. Sie tritt sortenspezifisch auf durch Hitze oder starke Stickstoffgaben oder Kalimangel

  

und die Blütenendfäule, die aufgrund Calciummangel meist durch eine Stickstoffüberdüngung entsteht .

 

Sollte an Ihren Pflanzen die Kraut- oder Braunfäule auftreten, entsorgen Sie die betroffenen Pflanzenteile bitte sofort über die Restmülltonne.

  



Zucchini - Wintergemüse - Gründüngung

 

In den meisten Gemüsegärten gibt es jetzt Zucchini in Hülle und Fülle. 

Zucchinis sind eine Unterart des Gartenkürbisses. Sie gedeihen auf nährstoffreichen Böden, am besten setzt man sie auf einen im Frühjahr umgeschichteten Komposthaufen. Es gibt sie nicht nur in grün, sondern gestreift, gelb, creme-grünlich, länglich, kugelig und zwischenzeitlich auch in weiteren Formen auf dem Markt. 

Optimal schmecken Zucchini jung geerntet mit 10 – 20 cm. Die Früchte finden in der Küche vielseitig Verwendung, da sie roh verzehrt, zu Suppen oder Nudelsaucen verkocht, als Gemüse zubereitet, gefüllt, gebraten oder gegrillt werden können. Selbst leckere Kuchen kann man aus Zucchini backen, sowie auch süß-sauer oder exotisch einlegen. 

In südlichen Ländern bekommt man als Vorspeise oft junge Zucchini dünn gehobelt, auf einem Teller angerichtet und nur mit Zitrone und Olivenöl beträufelt mit einem Baguette als Vorspeise serviert.

 

Stöbern Sie einmal in Rezepten, bestimmt finden Sie gleichfalls etwas Interessantes wie unseren Zucchinikuchen:

200g Zucker, 3 Eier, 1 Vanillinzucker, 1 TL Zimt, 1 Prise Salz, ½ Öl, 500g Zucchini geraspelt, 250 g gemahlene Mandeln, 250 g Mehl, 1 Backpulver, 50 g geraspelte Schokolade, 1 Packung Schokoladenguss

Zucker, Eier und Vanillezucker schaumig rühren. Das Öl und die Gewürze langsam in die Schaummasse geben. Die Zucchini raspeln und die restlichen Zutaten hinzufügen. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.

Bei 180 – 190 ° ca. 35 Min. backen, abkühlen lassen und mit Schokoguss überziehen. 

Schmecken Zucchinis bitter, vor allem am Fruchtansatz, also da wo die Blüte saß, enthalten sie Bitterstoffe, sog. Cucurbitacine, die sehr giftig sind und schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Solche Zucchini sind unbedingt zu entsorgen

 

Beim Anbau sollte deshalb ein Samen aus kontrolliertem Anbau, also gekaufter Samen, verwendet werden.


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Jetzt ist noch Zeit, um Salat und Gemüse für den Winter anzupflanzen.

Besuchen Sie die heimischen Gärtnereien!

Auch Feldsalat kann Ende Juli schon ausgesät werden.

 

 



 

Beete, die bereits abgeerntet sind, sollten nicht leer stehen bleiben. Vielleicht versuchen Sie es einmal mit einer Gründüngung! So können Sie ihren Boden verbessern und  - wenn Sie jetzt säen -, sich über die Blüten dieser Pflanzen noch freuen. Die Gründüngung bleibt über den Winter auf dem Beet stehen und wird im Frühjahr (wenn sie nicht abgefroren sind) gemäht und möglichst in das Beet eingearbeitet. So liefern die Pflanzenteile Humus.

Gute Gründüngungspflanzen sind Tagetes, Ringelblume, gelber Senf, Phacelia, Buchweizen, Inkarnatklee, die gelbe, die weiße und die blaue Lupine, die Sonnenblume und der Ölrettich. Allerdings sollte auf Ölrettich kein Kohl oder andere Kreuzblütler angebaut werden. Die Phacelia hat im Gemüsebeet keine Verwandten und zählt neben Inkarnatklee als gute Bienenweide!

 


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Die Beeren sind reif! 

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Alle Beeren lassen sich zu herrlichen Kuchen und Torten verarbeiten! 

Viele von uns haben schon die Erdbeeren im Garten geerntet, genossen, Marmelade eingekocht oder verschiedene Kuchen kreiert. 

Die Erdbeerpflanzen haben jetzt viele „Kindel“ gebildet, über die die Pflanzen vermehrt werden können. Sie können diese „Kindel“ Ende Juli/Anfang August direkt ins Beet setzen, wenn Sie ihre Pflanzen verjüngen wollen. Sollen Ihre Pflanzen im nächsten Jahr noch im Garten verbleiben, sollten Sie jetzt alle Blätter bis auf das Herz entfernen. Jetzt ist auch die Zeit, die Erdbeeren mit Kompost oder Beerendünger zu versorgen. 

Noch ein Tipp: Wenn Sie bei Nachbarn/Freunden besonders gute Erdbeeren genossen haben, fragen Sie diese nach Kindel. 

Wollen Sie ein neues Erdbeerbeet anlegen und ist dieses noch besetzt, können Sie jetzt schöne, kräftige Kindel abschneiden und diese in kleine Töpfe setzen. Im Herbst können die gut durchwurzelten Pflanzen dann an Ort und Stelle ausgepflanzt werden.

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Himbeeren stecken voller Antioxidantien. 

Voll reif genossen schmecken sie einfach köstlich und lassen sich vielseitig einsetzen. Verarbeiten Sie Himbeeren zu Gelee, Marmelade (auch mit anderen Beeren gemischt) oder frieren Sie diese für den Winter ein. 

Setzen Sie einmal einen Himbeeressig an! 

Hier ein ganz einfaches Rezept: 300 g Himbeeren vorsichtig waschen und in ein gut gesäubertes Glas geben. Mit ½ l weißem Balsamico-Essig übergießen. Das Glas verschließen und an einem warmen Ort 14 Tage stehen lassen. Dann den Essig abgießen, einmal aufkochen, abkühlen lassen und in eine Flasche füllen. Wer mag, gibt die Himbeeren in die Flasche und übergießt diese mit dem Essig.

Die Ruten der einmal tragenden Himbeeren (auch Sommerhimbeeren genannt) werden nach der Ernte am Boden abgeschnitten. Von den neuen Trieben bleiben pro Meter 4 – 6 kräftige Pflanzen stehen. Auch die Himbeeren werden jetzt mit Kompost oder einem Beerendünger versorgt.

 

Von Johannisbeeren gibt es viele Sorten. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Farbe (weiß/rot/schwarz), sondern auch in den Erntezeitpunkten. Johannisbeeren haben den höchsten Zuckergehalt, wenn alle Beeren einer Traube reif sind! Auf der Homepage des Kreisverbandes finden Sie gute Sortenempfehlungen!

Wie alle Beeren lassen sich auch Johannisbeeren gut einfrieren, wenn Sie nicht frisch gegessen oder als Kuchen, Gelee, Marmelade, Chutney, Saft usw. verarbeitet werden.

Als wir aus der Vorstandschaft unser „Beerenwissen“ zusammentrugen, kam ein Rezept zum Vorschein, dass unsere Mütter bereits gerne machten und an uns weitergaben. Wir möchten es Ihnen nicht vorenthalten:

Schüttelbeeren

1 kg Johannisbeeren und ¾ kg Zucker (bei dem einem Rezept, beim anderen ½ kg) vermischen und langsam zum Kochen bringen. 10 Minuten schütteln, nicht rühren! Heiß randvoll in saubere Gläser füllen und sofort verschließen. Kurz auf den Deckel stellen. Die Beeren bleiben ganz und können als Preisselbeerersatz zu Fleisch, für Pfannkuchen, für Nachspeisen, Pudding, Eis oder als Kuchenfüllung verwendet werden. 

Felsenbirnen lassen sich genauso verarbeiten! Übrigens: Felsenbirnen gelten als schwach giftig. Die Kerne der Felsenbirnen enthalten – wie Apfelkerne – cyanogene Glycoside,  aus denen bei der enzymischen Spaltung Blausäure entsteht. Dafür müsste man die Kerne aber erst aufbeißen! 

Um Johannisbeeren über Jahre vital zu halten werden diese nach der Ernte geschnitten. Johannisbeeren tragen die meisten Früchte an den zwei- und dreijährigen Trieben.  Ideal aufgebaut ist eine Staude, wenn Sie nach dem Schnitt aus jeweils 4 einjährigen, 4 zweijährigen und 4 dreijährigen Trieben besteht. Vierjährige Triebe und alle (bis auf 4 kräftige einjährige Triebe) werden deshalb beim Schnitt vollständig entfernt. 

Die Jostabeere ist hauptsächlich eine Kreuzung aus der schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere und gedeiht in unserer Gegend gut.

Die Stachelbeere, früher oft als Klosterbeere bezeichnet, liefert viel Kalium. Stachelbeeren können durch Absenker vermehrt werden. Baumschulen bieten veredelte Gartenformen als Halb- oder Hochstämmchen an, was die Ernte erleichtert. Stachelbeeren werden im Frühjahr geschnitten. Dabei wird ausgelichtet und die Triebe werden eingekürzt. Verwendet werden die Beeren meist als Kompott, Kuchenbelag und Marmelade.

Stachellose Brombeeren machen die Ernte und Pflege einfach. Die Blüten der Brombeere werden gerne von Bienen aufgesucht! 

Brombeerblätter finden sich getrocknet in vielen Teesorten! Für einen Likör nehmen Sie 200 g voll reife Brombeeren, geben diese mit 150 g Kandiszucker und einer Zimtstange in ein weites Glas, übergießen das Ganze mit einer Flasche Korn (0,7 l), verschließen das Glas und lassen dieses an einem kühlen Ort stehen. Ab und zu durchschütteln. Nach 6 bis 8 Wochen abseihen oder filtern. 

Abgetragene Ruten werden nach dem Tragen oder im Frühjahr abgeschnitten.

Im Juli reifen die Heidelbeeren. Sie gehören zu den Heidekrautgewächsen und wachsen gut in moorigen Gebieten. Die Kulturheidelbeeren sind Kreuzungen und werden in vielen Sorten angeboten. Sie benötigen einen sauren Boden, also einen Boden mit niedrigem Ph-Wert. Sie zählen zu den Flachwurzlern und benötigen eine hohe Bodenfeuchte. 

Unser Tipp: Auf Plantagen in der näheren Umgebung können je nach Jahreszeit Erdbeeren, Heidelbeeren, Apfelbeeren und Cranberries geerntet und erworben werden.

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Ein Rezept für ein beeriges Wasser - vitaminreich, biologisch, lecker!

Für etwa 500ml Wasser eine gute Hand voll Beeren, einen großer Zweig Minze (oder Zitronenverbene, Thymian, ... je nach Gusto) und ein paar Scheiben ungespritzte Zitrone waschen und in ein Glas geben, mit Wasser auffüllen, dicht verschließen und mindestens drei Stunden oder noch besser über Nacht (höchstens 24 Stunden) im Kühlschrank durchziehen lassen. Schmeckt bei warmen Wetter und nach dem Sport am besten direkt aus dem Kühlschrank. Die Früchte können anschließend noch im Müsli verwertet, oder einfach gleich mitgegessen werden.


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Kräuter 

Als Kräuter werden krautige Pflanzen bezeichnet. Viele Kräuter werden als Küchen- und Heilkräuter verwendet. Kräuter haben  - je nachdem was man sammeln und verwenden will  (Wurzel, Blatt, Blüte) – unterschiedliche Sammelzeiten

Viele Kräuter stehen kurz vor der Blüte. Bei einigen Pflanzen (z.B. Rosmarin, Thymian, Estragon, Zitronenmelisse, Pfefferminze aber auch vielen anderen Kräutern) ist dies der beste Erntezeitpunkt. Von anderen Kräutern können jetzt die Blüten (z.B. Lavendel, Ringelblume, Malve, aber auch die Lindenblüten) getrocknet werden.

Sammeln Sie nie Kräuter die Sie nicht sicher kennen!

Blättern Sie einmal in einem Kräuterbuch. Sie werden erstaunt sein, wie viele Kräuter es gibt und wie diese verwendet werden können! Die Bücherei hat eine gute Auswahl an Büchern! 

Ernten Sie Kräuter, die sie trocknen wollen, vormittags, wenn die Pflanze trocken ist, binden Sie einen Strauß und lassen diesen luftig aufgehängt an einem geschützten Ort trocknen bis die Blätter rascheln. Blüten lassen sich gut auf Tücher trocknen. Junge Blätter von Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren können ebenfalls getrocknet und in Kräutertees verwendet werden. Die getrockneten Blätter bewahren Sie bis zur Verwendung dunkel auf. Mischen Sie sich im Winter je nach Lust und Laune – oder Krankheitsbild – Ihren eigenen Kräutertee! 

Mit frischen Zweigen können würzige Kräuteressige und Öle hergestellt werden.

Aus den Blüten des Johanniskrauts kann ein Rotöl hergestellt werden, das z.B. bei Verbrennungen eingesetzt werden kann.

Viele von Ihnen kennen sicher die Ringelblumensalbe!

Ein Tee aus Salbei hilft bei Halsschmerzen. Hierfür 1 – 3 frische Salbeiblätter mit 1 l kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Abgekühlt mit dem Tee mehrmals täglich gurgeln. Für Kinder: Einen zuckerhaltigen Kaugummi (zuckerfreie Kaugummis zerbröseln) durch die Nudelmaschine drehen (geht vermutlich auch mit einem Nudelholz), ein kleines Blatt Salbei drauflegen, einschlagen und nochmals durchdrehen. Bei Halsschmerzen kauen! 

 

Die allen bekannte Brennnessel zählt als Heil- und Gemüsepflanze. Sie kann für Suppen, Spinat, Aufläufe aber auch Tee verwendet werden. Geerntet werden hierfür die Blätter und Samen. Sie ist sehr blutreinigend, lindert rheumatische Beschwerden, wird bei Gicht, Nieren- und Blasenleiden wegen ihrer reinigenden Wirkung eingesetzt und bei Magen-Darm-Leiden. Brennnesseln enthalten sehr viel Vitamin C, Gerbstoffe, Flavonoide und in den Brennhaaren Ameisensäure. 

Hier ein Rezept für eine Brennnesselsuppe:

1 Zwiebel, 2 Gelbe Rüben und 2 Kartoffeln kleinwürfelig schneiden und andünsten. Mit 1 l Gemüsebrühe auffüllen und fast weichkochen. 5 Minuten vor Ende der Garzeit Brennnesselblätter dazugeben (entweder ganz junge Pflanzen oder nur die oberen Blätter). Nach 5 Minuten alles mit dem Mixer pürieren, mit ¼ l Milch und 1/8 l Sahne verfeinern. Mit Salz und evtl. Gemüsebrühe abschmecken. Servieren sie die Suppe mit einem Klecks Sahne und gerösteten Kürbis- oder Sonnenblumenkernen!

 

Aus Brennnesseln und Giersch lässt sich eine Quiche zubereiten:

Für 1 Blech: 6 EL Öl, 6 EL Milch und 2 Eier verquirlen, 200 g Quark und eine Prise Salz unterrühren. 500 g Mehl vermischt mit 1 P. Backpulver unterkneten. Diesen Teig auf einem tiefem, gefettetem Blech ausrollen und einen Rand hochziehen. 

Für den Belag 200 g Zwiebeln in Olivenöl andünsten, 1 – 2 Knoblauchzehen zugeben, 200 g Brennnesseln und Giersch in Streifen schneiden und solange mitdünsten, bis das Gemüse zusammenfällt. Gemüse etwas abkühlen lassen und dann auf dem Teig verteilen.  3 Eier mit 200 ml Sahne und 200 ml saurere Sahne verquirlen, mit Salz, Zitronensaft und Muskat abschmecken und über das Gemüse gießen. Mit Käse bestreuen und im Backofen bei 220 Grad etwa 20 Minuten backen.

Guten Appetit! 

Die Brennnessel kann aber auch im Garten verwendet werden!

Eine Brennnesseljauche gilt als pflanzenstärkend und ist ein gutes Mittel gegen Blattläuse. Hierfür setzt man ca. 1 kg Kraut mit 10 l Wasser an und lässt diesen Ansatz 3 Tage stehen. Wenn die Jauche vergoren ist, wird diese abgeseiht. Diese kann nun 10fach verdünnt zum Gießen oder Spritzen verwendet werden.

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Allen Basilikumliebhabern wollen wir einmal das Strauchbasilikum empfehlen. Es ist sehr robust, hat eine schöne Blüte und ist ein wahrer Bienenmagnet. Verwenden kann man die Blätter genauso wie vom “normalen“ Basilikum, sie sind allerdings etwas fester. Leider ist das Strauchbasilikum nicht winterhart.

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Gestalten Sie doch einmal einen Strauß aus Kräutern oder binden einen Kranz oder – wie hier – ein Herz, das aus einem Drahtherz und verschiedenen Kräutern, wie Salbei, Frauenmantel, Schafgarbe und Oregano schnell gebunden ist.

 


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Rosenzeit! 

Wir bedanken uns bei allen ganz herzlich, die uns ihre Rosenbilder zugesandt haben! Wir haben aus den eingesandten Bildern gewählt

 


 

Nun blüht sie in voller Pracht – von vielen als die Königin unter den Blumen bezeichnet – die Rose. Unser erster Gedanke war, mit Ihnen einen Spaziergang durchs Dorf zu machen und Ihnen die schönsten Rosen zu zeigen. Dies gaben wir schnell wieder auf, denn in Kirchanschöring gibt es unzählige, wunderschön blühende, gefüllte und ungefüllte und somit bienenfreundliche Exemplare. 

Hierzu zwei Beispiele:

Rosen mögen einen lockeren, lehmig-sandigen und nährstoffreichen Boden. Da sie Tiefwurzler sind, müssen sie nicht viel gegossen werden. Sie holen sich das Wasser aus tieferen Schichten. Reicht ihnen dieses Wasser nicht, zeigen sie es, wenn sie gegossen werden wollen. Aber bitte nicht über die Blätter. Außerdem stehen Rosen gerne an einem gut durchlüfteten Platz an der Sonne!

Wer eine ADR Rose, also eine Rose auswählt, die die Allgemeine Deutsche Neuheitenprüfung bestanden hat, pflanzt eine Sorte, die sich gegen alle möglichen Schädlinge und Krankheiten als robust erwiesen hat. Das ADR Siegel wird nur an Rosen verliehen, die sich drei Jahre ohne Pflanzenschutzmittel bewährt haben.

Im Fachhandel gibt es unzähltige Spezialdünger. Sie können Rosen aber auch Anfang März mit etwas Kali-Magnesia für Widerstandskraft und zum Ausreifen der Triebe und zur Blüte nochmals mit einigen Körnern Kali-Magnesia versorgen. Denken Sie daran, alles was die Pflanze nicht aufnehmen kann, landet im Grundwasser und „schmälert außerdem unnütz ihren Geldbeutel“. Im Herbst werden Rosen mit Kompost angehäufelt, als Schutz und Dünger fürs Neue Jahr.

 

Und jetzt stellen wir Ihnen unsere Lieblingsrosen vor:

Aicher Johanna: 

Meine Lieblingsrose ist die Kletterrose Bobby James. Sie ist absolut pflegeleicht, nur gedüngt will sie werden. Ansonsten darf sie wachsen wie sie will. Diese Rose ist zugleich mein Insektenhotel.


 

Babinger Manuela:

Zu meinen Lieblingsrosen zählt auf jeden Fall die Edelrose Nostalgie von Tantau. Sie hat, wie ich finde ein sehr schönes Farbspiel von rot bis cremeweiss. Bei mir wird sie ca. 1m hoch und ca.50-70cm breit, ist gesund und hat einen leichten Duft.

So schön die gefüllten Rosen auch sind, würde ich euch, den Bienen zuliebe, bitten, auch ungefüllte Sorten in den Garten zu pflanzen. Auch hier gibt es sehr schöne Exemplare.

 

Gaugler Regina:

Meine Lieblingsrose ist die orange blühende Strauchrose Westerland. Sie ist sehr winterhart und hat von Juni bis Oktober halbgefüllte, duftende Blüten. Ich schneide sie jedes Jahr kräftig zurück. Das belohnt sie mit einem schönen Strauch!

 

Haunerdinger Elisabeth:

Ich freue mich jedes Jahr über die wunderschöne Blüte der Rosensorte Leonardo da Vinci, die das Abschiedsgeschenk des Gartenbauvereins an mich als Vorsitzende war. Sie duftet leicht und ist sehr robust. Gedüngt wird sie von mir mit Rasenschnitt. 

 

Mangelberger Rosmarie:

Eine meiner Lieblingsrosen ist die öfter blühende Kletterrose Bajazzo. Die Blüten sind halb gefüllt und wie man auf dem Bild sieht, ein Bienenmagnet. Wenn man sie lässt, setzt sie reichlich Hagebutten an.

 

Rackerseder Irmi:

Meine Mini-Eden hinter dem Brunnen ist eine meiner Lieblingsrosen.

 

Staudinger Thomas: 

Eine meiner Lieblingsrosen ist die Bibernell-Rose (Rosa pimpinellifolia). Sie ist eine kompakte Wildrose, wird ca. 150 cm hoch und macht nur wenige Ausläufer. Ihre Blüten sind cremeweiß, ungefüllt und haben einen starken Duft. Außerdem blüht sie etwa 2 Wochen vor allen anderen Wildrosen. Eine wahre Freude für die Bienen. Das Laub erinnert an die Bibernelle, daher auch ihr Name. Und noch eine kleine Besonderheit: Ihre Hagebutten sind vollkommen schwarz und halten sehr lange. Sie können als Akzent in herbstlichen Blumensträußen verwendet werden.

 

Stöwe Katharina:

Die rosa Strauchrose Elmshorn ist der Favorit unter meinen Rosen. Sie wächst kräftig und braucht manchmal einen starken Rückschnitt, damit sie nicht alles überwuchert (heuer habe ich sie kräftig geschnitten), dafür blüht sie aber von Mai bis spät in den November und duftet leicht nach frischen Äpfeln. Die starken Stiele mit den vielen Blüten halten sich sehr gut in der Vase.

 

Straßer Dagmar:

Drei unbekannte Schönheiten:

 

Straßer Martha:

Die Rose Russelliana, eine alte Sorte von 1837, mit ihren purpurfarbigen Blüten und mittelgroßen Rosetten zählt zu meinen Lieblingsrosen. Leider ist sie nur einmalblühend, hat dafür aber einen intensiven Duft und einen sehr reichen Hagebuttenbestand. Sie gedeiht auch auf mageren Böden, ist sehr winterhart und gut geeignet, Bäume zu beranken. 

 


 

Regina Gaugler hat - angeregt durch einen Beitrag im ARD-Büffet - eine Tisch Deko mit Rosen und Labkraut gestaltet!

 


Und hier noch ein paar Fotos vom Besuch des Rosengartens in Trostberg am 07.06.2019 zum Blättern:

 


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Hollunder 

Der Holunder ist reif – zugegeben, wir sind etwas spät dran, aber an nord-/westlichen Seiten blüht er noch. Meist sieht man den schwarzen Holunder (Sambucus nigra), der zu den Geißblattgewächsen gehört, denkbar anspruchslos ist, aber besonders gut in stickstoffreichen, feuchten, durchlässigen Böden gedeiht. Er mag sonnige, aber auch halbschattige Standorte. 

 


Pfarrer Kneipp sagte: „Vor dem Holunderstrauch musst du den Hut abnehmen, weil er so hilfreich ist.“ 

Karin Greiner beschreibt in ihrem Buch „Bäume in Küche und Heilkunde“ die Nutzung in der Heilkunde mit

- Blüten für Tee, Sirup, Öl, Salbe, Creme sowie für Hydrolate gegen Infekte der oberen Luftwege, fiebrige Erkältung, zur Immunstärkung, Blutreinigung, als Schwitztee, auch bei Heuschnupfen, zur Hautpflege, bei Kopfschmerzen

- Früchte entsaftet, gekocht und getrocknet zur allgemeinen Stärkung, zur Unterstützung des Immunsystems, bei grippalen Infekten, Grippe, Blasen- und Nierenbeschwerden, Durchfall, Rheuma, Ischias, Nervenschmerzen

- Rinde und Wurzel für Tee bei Muskel- und Gelenkrheumatismus, Ödemen, Verstopfung, Blasenleiden

Aber Vorsicht: Sie weist darauf hin, dass in allen grünen Teilen, unreifen Beeren als auch in den Samen reifer Früchte, der Rinde sowie in den Wurzeln Stoffe enthalten sind, die leicht giftig wirken und heftige Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall hervorrufen können. Nachdem vor allem Blätter, Rinde und Wurzel bei der Dosierung sehr schwierig einschätzbar sind, rät sie von einer Eigenbehandlung mit diesen Teilen unbedingt ab!

 


Seit einigen Jahren sieht man in manchen Gärten einen rosa blühenden Holunder. Im Handel gibt es die Sorten Black Lace und Black Beauty. Aus den Blüten lässt sich rosa Sirup herstellen. 

 


In der Küche werden die Blüten zu Sirup, Gelee oder Holunderblütenküchlein verarbeitet. Die Blüten lassen sich gut trocknen und so als Tee verwenden. Die Beeren ergeben einen köstlichen Saft, Gelee oder Hollerkoch, können aber auch bei niedriger Temperatur z.B. in einem Dörrautomat getrocknet werden. 

 

Durch das Modegetränk Hugo wurde der Holunderblütensirup „weltberühmt“.

Hier ein Rezept von Martha Straßer:

50 Holunderblüten vom Stängel streifen, 2 unbehandelte Zitronen oder Limetten in Scheiben schneiden, von 4 Zweigen Zitronenmelisse die Blätter abstreifen, 5 cm Ingwerwurzel in feine Scheiben schneiden und alles in einen großen Topf geben.

3 l Wasser mit 2 kg Zucker aufkochen, bis der Zucker gelöst ist. 1 Tasse davon mit 60 g Zitronensäure verrühren und wieder zurückgeben. Das Ganze dann über die Blüten gießen. 5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Durch ein Tuch filtern,  kurz erhitzen und in saubere Flaschen abfüllen.

Für einen Hugo ein Rotweinglas mit Minze ausreiben, Eiswürfel ins Glas geben, je zur Hälfte mit Mineralwasser und Prosecco auffüllen, darüber ein Stamperl Holunderblütensirup gießen! 


 

Und hier noch ein Rezept für Hollerküchlein 

Die einfache Variante: Machen Sie einen etwas dickeren Pfannkuchenteig, ziehen Sie die gereinigten Holunderblüten durch den Teig und backen diese in schwimmendem Fett aus. 

Die feinere Variante: Die Eier trennen und aus dem Eiklar einen Schnee schlagen und den Teig mit einer Vanilleschote verfeinern.

Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 

Wenn Sie jetzt noch ein Glas Hollerkoch haben, sind Sie allemal auf der Gewinnerseite!


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Ein Basteltipp (nicht nur für Kinder):

Insekten-Nisthilfe

Vorzugsweise im Herbst, werden Stängel vom Holunder geschnitten und vom Laub befreit. Jetzt kann man sie auch gleich noch mit der Gartenschere auf die richtige Länge schneiden. Anschließend ca. 2-3 Monate trocknen lassen, da das Mark sonst noch zu weich zum Ausbohren wäre und sich an unsauberen Löchern die Insekten verletzen könnten. Wenn das Mark trocken ist, mit einem geeigneten Bohrer (richtet sich nach dem Stängeldurchmesser) das Mark entfernen. Eine saubere Dose (gerne auch bunt bemalt) stramm mit den Stängeln befüllen, damit die Vögel sie nicht herausziehen können. Im zeitigen Frühjahr mit der Öffnung nach Südosten, etwas geschützt und nicht frei hängend, aufhängen.

 

Das Bild stammt vom Ferienprogramm 2018